Mission #25: Wie man Impact skaliert, ohne sich zu verbiegen

Shownotes

Was passiert, wenn man sich seinen Beruf selbst erschafft – und damit eine ganze Branche herausfordert?

In dieser Episode spricht Carolina mit Simon über den Weg vom Architekten zum Unternehmer. Über die Idee, Architektur nicht länger als Dienstleistung zu begreifen – sondern als skalierbares Produkt mit Wirkung. Ein Gespräch über unternehmerischen Mut, systemisches Denken und den Preis, den echte Innovation manchmal fordert. Inspirierend, ehrlich, mit Tiefe. Wie aus einer Architekt:innen-Idee ein marktfähiges Produkt wurde

Themen dieser episode:

  • Warum die Baubranche mehr Innovation braucht – und wie man sie hineinträgt
  • Unternehmertum ohne Investoren: Gründung mit 0 Euro
  • Persönliche Missionen als Motor für Businessmodelle
  • Vom Wunsch zur Wirkung: Was Leadership heute wirklich bedeutet
  • Produktdenken statt Projektdienstleistung – ein Paradigmenwechsel
  • Was man verliert – und was man gewinnt – wenn man neue Wege geht
  • Skalierung ohne Kompromiss: Warum Haltung wichtiger als Wachstum ist

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00:00:00: Lider Sandmissions.

00:00:02: Der Podcast für visionäre Gestalter und alle, die Wirtschaft, Gesellschaft und Innovation aktiv mitgestalten.

00:00:11: Wir sprechen mit Menschen, die uns dadurch inspirieren, was sie auf den Weg bringen.

00:00:18: Mit Machern, Kreativen und Lidern, die durch ihre Visionen und Missionen den Wandel vorantreiben.

00:00:29: Ich bin Karolina und heute spreche ich mit Simon Becker.

00:00:33: Er

00:00:33: ist schon noch sehr verstaubt, sehr old-school oder der sich ein Fertighaus oder der sich da mit mal beschäftigt hat, weiß, wie langwierig die Prozesse sind, wie analog dort eigentlich alles läuft und funktioniert.

00:00:43: Und wir haben einfach gesagt, wir wollen der absolute Gegenentwurf dazu sein und unsere Marke, so ein bisschen diesem radikalen oder diesem Rebell-Charakter aufladen.

00:00:52: Ich sag immer gern, Wenn wir da draußen wahrgenommen werden als die New Kids on the Block, dann ist es genau das, was wir sein wollen, weil wir Dinge wirklich komplett anders machen.

00:01:02: Hallo Simon.

00:01:03: Hi Lina, grüß dich.

00:01:05: Simon, ich freue mich total, dass wir diese Aufnahme jetzt machen.

00:01:08: Wir kennen uns ja schon länger, über ein paar Jahre hinweg.

00:01:13: Und zum ersten Mal sitzt du hier bei mir am Mikrofon.

00:01:16: Und ich finde es ganz schön, weil wir viele Gemeinsamkeiten haben, aber doch manchmal kontrovers auf Dinge schauen und es ist immer sehr kurzweilig, mit dir in Diebdives zu gehen.

00:01:26: Deswegen freue ich mich sehr, dass wir das heute tun.

00:01:28: Herzlich willkommen.

00:01:29: Danke dir.

00:01:30: Mir ist es eine Freude.

00:01:31: Simon, ich kenne dich ein bisschen.

00:01:32: Was ist deine Mission?

00:01:34: Deine Motivation.

00:01:36: Warum Baubranche?

00:01:39: Eine der schwierigsten Branchen, die es überall gibt.

00:01:42: Was machst du da genau und warum tust du das?

00:01:44: Was ist deine Mission?

00:01:45: Wow, ja, das ist natürlich eine große Frage.

00:01:48: Ich versuche das mal so knapp wie möglich zu beantworten und es so ein bisschen runter zu dampfen.

00:01:54: Ich bin ursprünglich angetreten und angetrieben, einem guten Stück Architektur an Preisschild zu geben.

00:02:03: Also ich hab ursprünglich mal Architektur studiert, ich würde mich jetzt gar nicht als Architekt bezeichnen, das ist eine tolle Leidenschaft sicherlich, aber aus meiner Sicht kein so wunderbarer Beruf.

00:02:13: Ich musste immer irgendwie so in Richtung einer unternehmerischen Tätigkeit kommen und ich glaube, auf diesem Weg habe ich mich bisher ganz gut durchgeschlagen.

00:02:21: Aber die Fragestellung, die ich wirklich bearbeiten wollte, wie kann ich ein... Architektur weg von der Dienstleistung bringen hin zu einem produkthaften Ansatz, wo ich wirklich in das Verkaufen eines Stück Architektur kommen würde.

00:02:38: Und das wollte ich damals herausfinden.

00:02:40: Es sind fast acht Jahre her, dass ich mich damit beschäftigt habe.

00:02:43: Wir sind dann damit gestartet, sogenannte Minimalhäuser, also Kleinsthäuser zu entwickeln und in den Vertrieb zu geben.

00:02:51: Das war die ganz ursprünglichste Idee.

