#Mission 29: Wie man in Zeiten von AI eine skalierbare Consumer-App baut
Shownotes
- Was passiert, wenn eine persönliche Familiengeschichte zur Geschäftsidee wird?
- Wie validiert man eine Consumer-App ohne Millionenbudget?
- Und warum ist gerade jetzt – im KI-Zeitalter – der richtige Moment für B2C?
In dieser Folge von Leaders & Missions spricht Carolina mit Nele, Co-Founderin von Famories – einer Audio-App, die Familiengeschichten für Generationen festhält.
Ausgangspunkt war kein Business-Plan, sondern ein Verlust: Zwei verstorbene Großväter. Zu viele nicht erzählte Geschichten. Zu viele nicht gestellte Fragen.
Aus iPhone-Sprachnotizen entstand eine Plattform, die heute über 18.000 registrierte Nutzer:innen zählt – organisch gewachsen.
Wir sprechen über:
- Proof of Concept vor Fundraising
- Organisches Wachstum statt Paid-Overload
- KPI-getriebenes Testing auf Social Media
- Warum B2C heute leichter sein kann als vor 20 Jahren
- KI als Produktentwickler, Sparringspartner und Beschleuniger
- Female Foundership zwischen Zweifel und Ownership
- Community-Building durch Consumer Roundtables
Diese Episode ist für alle, die:
- eine Consumer-App bauen wollen
- mit kleinen Teams groß denken
- KI strategisch einsetzen möchten
- echte Probleme statt Hypes lösen wollen
- Eine ehrliche Gründerinnen-Story über Mut, Timing und die Kraft von Audio
#StartupStory #FoundersJourney #FemaleFounders #LeadersAndMissions
#Podcast #FamiliesApp #Generationen
Transkript anzeigen
00:00:00: Lieder sind Missions.
00:00:02: Der Podcast für visionäre Gestalter und alle, die Wirtschaft, Gesellschaft und Innovation aktiv
00:00:09: mitgestalten.
00:00:11: Wir sprechen mit Menschen, die uns dadurch inspirieren was sie auf den Weg bringen – Mit Macherinnen, Kreativen und Liedern, die durch ihre Visionen und Missionen den Wandel vorantreiben.
00:00:30: Ich bin Karolina und heute spreche ich mit Nele Himmelsbach.
00:00:35: Also zum einen habe ich auch schon gesagt, dass es eigentlich jetzt total einfach und total gut ist eine Consumer App zu launchen.
00:00:46: Weil die erhöhten einfach viel geringer sind.
00:00:49: also
00:00:49: sei es Reichweite, sei es die App zu entwickeln.
00:00:53: Ich glaube trotzdem muss natürlich das Produkt irgendeinen Mehrwert haben Und vor allem auch an Alleinstellungsmerkmal.
00:01:00: Also wahrscheinlich wenn man jetzt irgendwie die nächste App Entwickelt, die es schon dreimal auf dem Markt gibt dann würde wie wahrscheinlich nicht funktionieren.
00:01:09: Ich glaube bei uns gibt's zwei Punkte.
00:01:12: zum einen diesen Audioaspekt.
00:01:14: Es gibt schon super viele Erinnerungsplattformen mit dem Fokus Fotos Es gibt super viele Bücher mit dem Fokus zu schreiben, aber dieses Audio-Format ist recht neu.
00:01:27: Obwohl man es durch Podcasts wie zum Beispiel diesen hier kennt.
00:01:30: also die Leute kennen Podcast hören gerne Podcasts gibt ja auch diesen Podcast boom seit ein paar Jahren.
00:01:35: Aber das die dass dann auch selber umsetzen.
00:01:38: ich glaube Das finden viele leute spannend.
00:01:41: Hallo Nele!
00:01:42: Hallo Karolina
00:01:44: Herzlich willkommen hier bei mir im Podcast.
00:01:46: Ich freue mich sehr, dass du da bist!
00:01:48: Ja vielen Dank für die Einladung vor allem an diesem besonderen Ort heute.
00:01:53: ja genau wir sind heute nicht im Studio und wir sind auch nicht auf einer Konferenz.
00:01:57: nein Wir sind mitten in einer Wohnküche
00:02:01: Im IKEA Tempelhof.
00:02:03: ich bin begeistert
00:02:04: Wahnsinn ne?
00:02:04: Ich habe noch nie in einem IKEA ge-podcastet.
00:02:07: Ich glaube, es hat bisher auch noch niemand getan.
00:02:10: Soweit ich das erfahren habe... Nein!
00:02:12: Ich finde es ganz großartig dass wir das hier tun können weil an diesen Orten wir sitzen gerade in einem Ess-Tisch für alle die's nicht sehen sondern nur im Audio hören.
00:02:21: und genau an diesen orten entstehen Geschichten, Geschichten in Familiengeschichten In der Family of Choice, in Freundeskreisen.
00:02:30: Hier trifft man sich und erzählt sich Dinge vom Tag Und das hat ja ganz viel mit eurer eigenen Business Story zu tun und deswegen finde ich es der perfekte Ort, an dem wir diesen Podcast aufnehmen.
00:02:42: Ja voll!
00:02:43: Wie ich habe auch so gesagt, IKEA ist ein bisschen der Ort wo Geschichten und Erinnerungen entstehen und wie ihr mit Families sind der Ort, wo wir sie festhalten.
00:02:51: Oh das ist schön gesagt.
00:02:53: Ich hoffe dass wir heute auch ein paar spannende Dinge fest halten.
00:02:57: Und liebe Nele, ich frage alle Lieder am Anfang des Show Was is deine Mission?
00:03:05: Why?
00:03:06: Meine Mission, oder auch die von Families ist es Familien wieder näher zusammenzubringen und zu verbinden.
00:03:13: Und das über Generationen Zeit und Distanz hinweg.
00:03:18: also wir wollen wieder Familien zum Austausch motivieren und zum Dialog.
00:03:24: Also man merkt ja oft dass irgendwie jede Familie Geschichten hat Witze Insider aber die im Alltag oft verloren gehen Und Families schafft eben einen Raum, wo man solche Geschichten festhalten kann.
00:03:37: Ja und für alle die euch noch nicht kennen ihr habt eine App, eine Erinnerungs-App für Familien gebaut, die wirklich ganz wunderbar ist muss ich dir mal als Kompliment oder euch als Komplement geben wir selber nutzen sie in der Familie auch und sie findet in allen Generationen wirklich tollen Anklang.
00:03:58: aber was wollt ihr damit genau Verändern und bewirken.
00:04:02: Wollt ihr, dass die Menschen näher zusammenrücken?
00:04:05: Oder was genau ist das, was euch da noch im tieferen Level treibt?
00:04:10: Genau.
00:04:10: also wir wollen natürlich keine Telefonate oder so ersetzen.
00:04:14: Also das ist nicht das Ziel.
00:04:16: Unser Ziel ist es eben eine Plattform für die gesamte Familie zu schaffen wo man Erinnerungen für immer festhalten kann und das im Audio Format.
00:04:27: Der Audio eben das Persönlichste ist hält die Stimme fest und das ist eben das Ziel.
00:04:35: Und wie genau funktioniert das?
00:04:37: Man lädt sich die App runter?
00:04:38: Genau, man lädt sie die App im App Store oder im Google Play Store.
00:04:42: Er stellt einen gemeinsamen Familienaccount und jedes Familienmitglied hat dann ein eigenes Profil.
00:04:50: Dann kann man entweder gemeinsam in der Familie zusammen mit seinen Großeltern oder auch alleine eine Aufnahme eine Geschichte aufnehmen.
00:05:01: Dabei gibt es verschiedene Kategorien mit wechselnden Fragen und wenn man eine Kategorie auswählt, bekommt man verschiedene Fragen eben eingeblendet Und die leiten einen durch die Podcast-Aufnahme.
00:05:15: Am Ende kann man die Podcastaufnahme benennen, man kann Fotos hinzufügen und die Folge dann in verschiedenen Alben speichern und organisieren.
00:05:24: Das ist eben ganz wichtig und das auch was uns unterscheidet von anderen Apps diese Geschichten immer wiederfinden kann.
00:05:32: Und das ist Podcast für jeden, ne?
00:05:35: Ja voll!
00:05:36: Uns ist eben ganz wichtig.
00:05:37: Es gibt ja auch Audiobiografen aber die machen auch ganz tolle Arbeit und halten Geschichten fest.
00:05:46: Aber uns ist es wichtig dass wir durch die App für jede Familie zugänglich sind und es funktioniert ganz einfach.
00:05:53: Man braucht keine große technische Ausstattung man kann einfach ins Handy einsprechen.
00:05:59: Ja, wie seid ihr da drauf gekommen?
00:06:02: Tatsächlich sind mein Geschäftspartner Lenny, meinen Co-Founder und ich zusammen auf die Idee gekommen.
00:06:10: Wir haben gemeinsam studiert im Ausland und waren Reisen und haben bei der Reise irgendwie festgestellt dass unsere Großväter ein... einige Zeit vorher verstorben waren und mit ihnen eben auch die Erinnerungen und Geschichten und Erfahrungen.
00:06:25: Leni hat immer gesagt, mein Opa war so ein Geschichtenerzähler,
00:06:28: ich habe
00:06:28: nichts festgehalten und ich meinte ah, mein opa hat nicht so viel erzählt aber es lag auch daran weil... zu wenig gefragt habe.
00:06:35: Ich wusste nicht, was soll ich fragen?
00:06:36: Hab auch vielleicht nicht so darüber nachgedacht und es jetzt im Nachhinein total gereut.
00:06:41: Und da meinten wir das müssen wir eigentlich bei unserer Oma oder unseren Omas anders machen.
00:06:46: Dann haben wir angefangen unsere Omas zur Interviewung und diese Gespräche mit der Sprachnotiz-App bei Apple aufzunehmen.
00:06:54: Ja!
00:06:55: Und ich hab meine Oma dann verschiedene Fragen gestellt und sie hat dann einfach angefangen zu erzählen.
00:06:59: Es war auch mega schön.
00:07:00: Das Problem da war nur... dass diese Sprachnotizen auf meinem Handy irgendwo rumgeflogen sind.
00:07:06: Ich habe mir die nie wieder angehört,
00:07:08: hab die auch nicht
00:07:09: irgendwie zugänglich für meine Familie gemacht und das war eben total ärgerlich.
00:07:13: Und da meinte Lenny ich kann uns eine App bauen wo man das alles ein bisschen organisierter zusammenbringt.
00:07:19: Unsere Omas fanden es auch super.
00:07:22: aber vorallem meine Oma meinte auch du bohnst... im Ausland, ich krieg so wenig von dir mit.
00:07:27: Und wenn wir telefonieren ist es meistens dann nur so, man redet dann irgendwie was Wetter aber vieles geht dann doch unter und macht auch mal ein Podcast.
00:07:35: Ich freu mich, wenn ich zu Hause auch etwas anhören kann wie im Radio.
00:07:39: Und ja, da hab' ich das immer auch angefangen und meine Geschwister dann irgendwann auch.
00:07:43: und jeder hat irgendwie von seinem Alltag erzählt aus seinem Urlaub berichtet aus dem Auslandssemester eben und so ist halt die App für die gesamte Familie entstanden und jeder nutzt das auf seine Mutter ihre Weise.
00:07:54: Und das Schöne ist, man kann ja einfach drücken und loslegen.
00:07:58: Ja genau!
00:08:00: Wir haben auch Fragen für jeden oder jede Person.
00:08:04: also es gibt Fragen die eher so Erinnerungen wecken.
00:08:09: also erzählen wir aus deiner Kindheit, erzählen mir aus deiler Jugend von deiner ersten großen Liebe.
00:08:15: Erzähl auch mal aus dem ersten oder zweiten Weltkrieg.
00:08:19: Aber
00:08:19: es gibt auch Fragen für alltäglichere Geschichten.
00:08:22: Erzähle uns aus deiner Woche, was war dein Highlight?
00:08:25: Mit welcher Person hast du diese Woche gesprochen und was ist dir in der Erinnerung geblieben?
00:08:30: also da versuchen wir auch für jedes Familienmitglied irgendwie Fragen vorzubereiten.
00:08:35: Was ich daran so schön finde, wenn man ein bisschen weiter nach vorne denkt.
00:08:40: Wenn ich heute etwas mit meinen Kindern aufnehme zum Beispiel hat man das auch, wenn sie acht sind noch und kann es vielleicht zu einem Jubiläum mal rausholen Und das ist irgendwie auch ganz cool da eine Stimme dazu zu haben und nicht einfach nur Fotos.
00:08:55: Ganz witzig dass du genau das sagst.
00:08:56: Wir haben tatsächlich vor ein paar Wochen einen Kommentar bekommen unter
00:08:59: einem Video
00:09:00: Dass eine Nutzerin benutzt um die Geschichten, oder die Meilensteine ihres Sohnes festzuhalten.