00:02:54: Ich fand das irgendwie faszinierend rauszufinden, ob man eine konzeptkreative Gründung mit null Euro starten kann und sich dann von der Seite in diesen Kosmos rein drängeln kann.

00:03:05: Und es war für mich damals wirklich so als Experiment auch gedacht zu sagen, ich hatte immer so unterschiedliche Ziele, die mich angetrieben haben.

00:03:12: Und das erste Ziel damals war, ich will meinen eigenen Beruf erschaffen.

00:03:18: Und das war so die erste große Mission.

00:03:22: dann habe ich mich da auf den Weg gegeben und wollte mich mit diesem Konzept als Unternehmer versuchen und habe auf dem Weg natürlich unfassbar viele Dinge gelernt.

00:03:29: Wie gesagt, ich komme grundsätzlich nicht aus einer klassischen gründungsaffinen Profession.

00:03:35: Als Architekt geht man in den Architekturbüro einen Punkt.

00:03:37: Das war mir aber nie genug so.

00:03:39: Deswegen kam das eben für mich dazu, das Unternehmer sein und werden, das wirtschaftlich der Ökonomen werden zu wollen, auf der Straße zu lernen.

00:03:46: Und da habe ich mir natürlich auch oft eine blutige Nase geholt.

00:03:48: Das muss man auch ganz ehrlich sagen.

00:03:50: Also gab es sehr, sehr, sehr viel Learning.

00:03:51: Aber ich habe das immer sehr genossen und sehr leidenschaftlich betrieben, mit diesen zwei Hüten auf meinem Kopf unterwegs zu sein.

00:03:57: Auf der einen Seite die Liebe zur Architektur und Design.

00:03:59: Auf der anderen Seite schon wirklich eine enorme Leidenschaft.

00:04:02: Sonst kann man das glaube ich auch nicht durchhalten.

00:04:04: Ja, das Unternehmerische für das Gründen.

00:04:07: Und so kam ich eigentlich aus diesen beiden Welten grundsätzlich in die Baubranche, weil ich hier was konnte und hier was wollte und mich da eben dann so pöpö mir den Weg da hinein gekämpft habe.

00:04:22: Ich glaube, ich würde gerne nochmal was unterstreichen, was du jetzt nur eben so nebenbei gesagt hast.

00:04:27: Und das ist wirklich eine Innovation.

00:04:29: Du hast es geschafft, aus einem Architekturdienstleistung ein Produkt zu erschaffen.

00:04:37: Also das ist wirklich schwer.

00:04:42: Es ist etwas, was eigentlich komplett konträr gegen ein gewachsenes System läuft.

00:04:48: Das ist absolut richtig.

00:04:49: Und es gibt ja diesen Ausspruch, wenn ich gewusst hätte, dass es nicht geht, dann hätte ich es auch nicht geschafft.

00:04:57: Und so war das aber.

00:04:58: Ich wusste nicht, dass es nicht geht und habe trotzdem angefangen daran zu arbeiten.

00:05:03: Und heute sehen wir einen extremen Trend im Bereich serielles, fertigen, produkthaftes Fertigen, wie wir das, wie gesagt, seit sieben Jahren machen, um in der Bauindustrie überhaupt zu überleben.

00:05:15: Also wir hatten damals schon aus meiner Sicht die richtigen Gedanken und Vorgedanken, um der Bauindustrie so ein Konzept Twist auch mitzugeben.

00:05:23: Wir merken das nach wie vor.

00:05:25: Also heute, wenn wir mit unseren Partnern in der Bauindustrie, aus der Bauindustrie arbeiten oder wenn wir auf Kongressen sind, auch nur Tagungen oder was auch immer, wir sind immer der Outlierer und wir haben immer noch einen extrem hohen Education-Anteil, insbesondere an Personen aus der Branche.

00:05:43: Also da noch mehr als an Fremde, also so, wenn ich sage, wir verkaufen heute Häuser, wie du dir einen Auto und Tesla konfigurieren bestellen kannst.

00:05:50: Okay, das verstehe ich.

00:05:52: Also ganz normales E-Commerce im Zweifel, einfach Häuser online verkaufen.

00:05:55: Aha, okay, wie sieht das denn aus?

00:05:57: Machen das Menschen wirklich und so?

00:05:59: Ja, das ist genau die Wette der Weg, in die wir schauen, in die wir gehen.

00:06:03: Weil das muss man auch dazu sagen, als wir... gestartet sind mit einem Serienprodukt in der Architektur, mit einem Preisschild, lag es natürlich auf der Hand, dieses Serienprodukt auch online zu vertreiben.

00:06:15: Und auch das ist natürlich etwas, das die Bauindustrie eigentlich gar nicht wirklich beherrscht und kann.

00:06:20: Und im Immobilienvertrieb ist das mittlerweile irgendwie anerkannt und irgendwie auch Volkssport, irgendwie online Immobilien zu suchen und zu finden, aber irgendwie besonders viel tiefer als das ist es eigentlich nicht gegangen, insbesondere nicht in unserer Nächsten verwandten Industrie der Fertighausindustrie.