00:09:07: Der ist zwei.
00:09:09: Sie will über die nächsten Jahre immer so die Erlebnisse und Meilenstein mit ihrem Sohn festhalten, um ihm das irgendwann zu schenken.
00:09:15: Also genau das, was du gerade gesagt
00:09:17: hast?
00:09:17: Voll schön!
00:09:18: Da krieg ich ganze Haut... Ja, es ist ein sehr emotionales Produkt.
00:09:24: Ich frage mich immer an der Stelle wie einfach das ist?
00:09:28: Wie schafft man das, das zu transportieren?
00:09:31: Wie ist euer Weg da rein?
00:09:32: und wie habt ihr angefangen?
00:09:34: Wir haben im August das Produkt im App Store und im Google Play Store gelaunchen.
00:09:39: Im August, zwei tausendfünfundzwanzig.
00:09:41: Und ich habe natürlich angefangen.
00:09:43: Lenny und ich haben angefangen damit erst mal mit ... Unsere Familie zu testen mit Familien aus dem Freundeskreis.
00:09:50: Die haben uns stark bei der Produktentwicklung geholfen, welche Themen sind für die irrelevant?
00:09:55: Wann nutzt man Families?
00:09:56: und so weiter... Und dann habe ich irgendwann angefangen kurz zwei Monate vor dem Launch unsere Social Media Kanäle zu aktivieren.
00:10:05: Am Anfang ganz, ganz wenige Views.
00:10:08: Ja eben ich glaube was wichtig ist da authentisch zu bleiben meine Geschichte zu erzählen und ich kriege auch immer wieder mit wenn ich Leuten meine Geschichte erzähle.
00:10:18: Ah ja, mir geht es genauso.
00:10:19: Ich habe eine ähnliche Geschichte mit meinen Großeltern hinter mir oder ich hab ein Krankheitsfall in der Familie und ich würde gerne Geschichten festhalten oder hab's vielleicht schon festgehalten.
00:10:28: Also jeder kann das mit der Geschichte anfangen und hat irgendwie eine ähneliche Erfahrung gemacht oder eine andere Erfahrung.
00:10:34: Ja, man verbindet einen.
00:10:36: Es ist wie Gedanken ausspeichern und für immer irgendwo festhalten.
00:10:42: Deswegen kamen wir auch auf dieses Podcast-Format, weil es gab schon immer Fotos, wo mit meinen Geschichten festgehalten hat.
00:10:51: Es gibt Bücher, wo man die Geschichten der Großeltern festhalten kann.
00:10:54: aber da war irgendwie immer dann noch so eine Barriere das wirklich aufzuschreiben ein Video zu machen, auch eine Barriere sich zu filmen dabei und Audio war irgendwie ein gutes Zwischending.
00:11:04: Und ist natürlich total persönlich wenn du die Stimme deiner Großeltern, deiner Eltern oder anderen Familienmitgliedern festhalten kannst.
00:11:11: Ja und das ist etwas was man viel später egal waren nochmal rausholen kann.
00:11:16: Sei es zum achtzehnten Geburtstag plötzlich die Geschichten vom Ausfallen des ersten Zahns zum Beispiel oder aus dem Skiurlaub vor zehn Jahren bis hin vielleicht die letzten Momente mit seiner Großmutter, die man so erlebt hat.
00:11:31: Wir merken auch... Also wir haben im August gelornt, also sind wir im App Store und im Google Play Store Und wir haben gemerkt das Familien- und auch Family of Choice gehört auch dazu.
00:11:42: Families für so unterschiedliche Sachen nutzen.
00:11:44: Du sagst genau Geschichten aus der Kindheit.
00:11:47: andere Personen halten ihre Hochzeiten damit fest zusammen mit ihren Gästen.
00:11:52: Genau GeniennutzerInnen.
00:11:54: Wir nutzen das für so verschiedene Sachen, auf die ich gar nicht gekommen bin am Anfang.
00:11:57: Und jetzt als Business Angel frage ich mal ein paar Fragen und wie viele User habt ihr aktuell?
00:12:04: Genau wir sind seit Februar meine ich jetzt bei achtzehntausend registrierten Nutzerinnen.
00:12:08: Oh wow!
00:12:09: Das ist viel.
00:12:12: Das heißt... Die Menschen interessiert
00:12:14: das?!
00:12:14: Ja voll.
00:12:15: also ich glaube immer wenn Leute von meiner Geschichte hören Haben Sie auch direkt Ihre eigene Geschichte im Kopf?
00:12:22: Ja, das stimmt.
00:12:23: Ich hatte auch so einen Moment als du mir davon erzählt hast und es war so ein ähnlicher Moment wie Großmutter-Großvatermoment.
00:12:30: weil es mit meinem Großvater zu Ende ging hat meine Großmütter damals angefangen mit dem Diktiergerät noch.
00:12:37: Es ist wirklich lange her das Leben meines Großvaters aufzuzeichnen Und die hat daraus Bücher geschrieben.
00:12:43: Und ja, sie hat das damals ganz intuitiv gemacht.
00:12:46: Aber es ist so wertvoll, dass das aufgeschrieben worden ist, weil sonst ... Ich war damals noch viel zu klein, sonst hätte ich die Geschichte meines Großvaters nicht mit seinen Worten lesen können.
00:12:56: und wenn man mal ein bisschen in den Sika-Iwelt reingeht ohne da jetzt Angst zu machen, wenn man sagt okay wie entwickelt sich sowas vielleicht weiter?
00:13:04: Da könnte eine Geschichte von einem Avatar eines Menschen gesprochen werden.
00:13:10: Ja Also unsere Vision ist auch nicht nur diese App, sondern man kann aus dem Podcast Bücher transkribieren lassen.
00:13:19: Also die Texte transkibieren lassen und dann Bücher generieren.
00:13:23: Man kann sich überlegen den Podcast als kleine Tonyfigur vielleicht verfügbar zu machen für die Kinder.
00:13:29: Genau.
00:13:30: also da gibt es ganz verschiedene Möglichkeiten.
00:13:32: Ja, und was ich finde ist halt auch so spannend.
00:13:36: So als Mutter es ist eine ganz schöne Möglichkeit, Einschlafgeschichten aufzunehmen ohne dass man jetzt so ein Podcast einen großen veröffentlicht aus Spotify oder so irgendwie aufsetzen muss.