00:06:37: Ist schon noch sehr verstaubt, sehr old school oder der sich ein Fertighaus oder der sich damit mal beschäftigt hat weiß, wie lang wir die Prozesse sind, wie analog dort eigentlich alles läuft und funktioniert.

00:06:47: und wir haben einfach gesagt, wir wollen der absolute Gegenentwurf dazu sein und ja unsere Marke so ein bisschen mit diesem radikalen oder das Rebell Charakter aufladen, ich sag immer gern.

00:06:57: Wenn wir da draußen wahrgenommen werden als die New Kids on the Block, dann ist es genau das, was wir sein wollen, weil wir Dinge wirklich komplett anders machen als die Industrie.

00:07:06: Und das Konzept aber dennoch funktioniert, weil eigentlich sagt die Industrie zu uns, es gibt einen Grund, warum es ist, wie es ist.

00:07:13: Und das muss so funktionieren, weil so hat es bisher immer funktioniert.

00:07:16: Und das glaube ich einfach nicht.

00:07:18: Also ich glaube nicht daran.

00:07:19: Ich glaube daran, dass man Dinge anders machen kann und beweisen kann, dass sie anders gehen und eben nicht, sie richtig sind, weil sie schon immer so laufen.

00:07:25: Ich muss dir sagen, ich finde euer Geschäftsmodell insofern sehr spannend, weil es aufbricht.

00:07:31: Man noch nicht genau weiß, ob es aufgeht am Ende des Tages.

00:07:35: Da würde ich tatsächlich auch nochmal ein Fragezeichen dran setzen.

00:07:38: Ich glaube, dass es mehrere Teile braucht, um einen Privatkunden dazu bewegen, ein großes Investment zu tun.

00:07:45: Beim Auto ist es ja auch so.

00:07:46: Ja, das Spannende ist eine, eine Industrie hat sehr vorgelebt, und zwar die Autoindustrie, dass man quasi Autos per Klick kaufen kann.

00:07:53: Das ist auch für eine Privatperson ein sehr großes Invest.

00:07:56: Ein Haus ist ein noch größeres Invest, weil wir reden ja über Roundabout eine halbe Million oder so, die man quasi per Mausklick irgendwann also rein theoretisch investiert.

00:08:06: Das heißt, wir spielen ja psychologisch mit der Angst, der Entscheidungsangst des Menschen.

00:08:11: So, die Frage ist, und das finde ich spannend an diesem Geschäftsmodell, wie Schafft man es, so ein tiefes Vertrauen in einem Online-Vertrieb aufzubauen, damit jemand wirklich klickt.

00:08:23: Das ist das Spannende.

00:08:25: Und das ist ja auch das, was euren Ansatz so spannend macht.

00:08:30: Auf der einen Seite quasi über eine Online-Community, die er aufbaut, zu verkaufen.

00:08:37: Auf der anderen Seite die Prozessketten im Thema das, ich sag mal, Fertigbau, Haus oder Fertighaus, nur zu optimieren, dass da so eine Win-win-Win-Situation entsteht.

00:08:50: Fangen wir mal bei dem an, was die meisten ganz schnell greifen können.

00:08:53: Wie lange dauert das so ein Haus bei euch hinzustellen?

00:08:56: Also, from-click-to-ich geht durch die Tür rein.

00:08:59: Ungefähr.

00:09:00: Roundabout.

00:09:01: Ja, also Liedzeiten, würde ich sagen, wenn man zügig unterwegs ist, ist es sechs Monate, im Regelfall aber eher so Richtung neun Monate.

00:09:11: Wobei der tatsächliche Prozess, dass der Herstellung des Hauses und der Auslieferung, wie wir sagen, total schnell ist.

00:09:19: Das ist eigentlich nicht das Thema.

00:09:20: Der Projektanteil, der nach wie vor da ist, Baugenehmigung, Entscheidungsfindung, Finanzierung, Grundstücksvorbereitung.

00:09:27: Das sind eben die Themen, die klassisch abgehandelt werden müssen, geht gar nicht anders.

00:09:33: Die ziehen das im Prinzip in diese Länge und den... Teil der Produktion, also wie schnell kann ein Eis von Produkt hergestellt werden und ausgeliefert werden, das verkürzen wir ganz drastisch.

00:09:43: Also so als Beispiel in der Fertighausindustrie, die ja als schnell gilt, wird ein Haus in wenigen Tagen im Rohbau vorproduziert, kommt dann auf die Baustelle, wird da als Rohbau hergestellt und dauert dann so drei bis vier Monate im Ausbau.

00:09:59: Bei uns dauert es etwas länger in der Produktion, zehn Wochen vielleicht, aber das ist natürlich eine Zeit, in der passiert nichts am Grundstück, das ist nicht besonders aufregend, das ist halt Hauswirt gefertigt unter Laborbedingungen, sage ich immer.

00:10:11: Und auf der Baustelle dauert es zwischen ein und vier Tage, je nach dem, welches Produkt wir da anbieten.

00:10:16: Also wir bieten ja von Kleinsthaus ab achtundzwanzig Quadratmeter bis zum Einfamilienhaus.