00:13:49: ja Es ist wirklich eine ganz ganz einfache Möglichkeit sich das vor free down zu loten Und sozusagen Ich nehme da in einem sicheren Raum einfach Geschichten auf die Vorlese für meine Kinder.
00:14:03: Das ist tatsächlich auch Teil der Mission, dass wir das halt für jeden zugänglich machen.
00:14:07: Ich meine es gibt Audiobiographen ganz ganz tolle die das super professionell machen und auch super schöne Audiogeschichten damit aufnehmen.
00:14:16: aber das ist natürlich vom Budget und auch von der Zeit nicht für jeden machbar.
00:14:21: mit einer App kann man das eben für alle Familien verfügbar machen oder zugänglich.
00:14:26: Ja, jetzt weiß ich aus dem Investoren-Umfeld und auch aus dem Gründungsumfeld BtoC ist schon auch eine harte Nummer.
00:14:34: Zum einen weil es ein Consumer App ist zum anderen weil es nicht so viel Daten gibt, weil es einfach soviel am Markt gibt.
00:14:43: Wie erlebst du denn selber die Rolle als Female Tech Founder?
00:14:49: Würdest du das so unterschreiben?
00:14:50: und dann sagst du ne, ich sehe das ein bisschen anders.
00:14:54: Also in B to C im Konsumerbereich, ich höre das tatsächlich sehr regelmäßig.
00:15:00: Dass man sagt es ist nicht teilweise schon veraltet und wie will man Visibility heute noch schaffen?
00:15:05: Ich habe da irgendwie so ein bisschen andere Perspektive.
00:15:09: Ich glaube es war noch nie so einfach wie heutzutage eine Consumer App zu launchen.
00:15:14: Spannend!
00:15:14: Wieso?!
00:15:18: Wir hören immer, man braucht eine Riesenreichweite.
00:15:20: Am besten ist man schon Influencer und ein Consumer Brand zu veröffentlichen.
00:15:26: Ich frage mich mal, wie hat man das vor zwanzig Jahren gemacht?
00:15:28: Früher musste man irgendwie eine TV-Produktion machen.
00:15:31: heute kann man einfach organisch auf Social Media wachsen und dafür braucht man am Anfang noch keine Reichweite weil der Algorithmus zum Beispiel funktioniert auch so dass du ohne große Follower Reichweite viral gehen kannst, ohne großes Budget viral gehen kann.
00:15:49: Und deswegen glaube ich... dass der Punkt gerade für uns total in die Karten spielt.
00:15:55: Und dann natürlich auch haben wir das Glück jetzt genau mit KI rein zu starten, also wir dachten am Anfang, oh mein Gott!
00:16:01: Wir müssen jetzt direkt raisen weil wir brauchen noch einen Entwickler und brauchen noch ein Designer
00:16:06: usw.,
00:16:06: und wir haben gemerkt mittlerweile können das alles zu zweit machen und mit KI uns unterstützt werden.
00:16:13: Das heißt, ihr habt auch ein bisschen Glück mit dieser Zeit in dem man euch selber eine hybride Struktur aufbauen konnte.
00:16:19: Ja,
00:16:20: auf jeden Fall!
00:16:21: Wie siehst du so die andere Seite?
00:16:23: Machst du dir selbst Druck?
00:16:24: Ihr seid zu zweit?
00:16:26: Dann lastet dann noch mehr Druck auf dich oder gehst du eher gelassen mit diesen ganzen Themen
00:16:30: um?
00:16:30: Also ich finde dadurch dass wir zu zweites sind eigentlich weniger Druck da ist ist ja nicht verantwortlich für andere Personen.
00:16:40: Und Lenny und ich haben auch das Glück, dass wir frisch aus dem Studium herausgegründet haben.
00:16:44: Da hatte ich am Anfang totale Zweifel.
00:16:46: Oh, ich habe keine Arbeitserfahrung finanziell!
00:16:49: Es ist was anderes als wenn man schon zwanzig Jahre im Beruf tätig war.
00:16:54: Aber ich glaube es ist unser großer Vorteil weil wir dadurch irgendwie noch so den Studenten-Leistai gewohnt sind.
00:17:00: Wir haben keinen Druck, wir haben beide keine Familie die von uns abhängig ist.
00:17:05: Dementsprechend würde ich sagen, dass das eigentlich ein ganz guter Moment für uns beide war.
00:17:09: Auch wenn ich am Anfang starke Zweite gezweifelt habe.
00:17:12: Ja.
00:17:12: Aber ihr seid ja auch zwei Machartypen, oder so?
00:17:16: Ohne mal zu Jennern!
00:17:18: Ihr probiert gerne aus und seid sehr frei damit und meistens funktioniert es ja auch, ne?
00:17:24: Ja voll.
00:17:24: Also Lenni und Ich wir sagen auch immer wir testen einfach so vieles geht.
00:17:28: Manchmal ist es zu... lohnt es sich auch mal kurz durch zu atmen, zu gucken okay das haben wir jetzt alles gemacht was funktioniert.
00:17:35: lasst nochmal irgendwie die big picture anschauen.
00:17:38: aber im großen und ganzen ist glaube ich so ein bisschen unser persönlicher key to success dass wir einfach zur zweit super viel ausprobieren.
00:17:46: Und auch die freiheit haben dadurch dass wir zu zweit sind.
00:17:49: zum einen auf social media probiere ich ganz viel aus.
00:17:51: ich teste jeden tag neue formate neue kommunikationswege Stimmungen, die wir erzeugen wollen.
00:18:01: Und Lenny probiert ganz viel ein Produkt aus und wenn es dann irgendwie nicht funktioniert, dann versuchen wir das nächste.
00:18:06: Ja und ich habe ja gelernt ihr seid auch KPI getrieben.
00:18:09: Das heißt ihr probiert nicht nur einfach raus, ihr trackt das ziemlich genau was ihr da tut richtig?
00:18:14: Ja genau also wir tracking.
00:18:16: Ich habe eben von den Nutzerzahlen gesprochen oder Nutzerinnenzahlen.
00:18:19: Wir checken aber auch natürlich unsere Daily Active User, unsere Weekly Active User.
00:18:24: Wir schauen uns den Funnel an.
00:18:26: okay wenn ich irgendwie ein Post habe und der hat eine Reichweite von hunderttausend Leute was bedeutet das für unsere Download-Zahlen?
00:18:33: Was bedeutet dass für unsere registrierten Nutzern?
00:18:36: wie viele Leute verlieren wir im Onboarding?
00:18:38: Was ist das für die Active User?
00:18:41: Und ihr macht noch etwas was sich sehr besonders finde.
00:18:44: er habt eine Gruppe von anderen Consumer-App-Grunderinnen um euch rumgesammelt und ihr habt so eine Art Roundtable, so ein Stammtisch ins Leben.
00:18:54: Was ja witzig eigentlich auch ein anderes Generationsding ist!
00:18:56: Ich kenne StammTisch vor meinem Opa noch... Und ich finde das wirklich cool weil er lernt jetzt zusammen richtig?
00:19:02: Ja voll!
00:19:03: Wir haben halt eben festgestellt dass bei diesen ganzen Events die es auch in Berlin gibt den ganzen Fauna-Events sehr viele BtoB GründerInnen gibt Und das auch total hilfreich sein kann, aber trotzdem hat man noch mal andere Herausforderungen in der Consumer App.
00:19:19: Man hat wie du am Anfang gesagt hast nicht so viele Zahlen, also Daten was funktioniert und was funktioniert nicht.
00:19:26: Dementsprechend haben wir versucht uns einen kleinen Consumer Roundtable ins Leben zu rufen wo wir mit anderen GründerInnen Wir nennen es Bilder, die einfach an Consumer-Apps bauen.
00:19:40: Sich alle sechs Wochen zusammenkommen entweder auf dem Weihnachtsmarkt oder wir gehen zusammen im Biergarten und tauschen uns aus was funktioniert?
00:19:49: Was funktioniert aber nicht?
00:19:51: Es kann auch Produktebene sein.
00:19:53: wie baut man eine Paywall ein?
00:19:55: Wie optimiert man diese Paywall?
00:19:57: Das kann sich um Influencer Marketing handeln mit wenig Budget.
00:20:01: also das sind ja alles Apps, die ungefähr in der gleichen Stage sind.
00:20:05: Vielleicht ein bisschen weiter eine andere noch früher.
00:20:09: aber
00:20:10: Ja und wenn du das jetzt auf den Punkt ist ich bin ja gut Market Growth Das ist ja mein Thema Sales Wenn Du es auf einen Punkt bringen müsstest so wie schafft man Sichtbarkeit und erste Traction im BtoC ohne Millionen Budget?
00:20:24: Wie geht das?
00:20:25: Wie fängt mal an?
00:20:26: was sind die ersten Schritte?
00:20:29: Wir sind ja auch komplett organisch gewachsen, jetzt das erste halbe Jahr.
00:20:33: Das bedeutet ohne Budget und wir haben schon vor unserem Launch angefangen unsere Social Media Kanäle anzuheizen.
00:20:42: Und am meisten hilft mir mit dem Testen also ich Ich probiere jeden Tag verschiedene Formate aus, wie ich eben schon meinte.
00:20:52: Verschiedene Stimmungsbilder, verschiedene Emotionen.
00:20:55: mal versuche ich irgendwie Nostalgie in dem Vordergrund zu stellen, mal mit Humor zu arbeiten und habe da so viel schon ausprobiert.
00:21:04: Und wenn man dann einen Format hat und merkt das funktioniert, dann versuchen das zu skalieren.
00:21:10: Wichtig ist dabei auch ... Konstant zu bleiben.
00:21:13: Oder ich sag immer, Social Media ist wie so ein Marathon.
00:21:15: Es bringt nichts das zwei Wochen auszuprobieren und dann zu merken, funktioniert nicht?
00:21:20: Dann lass ich es wieder sein weil vielleicht hätte es funktioniert hättest du einfach noch vier wochen weiter gemacht.
00:21:25: Und wir hatten oder haben auch immer noch immer wieder so Durststrecken, wo unsere Videos nicht mehr als dreihundert Aufrufe haben.
00:21:32: Ja
00:21:33: und das ärgert einen natürlich und frustriert ein.
00:21:35: und dann kommt aber wieder ein Video was auf einmal vierhunderttausend Aufrufen hat und dann wieder ganz viele Nutzerinnen abholt.
00:21:43: Und ihr macht das auf?
00:21:45: Welchen Kanälen?
00:21:46: Auf TikTok und Instagram ganz viel!
00:21:49: Wir sind aber eine Familien-Plattform oder eine Familienapp.
00:21:53: Auf TikTok erreichen wir vor allem die jüngere Generation, ganz klassisch, die Enkelkinder.
00:21:59: auf Instagram ist es ein bisschen gemischt da und was wir machen um vor allem auch Großeltern abzuholen.
00:22:07: Wir kontaktieren auch Lokalzeitungen oder werden von denen kontaktiert und das hilft uns total.
00:22:15: Ich kam da erst mal gar nicht drauf, bis uns eine Redakteurin angeschrieben hat und es hat so gut funktioniert.
00:22:20: Da merkt man die Zeitung ist doch noch nicht ganz out!
00:22:23: Was ja auch total für Sinn macht.
00:22:24: Jeder Mensch konsumiert hier anders in einem anderen Kanal wenn wir mal in diesem Worlding bleiben wollen.
00:22:33: Ich finde diese digitalen Kanäle, diese offline Kanälen werden viel zu sehr unterschätzt.
00:22:40: Wir erleben ja gerade aus den Rückläufer auch bei dem Thema Events.
00:22:43: Leute gehen wenn es wirklich ein Mehrwert bin gerne auf einen Event um sich wieder mit Menschen zu unterhalten eins zu eins und weniger digital zu konsumieren.
00:22:54: Und die Tageszeitung oder eine Lokalzeitung kann ich mir total gut vorstellen dass das funktioniert.
00:23:00: Es schafft auch einfach Vertrauen.
00:23:02: Sei es ein Event, wo du persönlich mit den Personen sprichst oder eine Tageszeitung, die du jeden Tag liest.
00:23:08: Ich glaube das ist vor allem auch ein Vorteil.
00:23:10: Man muss am Ende des Tages da hingehen, wo die Zielgruppe ist.
00:23:15: Aber ich muss sagen, wir testen immer noch.
00:23:18: Wir wissen jetzt nicht, dass unsere Zielgruppen super erreichen werden.
00:23:21: Da probieren wir uns weiter aus.
00:23:23: Spannend!
00:23:24: Vielleicht sehen wir uns mal auf der Hüpfburg?
00:23:30: Ich finde das total spannend zu schauen, wie man sich durch dieses Spannungsfeld von Social Media Mini-Aufmerksamkeitsspanne und mentaler Überlastung dieser Zielgruppe ment.
00:23:42: Und du hast es eben schon mehrfach angesprochen, dieses Testen!