00:10:22: mit knapp hundred und vierzig Quadratmeter eine gewisse Bandbreite an.

00:10:25: Ein Familienhaus dauert etwa vier Tage, bis es einzugsbereit ist.

00:10:29: Also das ist schon nochmal eine drastische Verkürzung in der, ja, einfach in der Zeit einer Baustelle.

00:10:36: Baustelle ist teuer.

00:10:37: Baustelle hast du doppelte Belastung als Familie.

00:10:39: Du musst irgendwie den Glied schon bedienen, hast schon bestellt, lebst vielleicht noch zu Miete oder einem anderen Objekt und so weiter.

00:10:45: Also das deutlich zu verkürzen, schafft schon aus meiner Sicht wirklich große Vorteile.

00:10:50: Ja, das ist ein enormer Mehrwert.

00:10:52: Dann kann es ja tatsächlich bemessen in Zeitgeld- und Stresseinheiten.

00:10:56: Also jeder, der mein Haus gebaut hat, egal ob jetzt fertig oder anders, weiß, was das bedeutet.

00:11:03: Ja, und ich glaube, Zeit und Stress sind tatsächlich die größten Painpoints oder die größten Mehrwerde, die man arbeiten kann an der Städte.

00:11:10: Es gibt auch einen finanziellen Vorteil.

00:11:12: Dadurch, dass wir eben in Serie fertigen, wird jedes Haus besser.

00:11:15: Ich habe eine sehr hohe Qualität und ich habe im Zweifel auch eine immer geringer werdende, im Zweifel nachbesserungsthematik, weil das Credo ist ganz klar.

00:11:25: Produkte zu liefern, die eigentlich überhaupt gar keinen Nachbessungsbedarf haben.

00:11:30: Selbst wenn Autos ausgeliefert werden, auch Neuwagen, gibt es immer noch Kleinigkeiten, die hier und da gemacht werden können oder müssten oder die man bemängeln könnte.

00:11:37: Aber auf das Niveau muss man es eigentlich bringen.

00:11:39: Das ist in der Bauindustrie ein Standard, der ist überhaupt nicht gegeben.

00:11:44: Das ist Nachträge und das eine Gewerk hat das Verbockt, das andere soll übernehmen, dann gibt es gleich den Rechtsstreit.

00:11:50: Also das ist der Gang und gäbe, dass das so läuft.

00:11:52: dass es zu Verzögerungen kommt.

00:11:54: Also bauen ist irgendwie dirty und diese ganze Dirtiness zu übersetzen in Convenience am Endkunden, der ja die ganze Party bezahlen soll.

00:12:02: Das ist schon irgendwie Teil des Jobs aus meiner Sicht.

00:12:06: Das wird aber von der Industrie aus meiner Sicht komplett unterschätzt und also auch nicht gelebt noch nirgendwo.

00:12:11: Naja, und das hat halt, finde ich, halt nochmal einen sehr smarten Aspekt, dass du natürlich in der Lage bist, viel mehr durchzuproduzieren mit den gleichen Kapazitäten.

00:12:20: Klar, Effizienz eben.

00:12:21: Und das will ich weitergeben, auch monetär an die Endkunden.

00:12:24: Du hattest gefragt zum Thema, wie man eine Brand aufbaut, die dieses Vertrauen schaffen kann, dass man so eine One-Click-Buy, so eine Sofa-Buy-Mentalität erzeugen kann.

00:12:38: Wir experimentieren natürlich viel rum in diesem Bereich.

00:12:40: Das muss man auch ganz klar sagen.

00:12:43: Das sollte auch in der Natur einer jeden Konzept kreativen Gründung eines jeden Start-ups liegen.

00:12:48: Also auch unsere Sicht der Dinge auf, dass wir Häuser in Zukunft verkauft werden, transformiert sich dadurch.

00:12:54: Also wir haben eine Hypothese und die verändert sich natürlich über die Zeit.

00:13:00: Und ich glaube, die radikalste Darstellung ist genau jene zu sagen, ich kaufe ein Haus, wie ich auf Amazon eine Zahnrüste kaufen kann.

00:13:08: Und dann wird die auch in der hohen Convenience delivered.

00:13:10: Wir bleiben aber trotzdem dabei, dass du sagst, es ist ein Lifetime Invest.

00:13:16: Es gibt hohe Ängste, die meisten unserer Kunden sind ein First-Timer und sehr verunsichert, weil es so ein großes Invest ist und weil die Industrie mit dieser Intransparenz auch spielt.

00:13:26: Was wird es wirklich am Ende des Tages kosten?

00:13:28: Ist es unser Ruin oder unser größtes Glück?

00:13:30: Das liegt da alles sehr nah beieinander.

00:13:32: Und ich glaube nach wie vor auch daran, Menschen kaufen von Menschen.

00:13:36: Deswegen ist es auch wichtig, der Marke ein Gesicht zu geben und dafür stehe ich mit meinem Namen-Thema, klingt kitschig, aber es funktioniert.

00:13:43: Und es ist auch sehr, sehr wichtig, das auszustrahlen.

00:13:47: Und ich glaube, Marke kann das bis zu einem gewissen Schritt schaffen.

00:13:51: Und das ist eben auch sehr wichtig, dass wir in unserem Fall die Marke so aufbauen und darstellen, dass sie dieses Vertrauen suggerieren kann.

00:13:59: Aber am Ende des Tages wird immer ein gewisser Human Touch nötig sein, um die vollständige Sicherheit beim Endkunden zu erzeugen.

00:14:11: Ich hab genug Referenzen bei den Kunden bei uns Häuser gekauft haben, die das Haus noch nie gesehen haben und auch uns nie gesehen haben.

00:14:18: Also ich kann das beweisen, dass Menschenhäuser online kaufen.

00:14:21: Was ist da die kritische Masse, dass man sagt, das würden alle irgendwann so machen?

00:14:25: Also dieser Effekt, ich brauch kein Smartphone, niemand wird die immer als ein Auto online kaufen.

00:14:31: Wird man diesen Punkt irgendwann überspringen?

00:14:33: Möglich.

00:14:34: Aber für den Moment und ich glaube auch mindestens für die nächste.

00:14:37: Ich bin mal großbruch die nächste Dekade, wird es irgendwie diesen Human Touch beim Hauskauf benötigen, um diese Sicherheit zu erzeugen, Interessenten über die Ziellinie zu bringen und in den Bauprojekt zu kommen.

00:14:53: Und offengesprochen lieben wir auch diese Nähe, weil es macht uns Spaß mit unseren Interessenten durch die... durch die Häuser zu gehen, sie rumzuführen und die Produkte für sich selber sprechen zu lassen.

00:15:04: Das ist im Normalfall viel, viel wertvoller und besser als jeder, was in jeder Call oder jedes Angebot, das man verschicken kann, aber einmal da zu sein und einmal die Produkte für sich sprechen zu lassen.

00:15:14: Das ist eigentlich das, was am Ende des Tages wirklich das Vertrauen schafft und oft im Weg darunter die höchstmögliche Digitalisierung zu Unterstützung zu bauen.

00:15:23: Das ist eigentlich die erste Challenge, die ... in der Abgrenzung zur Industrie leicht ist, ... ... weil die Industrie da gar nichts macht.

00:15:32: Also die denken vielleicht, ... ... sie machen das ein oder andere, ... ... aber tatsächlich vom Kunden kommend ... ... und die Customer Journey dahin zu bearbeiten, ... ... dass Convenience an erster Stelle steht ... ... und auch Joyfulness in so einem Prozess, ... ... was ist da nicht gegeben, ... ... sondern das ist fragmentiert.

00:15:47: Old School, ... ... ich habe vor kurzem einen Testkauf gemacht ... ... und Ghost-Kauf muss man sagen, ... ... da habe ich als Angebot ein offenes Word-File bekommen.

00:15:55: Das war nicht zum Schießen.

00:15:56: Da dachte ich so, okay, ich dachte, wir müssen den Abstand zur Industrie ausbauen.

00:16:01: Ich glaube nicht so.

00:16:01: Ich glaube, der Abstand ist in manchen Bereichen so hoch.

00:16:06: Das ist für mich unglaublich, ne?

00:16:07: twenty-fünfeinzig.

00:16:09: Ein offenes Word-File in Times-Uroman mit irgendwie vierhundertfünfzigtausend Euro-Angebot.

00:16:13: Und daraus wollte ich dann committen.

00:16:14: Also deswegen, diese Branche ist total reif, dafür irgendwie Veränderung herbeizuführen.

00:16:21: unser Spiel ist natürlich dann Sichtbarkeit zu erzeugen, in die Breite zu kommen und das einfach klar ist, da gibt es einen Marktteilnehmer, der macht die Dinge eben anders und setzt auf Convenience und Geschwindigkeit und natürlich extrem gutes Design.

00:16:34: Was ich kann spannend finde, gerade aus euren ersten Jahren heraus, habt ihr viel im Airbnb-Bereich ausgeliefert, gerade Cabins.

00:16:44: Und man kann tatsächlich in diesen Projekten auch Probe wohnen.

00:16:48: Da gibt es ganz schöne Beispiele.

00:16:50: Man ist natürlich nicht in dem Einfamilienhaus, aber der Style, der Look und viel und die Materialität ist ja das Gleiche.

00:16:55: Es ist bloß ein bisschen größer dann hinter dem Einfamilienbauf.

00:16:58: Richtig?

00:16:59: Das ist richtig.

00:17:00: Ich denke schon, wir haben eine Design-DNA entwickelt über die Zeit.

00:17:04: die entlang der gesellschaftlichen Bedürfnisse und Trends steht, aus unserer Sicht natürlich, das war immer der Grundsatz zu sagen, also Wohnräume an sich dürfen auch neu gedacht werden, Bedürfnisse, Gesellschaft verändert sich und das Wichtig und Gute und da muss man am Zahn der Zeit bleiben.

00:17:21: Und wir setzen halt ganz klar auf natürliche Materialien, größtenteil.

00:17:25: technische Kreisläufe, damit man Häuser auch wieder abbauen kann und auftrennen kann.