00:23:46: Machst du da so A-B-Testing oder wie funktioniert das genau?
00:23:51: Organisch mache ich keinen A- B-Test.
00:23:54: Da probiere ich einfach über Wochen hinweg verschiedene Formate aus, aber ich habe tatsächlich jetzt seit Januar auch die ersten Tests auf Meter gemacht mit einem kleinen Budget Und da machen wir auch A-B-Testing.
00:24:09: Also gucken uns verschiedene Formate an, verschiedenes Wording und sprichende auch verschiedene Zielgruppen an und gucken dann was funktioniert?
00:24:18: Ich weiß nicht ob du das unterschreiben würdest.
00:24:20: ich mache auch relativ viel Testing auf LinkedIn und wir haben relativ lange gebraucht um da unsere KI gesteuerten Redakteure auch in so ein lineares Wachstum reinzubekommen.
00:24:32: weil der Hockey Stick hilft manchmal nicht.
00:24:34: besser ist Linia nach oben zu gehen, weil man dann sehr klar weiß wann man wo ankommt.
00:24:40: Kannst du das bestätigen für die anderen Kanäle?
00:24:43: Ist es auch eher ein lineareres Wachstum oder ist es eher so einen Hockey-Stick-Wachstums oder eher so einem Bump der durchgeht?
00:24:50: Also meinst du unsere organischen Kanälen?
00:24:53: Genau!
00:24:54: Die organischen kanäle meine ich ja.
00:24:55: Nee
00:24:56: also Linia ist aktuell noch nicht eben weil unterschiedliche Formate funktionieren besser und Manchmal geht auch was viral, womit ich gar nicht gerechnet habe.
00:25:07: Dann hast du jetzt ausgerechnet wie reingeht.
00:25:09: Was zum Beispiel?
00:25:12: Ja neulich zeige ich ein Video gepostet und da hab' ich einfach nur gefragt, was die lustigste Geschichte eurer Großeltern
00:25:18: ist.
00:25:18: Da hat halt jeder irgendwas zu sagen und wir haben irgendwie über sechshundert Kommentare mit irgendwelchen witzigen Geschichten von Großeldern.
00:25:26: Wie ich auch am Anfang meinte, jeder hat dann irgendwie so eine Geschichte wenn man an seine Großelter oder seine Eltern denkt.
00:25:32: Spannend!
00:25:33: dass das auch so ein Mitmachern aktiviert.
00:25:37: Und das Video, ich habe mich da fünf Sekunden lang gefilmt, hab nicht mal was gesagt oder hab einfach nur den Text drüber geschrieben.
00:25:44: Was ist die witzigste Geschichte aller Großeltern?
00:25:47: Ich hab gar nicht damit gerechnet, dass es jetzt wirklich die Decke geht.
00:25:51: Manchmal sind's genau die kleinen Dinge, die halt viel spannender sind.
00:25:54: Was sagst du Menschen, die meinen BtoC ist doch durch.
00:25:59: ohne Influencer Reichweite und WC-Budget geht da gar nichts mehr.
00:26:02: Also zum einen habe ich auch schon gesagt, dass es eigentlich jetzt total einfach und total gut ist eine Consumer App zu launchen.
00:26:13: Weil die Höhen einfach viel geringer sind.
00:26:16: also sei es Reichweite sei es die App zu entwickeln.
00:26:21: Ich glaube trotzdem muss natürlich das Produkt irgendeinen Mehrwert haben Und vor allem auch an Alleinstellungsmerkmal.
00:26:27: Also wahrscheinlich wenn man jetzt irgendwie die nächste App entwickelt, die es irgendwie schon dreimal auf dem Markt gibt.
00:26:34: Dann würde wie wahrscheinlich nicht funktionieren.
00:26:37: Ich glaube bei uns gibt's zwei Punkte also zum einen diesen Audio Aspekt.
00:26:42: Es gibt schon super viele Erinnerungsplattformen mit den Fokus Fotos.
00:26:48: Es gibt super viele Bücher mit dem Fokus halt schreiben aber dieses Audio Format ist recht neu Obwohl man es durch Podcasts, wie zum Beispiel diesen hier kennt.
00:26:57: Also die Leute kennen Podcasts und hören gerne Podcasts.
00:27:00: Es gibt ja auch diesen Podcastboom seit ein paar Jahren.
00:27:03: aber das, die das dann auch selber umsetzen?
00:27:05: Ich glaube, dass finden viele Leute spannend.
00:27:08: Und zum anderen ist es auch das Thema Familie.
00:27:12: Es gibts schon superviele Apps im Bereich Freundesgruppen.
00:27:18: Unter Kollegen, die man nutzt um Daten zu sammeln sich auszutauschen.
00:27:22: Aber irgendwie die Familie wurde so ein bisschen ausgelassen.
00:27:25: klar es gibt den WhatsApp Chat aber da schreibt man sich ja eigentlich nur hin und her und ist nichts fürs langfristige Festhalten.
00:27:32: Ja
00:27:33: Und ich merke auch vor allem wenn man dann eine andere Zielgruppe halt nochmal anspricht eben auch die Großeltern Auch die Babyboomer, die darf man nicht unterschätzen.
00:27:44: Die sind total begeistert und freuen sich jetzt auch ein neuer App auszuprobieren.
00:27:48: Und ich glaube einmal braucht man einen Alleinstellungsmerkmal im Sinne vom Produkt her.
00:27:53: Den schaffen wir mit dem Audioaspekt aber zum anderen vielleicht eine andere Zielgruppe sich daran zu trauen weil viele Leute sagen oh Großeltern!
00:28:01: Die können doch kein Handy benutzen das macht doch gar keinen Sinn doch können sie und sonst erklärt man denen das.
00:28:09: Ich hatte eine Vermutung, obwohl ich überhaupt nichts von Markforschung verstehe.
00:28:14: Das ist authentischer!
00:28:15: Wenn ich so miterlebe wie wir diese App nutzen... Wir drücken auf den Knopf einfach aufnehmen und dann geht es einfach los, weil sowas überhaupt nicht.
00:28:22: was passiert?
00:28:23: Und das ist ein bisschen ... ich weiß nicht ob du sowas vorher gemacht hast aber ich habe das mit meiner Schwester gemacht.
00:28:28: Wir hatten einen Kassettenrekorder.
00:28:31: Wir haben eine leere Kassette eingespielt Und haben uns stundenlang dann angefangen, irgendein Quatsch zu erzählen.
00:28:37: Also wirklich so richtig quatscht!