00:17:31: Wir denken über Geschäftsmodelle oder Hausmodelle nach, die einen zweiten Use Case erfüllen können.

00:17:36: Sprich kann man ein Einfamilienhaus auch in zwei Teile teilen, nach zwanzig Jahren Nutzungsdauern um zwei... Ohneinheiten daraus zu machen, also sozusagen den Life-Seikel zu erweitern, zu verlängern.

00:17:47: Ich denke, dass die Designsprache, also skandinavisch, japanisch, hat sich, glaube ich, in Mitteleuropa sehr bewährt.

00:17:53: Es ist ruhige, es muss ruhig ausstrahlen, es muss gemütlich sein, es muss wohnlich sein.

00:17:58: Das sind, glaube ich, alles wichtige Bedürfnisse, die wir allein schon mit einer Architektur befriedigen können.

00:18:04: Ich glaube auch, dass Wohnräume sehr stark zur Wohlbefinden beitragen können, also insbesondere was das Thema Belichtung, Licht und auch Belüftung natürlich am Ende des Tages angeht.

00:18:15: Viel wird immer gesprochen über Energieeffizienz und Energieeinsprache und so.

00:18:18: Ja, das ist extrem wichtig, aber es gibt eben auch ganz andere, ganz wichtige Faktoren, die deinen Well-being, dein Leben beeinflussen können durch eine gute Behausung.

00:18:27: Ich liebe zum Beispiel, wenn ich in so ein vermietetes Objekt komme, in so eine Cabin.

00:18:31: Die riechen natürlich auch nach Jahren noch ganz wunderbar frisch nach dem Holz.

00:18:35: Der große Teil der Wandverkleidung ist ja einfach Holz.

00:18:41: Und das duftet natürlich wunderbar und das senkt den Herzschlag nachweislich und so weiter.

00:18:44: Also das sind alle so Themen, so viele kleine Ingredients, die zusammenkommen, um aus meiner Sicht einfach ein überzeugendes Produkt zu liefern.

00:18:55: Dafür sind wir auch angetreten, am Ende des Tages gute und nachhaltige Wohnräume zu schaffen, weil das haben die Menschen verdient.

00:19:01: Das Problem ist dann nur einfach, heute kann man jeden Mist produzieren.

00:19:06: Es wird doch einfach verkauft.

00:19:07: Wohnraummangel ist enorm.

00:19:09: Ich kann an der Abbruchkante der Qualität Häuserausliefern, Verkaufen, Angebote machen gilt auch für den Bereich mobilien Wohnungen und so weiter in Städten.

00:19:17: Und dann sieht man eben wie so eine junge Familie in einem.

00:19:21: Ja, mit so einer günstigen Miete in so einem Objekt irgendwie wohnen muss, das schlecht belichtet ist, keine guten Materialien hat und so weiter.

00:19:28: Das sehe ich nicht.

00:19:29: Da muss man ran, das muss man verbessern.

00:19:32: Natürlich bleibt das ein Familienhaus und auch die Konzepte, die wir fahren, im ersten Schritt ein Thema, das Ressourcen bindet, das im Zweifel auch teuer ist, das muss man sich leisten wollen.

00:19:44: Aber wir setzen da ganz klar auf Qualität.

00:19:46: Also das ist ein keine Luxus-Brand, das will ich auch klar darstellen.

00:19:49: um eine gute Qualität.

00:19:51: Aber von dort aus geht es eben zu entwickelnden, die Masse zu kommen und im weiteren Verlauf auch die Kosten zu senken, da einfach am Ball zu bleiben und immer zu überlegen, wie kann man gute, gesunde Wohnräume auch zu vielen Menschen wie möglich bereitstellen.

00:20:04: Das ist schon sicherlich ein wichtiger Punkt.

00:20:06: Wir starten eben diese Journey aus unserer Sicht aus dem... Produkthaften vom kleinsten Haus bis zum einen Familienhaus und dann soll die Reise auch weitergehen in Richtung oder denkbar in Richtung Reihenhaus, Mehrfamilienhaus und Co.

00:20:19: um dann eben noch effizienter produzieren zu können.

00:20:22: Weil du eben gesagt hast, skandinavisches Design quasi hat sich im Mitteuropäischen Raum etabliert.

00:20:30: Es gibt ja noch einen ganz großen, gelb-blauen Riesen, der sich über viele Jahre quasi extrem positioniert hat.

00:20:38: Ja, wir können es ja benennen.

00:20:39: Also, ich ziehe den Hut für IKEA, was sie geschafft haben, quasi im Möbelbereich, was sie jetzt halt in anderen Nischen, in die sie sich halt reinarbeiten, sozusagen jetzt weiter.

00:20:49: Und das spannende in deinem Zusammenhang Sie fangen jetzt im nordamerikanischen Markt tatsächlich auch mit Tiny Houses an.

00:20:56: Ja, was hältst du davon?

00:20:58: Also ich halte nichts von Produkten an der Abbruchkante der Qualität.

00:21:03: Das muss ich aber klar darstellen.

00:21:05: Das muss jeder für sich am Ende des Tages entscheiden.

00:21:07: Aber es gibt natürlich Gründe, warum auch in Mitteleuropa all die IKEA und Co ihre Daseinsberechtigung haben.

00:21:17: Preis ist sensitiv bei uns.

00:21:20: Es gibt auch große Fertighaushersteller, die sich als Preisführer darstellen, die Menschen in Wohnraum bringen.

00:21:27: Ich will das nicht verurteilen, das ist irgendwie ganz wichtig.

00:21:31: Und ich bin immer Fan davon, dass Konzepte ausprobiert und getestet werden.

00:21:35: Ich denke eben, wenn man mal das Konzept Tiny House hernimmt, in Deutschland aus meiner Sicht ein Versprechen auf Wohnraum überall.

00:21:43: Jeder kann zu günstigen Reisen überall wohnen, solange sich damit begnügt, selbst Tiny unterwegs zu sein.

00:21:51: Ich mag das Wort übrigens nicht.

00:21:52: Wohnräume sollen nicht niedlich und winzig sein, sondern sie sollen eine gute Qualität bieten.

00:21:57: Das muss man auch definieren, was ist eine gute Qualität, also nur weil was klein und winzig ist, heißt das noch lange nicht, dass ich mich als Minimalist out und darf oder irgendwie in der Soffizienzdebatte irgendwie den höchsten Hut auf habe.

00:22:09: Deswegen, ich bin grundsätzlich Fan davon, wenn solche Konzepte... angenommen werden, von großen Playern und dann skaliert sind, weil das im Prinzip sind Maschinen, die eben skalieren können.

00:22:22: Ich war jetzt noch nie in so einem Produkt von Ikea, aber wenn die es damit schaffen, Wohnräume zu bieten, wo vorher keine möglich waren.

00:22:30: Und dass selbst gewählt auch ein würdiger Wohnraum ist, dann, wie gesagt, würde ich mich das nicht als Fan darstellen, aber finde ich hat es mit wirklich definitiv eine Daseinsberechtigung.

00:22:40: Also das finde ich grundsätzlich gut.

00:22:41: Diese Tiny House Nische sehen wir in unserem Kontext noch eins unter dem, was wir anbieten.

00:22:46: Wir starten ja immer mit vollwertigen Fertighäusern, für die man auch Baugenehmigungen bekommen kann.

00:22:51: Alles, was da drunter stattfindet, hat einen sehr starken Aufschwung erlebt.

00:22:56: insbesondere durch diesen Zinsschock, dass man mit noch günstigeren Häusern eben außerhalb des Baurechts unterwegs ist.

00:23:03: Ich habe aber kein Problem mit dem deutschen Baurecht, weil es regelt einfach, dass man sicher wohnen wird und kann.

00:23:09: Und wenn man sich dem entzieht... bin ich mir auch nicht so schlau, wenn ich irgendwie in so eine Ghettoisierung des Wohnraums komme.

00:23:16: Aber es hat halt immer noch so einen gewissen Touch von Guerilla und das mag ich eigentlich.

00:23:20: Du sprichst also mehrere Punkte an.

00:23:21: Also ich finde es auch großartig, weil es einen Trend darstellt.

00:23:25: Also tatsächlich, dass so jemand oder so ein großer Konzern in diese Richtung schreitet.

00:23:30: Da sieht halt so den Nied und die Möglichkeiten.

00:23:34: Aber du sprichst etwas an mit dem Baureich.

00:23:36: Es hat auch einen Grund, weswegen das in bestimmten Märkten.

00:23:40: In Australien wäre zum Beispiel auch so ein Markt dafür, wo einfach die Schwelle zu bauen, halt sehr niedrig gesetzt ist.

00:23:45: Da kann ja im Prinzip jeder aus einem Container oder was auch immer irgendwie was zusammenschustern.

00:23:49: Und da ist, ich sag mal, der öffentliche Hand, erst mal egal, ob das Ding dann zusammen ist, ist ja sehr polarisiert.

00:23:54: Aber es könnte zusammenkrachen und keiner kümmert sich erst

00:23:57: mal drauf.

00:23:59: Ist das gut, fragen wir uns.

00:24:00: Ist das gut, fragen wir uns.

00:24:02: Vor allem bei Naturkatastrophen etc.

00:24:04: Da sehen wir ja die Dramatik in dessen, wie leicht gebaut wird, wenn dann ganze Landstriche komplett umgesäbelt werden.

00:24:12: Das hat dann noch mal eine ganz andere gesellschaftliche Konsequenz.

00:24:15: Von daher glaube ich auch, dass Baurecht auch seinen Daseins... Berechtigung hat, es darf halt nicht komplett blockieren.

00:24:21: Die Bürokratie dahinter nervt natürlich hoch und runter, keine Frage.

00:24:24: Und auch diese Entscheidungslosigkeit, das will ja keiner irgendwas entscheiden oder irgendwie sich bewegen, das ist ein Riesenproblem.

00:24:32: Aber das Baurecht an sich, dass so die gewisse Bande vorgibt.

00:24:37: Wer im Rahmen dessen anbauen kann und soll, das ist schon ein wichtiges Werkzeug aus meiner Sicht.