00:28:40: Und es endete immer mit dem Satz mal gucken ob das was geworden ist und dann haben wir da zurückgespult und uns das angehört und wir fanden das ultra witzig.
00:28:48: Meistens geht nicht darum einen professionellen Podcast
00:28:52: aufzunehmen.
00:28:52: Genau.
00:28:53: Das
00:28:53: muss man den Leuten auch einmal erklären.
00:28:55: Es geht nicht daran dass der perfekte Ton ist.
00:28:59: ohne sich zu versprechen, das aufnimmt.
00:29:02: Das geht eher darum eine authentische Geschichte festzuhalten?
00:29:06: Genau und das ist glaube ich genauer.
00:29:08: da hängt es wahrscheinlich.
00:29:10: Es wäre jetzt meine Vermutung.
00:29:12: Ich
00:29:13: bin neugierig weil ich selber mich sehr mit dem Thema hybride Strukturen auseinandersetzen.
00:29:19: also ich bin selber am Testen für uns als Freethinking Places.
00:29:25: wie können wir nicht effizienter werden.
00:29:29: Darum geht es gar nicht mal so zusammen, wie können wir im Prinzip ein Blueprint für einen neues Unternehmertum aufstellen?
00:29:36: Wir sind da nicht alleine.
00:29:37: Da gibt es viele andere Unternehmen die sich mit diesem Thema beschäftigen vom Kleinen.
00:29:42: Business ist auch Gründer ganz viel.
00:29:44: Wie nutzt Ihr KI AI im Alltag als Unternehmer?
00:29:51: Welche Themen löst ihr damit?
00:29:53: Ja also als allererstes Und auch, glaube ich am wichtigsten ist es für die Produktentwicklung.
00:29:59: Also Leni nutzt das vor allem um das Produkt immer weiter zu entwickeln und ich nutze es tatsächlich vor allem im Growth um teilweise Content Skripte zu erstellen.
00:30:11: wir haben da auch unseren eigenen Agenten der irgendwie unsere Personalty kennt meine Nehle Personality kennt und mir eben total dabei hilft Content zu schreiben.
00:30:23: Also ich lasse aktuell noch so ein bisschen die Finger weg, davon Fotos generieren zu lassen.
00:30:29: Ich
00:30:30: habe das am Anfang ein bisschen ausprobiert aber vor allem auf Social Media hat es gar nicht funktioniert.
00:30:34: Das haben alle direkt gesehen und es wurde als sehr unauthentisch wahrgenommen.
00:30:40: deswegen habe ich direkt gelassen und gesagt nein social media muss authentisch bleiben der Webseite nutze sich so ein bischen weil da denke ich ist okay wenn's ein bisschen werblicher wirkt Genau, aber ich kann mir auch vorstellen dass das in den nächsten Monaten immer besser wird und dann auch zur richtigen Content Generation genutzt werden kann.
00:30:59: Also nicht nur die Skript sondern eben dass man das für Fotos und Videos nutzen kann.
00:31:05: Und wir nutzen es natürlich als Sparing Partner im ganzen Tag
00:31:11: zum
00:31:11: Brainstorm um meine Gedanken zu strukturieren irgendwie sich auszutauschen.
00:31:18: wie findest du das?
00:31:20: Also das sind so die drei Säulen Produktentwicklung, Content
00:31:24: und
00:31:25: Sparing Partner.
00:31:27: Wenn du diese drei Sollen nimmst was war denn da der Gamechanger für euch?
00:31:30: Kannst du sagen, da gibt es einen Schwerpunkt?
00:31:33: Ja ich glaube der GameChanger ist dann doch in der Produktentwirkung einfach weil wir so viel schneller sind.
00:31:41: Wir auch am Anfang dachten, dass wir jemanden einstellen müssen.
00:31:45: Lenny kann programmieren und so weiter, der hat das in der Uni gelernt.
00:31:49: Aber trotzdem dachte er okay, wir brauchen noch mal einen richtigen Experten, der das schon jahrelang gemacht hat.
00:31:54: Und
00:31:55: es war dann gar nicht so ... Lenny sagt auch immer, er glaubt jeder, der irgendwie Lust, Motivation und ein bisschen Zeit mitnimmt, kann heute eine App programmieren zusammen mit KI.
00:32:06: Man ist halt viel schneller!
00:32:08: Ich glaube, da muss man jetzt auch mal kurz innehalten und mal unterstreichen.
00:32:13: Ich selber komme auch aus dem Softwarehaus.
00:32:17: Früher brauchte man zwei bis drei vier Entwickler für das was ihr heute tut.
00:32:25: Man weiß, was das an Ressourcen bedeutet finanzielle Ressoursen.
00:32:30: Jetzt habt ihr einen wirklich guten.
00:32:34: Ich weiß nicht genau, wie ihr das macht.
00:32:36: Ob ihr es mit Vibe-Coding macht oder wahrscheinlich?
00:32:38: Und braucht niemand mehr!
00:32:41: So ist vielleicht wahrscheinlich irgendwann gut noch jemand dazu zu bekommen damit man einfach nochmal da menschliches Sparing hat.
00:32:48: aber das ist schon ein wahnsinniger Fortschritt wenn man sich das mal überlegt.
00:32:54: und deswegen meine ich auch ich frage mich wie hat man das vor zwanzig Jahren gemacht?
00:32:58: also Menschen ja mit Menschen
00:33:00: aber dann halt auch mit Budget
00:33:02: Genau.
00:33:03: Das heißt im Umkehrschluss, dass man heute so was viel schneller zum Fliegen bringen kann und vielleicht wenn man ein Budget hat auch wenn es nicht so groß ist das vielleicht in den Vermarktungszahl reinbringt um da schneller go-to-market zu machen.
00:33:16: Und das finde ich einen spannenden Gedanken der vor vielen Jahren nicht möglich gewesen wäre.
00:33:20: Gibt es irgendwelche Entscheidungen die ihr bewusst gegen diesen Standardwachstumsweg getroffen habt?
00:33:28: Also Personalentscheidung hast du gerade genannt.
00:33:32: Was ist noch für dich der Standardwachstumsweg?
00:33:35: Die
00:33:35: Geld zu raisen sofort.
00:33:37: Habt ihr auch nicht gemacht?
00:33:38: Ja, das stimmt!
00:33:39: Wir haben ja aus dem Studium heraus gegründet und haben uns dann natürlich überlegt was machen wir?
00:33:45: und wir haben uns am Anfang umgeguckt und ganz viele Gründerstipendien gesehen und haben es dann auch für eins beworben und das hat dann auch geklappt.
00:33:54: Dementsprechend war so ein bisschen Erst mal für ein Jahr lang so eine kleine Sicherheit gegeben, dass wir von diesem Gründerstependium erst einmal leben konnten.
00:34:02: Warum wir nicht direkt ge-raced haben hatte mehrere Gründe.
00:34:06: Vom einen fand mir es ganz cool auch einfach die Kontrolle und ohne Ship zu behalten das zu machen worauf wir Lust hatten.
00:34:14: zum anderen war's aber auch wir wollten das Konzept noch richtig validieren.
00:34:19: Also am Anfang war das ja alles auf eigener Erfahrung, ich habe das Problem, Leni hat das Problem lass uns irgendwie zusammen eine Lösung finden für unsere Familien.
00:34:27: und dann haben andere Freunde und Familien gesagt hey uns geht es ähnlich und da waren wir cool scheinen sie mir nicht die einzigen, dann lasst uns doch gemeinsam und irgendwie die App also die App für alle zugänglich machen aber das war ja keine Validierung.
00:34:41: okay wir haben jetzt Markt-Research gemacht und das Produkt muss es geben.
00:34:46: Dementsprechend wollten wir am Anfang auch erst mal gucken, gibt es da wirklich eine Nachfrage?
00:34:50: Wollen Leute das nutzen oder liegen wir da total falsch?
00:34:53: und wir sind doch die einzigen.
00:34:55: Und als wir dann festgestellt haben nach dem Laund, ey doch, sind echt viele Leute daran interessiert zwar Mit ihren eigenen Use-Cases, also ich habe ja schon gesagt jeder nutzt das irgendwie anders.
00:35:06: und dann haben wir gesagt okay cool.
00:35:08: Wir haben jetzt ein halbes Jahr nach dem Launch auch noch unsere eigenen Kapazitäten genutzt im Go to Market in der Produktentwicklung.
00:35:15: Jetzt wäre es doch auch ganz cool das mit einem Investment zu skalieren.
00:35:18: genau
00:35:19: Ja
00:35:20: Aber wir wollten am Anfang wirklich diesen Proof of Concept schaffen bevor wir irgendwie Geld raisen Und haben halt auch gemerkt dass wir es gerade gar nicht brauchen.
00:35:28: Ja, und das ist smart.
00:35:29: Also erst im MVP richtig auf solide Beine stellen und dann geht's los.
00:35:34: Um zu sehen ob der Customer Value da ist.
00:35:38: Hätte ja auch sein können dass wir jetzt nochmal ändern müssen.
00:35:40: Hättet ihr auch sein könnt, dass wir merken ah okay Podcasts doch nicht das Ding.
00:35:44: Vielleicht müssen wir doch irgendwie eine Foto App machen oder vielleicht ist die Zielgruppe nicht die Wichtige?
00:35:50: Und dann muss man das vielleicht noch mal anpassen.
00:35:53: Ich bin als Audio-Liebhaberin ganz froh, für diesen Weg entschieden habt und eben nicht die nächste Foto-App gemacht haben.
00:36:02: Definitiv!
00:36:02: Ich stelle allen am Abschluss immer eine Frage.
00:36:06: Gibt es irgendwas, was deinen Alltag als Gründerin, als female Lieder massiv positiv beeinflusst hat?
00:36:14: Ein Ritual oder irgendetwas, egal was dir einfällt, was du gerne teilen möchtest mit allen anderen Liedern?
00:36:22: Ich habe am Anfang der Gründung extrem damit gestruggelt Mit vierundzwanzig direkt aus dem Studium raus zu gründen.
00:36:31: Ich hatte irgendwie Sorge, dass man eigentlich zwanzig Jahre Berufserfahrung braucht und ich kein Netzwerk
00:36:35: habe.".
00:36:36: Und was mir im letzten Jahr extrem geholfen hat, ist dass ich mir so ein vertrautes Umfeld geschaffen habe.
00:36:42: Zum Beispiel den Consumer Roundtable mit anderen Gründerinnen die in einer ähnlichen Stage sind.
00:36:48: Wir haben uns jetzt auch einen Office eingerichtet mit anderen gründer Teams, die auch an der ähnliche Stage sind selbst wenn sie etwas anderes machen und wirklich so einen kleinen aber vertrauten so close circle sich zu schaffen, die man immer was fragen kann.
00:37:01: Gestern frage ich dem neben mir im office Sitz Ey, ihr habt doch auch letzte Woche eure Arbeitsverträge aufgesetzt.
00:37:09: Könnt ihr mir den mal schicken?
00:37:11: Ich weiß gar nicht wie ich das machen soll.
00:37:13: Das hab ich noch nie gemacht und ihn einfach mal fragen kannst du es machen?
00:37:17: oder ja irgendwie.
00:37:19: ich muss jetzt irgendwie LinkedIn starten und ich will LinkedIn starte aber mir ist das unangenehm.
00:37:24: wie habt ihr das gemacht?
00:37:26: und da eben auf so einem vertrauten auf einer vertraute Ebene alles fragen zu können hilft
00:37:32: extrem.
00:37:32: Ich danke dir für dieses Gespräch, dafür dass du ganz viel mit uns geteilt hast.
00:37:37: Wir werden eure App auch verlinken in den Shownotes.
00:37:40: jeder der neugierig ist findet euch auch auf LinkedIn.
00:37:46: Ansonsten auch gerne über TikTok und Instagram, über euren Fameries-Account.
00:37:52: Ich finde mich kann sagen für meine Familie funktioniert es.
00:37:55: wir lieben's alle Über alle Generationen Und ich wünsche euch ganz viel Erfolg dabei.
00:38:02: Danke schön Carolina.
00:38:03: Vielen vielen lieben Dank für die Einladung.
00:38:05: vor allem hier in dem besonderen Ort heute im Küchentisch hat richtig viel Spaß gemacht.
00:38:10: Sehr gerne und einen herzlichen Dank hier nochmal an das Einrichtungshaus Ikea in Tempelhof, dass Sie uns die Möglichkeit gegeben haben diesen Ort zu nutzen.
00:38:20: Das war wieder eine Folge von Leaders and Missions!
00:38:26: Ich freue mich wirklich sehr, dass du eingeschaltet hast und hoffe es hat dir gefallen.
00:38:31: Lass uns gerne eine Bewertung da und teile diese Folge auf Social Media oder in deinem Netzwerk – ich sag tschüss und bis zum nächsten Mal wenn es wieder heißt Missions.
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