00:24:41: Auch der Städtebau hat seine Berechtigung.

00:24:43: Das will ich dem nicht absprechen.

00:24:45: Also wenn wir schon allein zu unserem Alpenstaat rüberschauen nach Österreich, wieder die Zersiedelung immer weiter voranschreitet und überall ein kleiner Hof und da noch ein Aussiedler und da noch einer, der seinen eigenen Zübchen kocht, das sind natürlich infrastrukturell Monster, die da gebaut werden.

00:24:59: Also von daher gibt es schon gewisse Regeln.

00:25:02: bei denen ich sage, nach denen kann man spielen und wenn man das tut, dann hat man auch ein sicheres Geschäftsmodell.

00:25:07: Wir hatten diese Entscheidung lange vor uns auf dem Tisch, im Jahr two-thausend-bei-siebzehn.

00:25:12: Mit der klaren Überlegung gehen wir links in die Richtungen.

00:25:16: Gebäude, die eben nicht GEG-konform sind, also nach Gebäudeenergie gesetzt, also für den Baurecht gebaut sind, oder gehen wir in den Bereich, wo wir sagen können, wir können immer sicher auf jedem Grundstück bauen, brauchen halt eine Baugenehmigung.

00:25:29: Und für mich war das einfach der richtige Weg, in ein nachhaltiges Geschäftsmodell zu kommen, zu sagen, wir bauen Häuser, für die man eine Baugenehmigung bekommen kann, weil alles andere wird irgendwann in einem Graubereich enden.

00:25:40: Genau, und Graubereich heißt natürlich dann auch, vielleicht irgendwann der Stempel Schwarzbau, was auch immer, und dann heißt es der Abreisen.

00:25:47: Und das ist für einen privaten Anleger die Katastrophe, ne?

00:25:51: Ja, klar.

00:25:51: Also Grau gibt es eigentlich da nicht, ne?

00:25:53: Es gibt halt Schwarz oder Weiß, wenn man ehrlich ist.

00:25:55: Genau,

00:25:56: genau.

00:25:57: Ich war lieber, ich war da in dem Fall eher für Weiß, wobei Architekten ja immer Schwarz tragen.

00:26:00: Ja, ja.

00:26:02: Auch ein Spiel

00:26:03: als Welt.

00:26:05: Sehr gut.

00:26:07: Simon, was meinst du, wo sich das Him bewegt in die nächste Dekade, sagen wir es mal so?

00:26:12: Ich meine, das ist natürlich etwas, was langfristig gedacht.

00:26:16: werden muss.

00:26:16: Es ist ein langsameres Geschäft nach wie vor als, ich sag mal, so ein klassisches Scale-Up, was halt über Tech so ein bisschen an der Kante von PropTech, FinTech, Produkt.

00:26:29: Also man kann es ja in viele Richtungen noch weiter denken.

00:26:32: und wirklich klassisches Baugeschäft, im Prinzip nachhaltiges Bau und digitale Prozesse und neue Lebenskonzepte, wenn man so drei Anker schmeißen möchte.

00:26:42: Aber welche Chancen?

00:26:43: siehst du denn da so in Zukunft?

00:26:45: Wo soll das hin?

00:26:47: Tatsächlich ist es ein Thema oder eine Thematik, die wir uns angezogen haben und mit der wir uns seit Beginn, seit Gründung beschäftigen.

00:26:55: Was sind wir eigentlich so?

00:26:57: In welcher Schublade muss man uns finden?

00:26:59: Christoph Redke hat mal behauptet, wir sind gar kein Start-up.

00:27:02: Grüße, Christoph.

00:27:03: Ich habe das damals nicht verstanden, was es eigentlich heißen soll.

00:27:05: Ich dachte, klar, sind wir ein Start-up, wir legen gerade los.

00:27:08: Was sollen wir denn sonst sein?

00:27:09: Heute weiß ich, was er meint.

00:27:10: Denke der Begriff... Den wir uns geben würden ist sowas wie nächst Mittelstand, weil das ist glaube ich die so eine.

00:27:17: Wir haben ein super Team, das progressiv denkt, dass eine hoch innovative Kultur in sich trägt, das schnell denkt und das schnell handeln will, das Dinge ausprobieren will, Fehler machen, will und kann und sich dann eben schnell entwickeln wird.

00:27:31: Trotzdem sind wir im Baubereich mit langen Lead Times und.

00:27:34: Ja, es ist natürlich eher asset heavy, es ist nicht so ein Konzept, dass man heute gründet in zwei Jahren irgendwie verkauft oder mit drei WC-Runden in Eigenoptimierung und großem Ego dahin bekommt, dass man den Exit anpeilt, sondern hier geht es wirklich darum, leidenschaftlich an den Thema dran zu sein, dass einfach langfristig gedacht ist, langfristig bestand hat.

00:27:53: Dennoch ist es, muss man ganz klar sagen, ein gut laufendes Fertighausunternehmen oder Hausbauunternehmen ist dann doch näher an der Bauwirtschaft und das sind Ende des Tages Cash-Counts.

00:28:04: Und ich glaube, die Effizienzsteigerungen, die wir erreichen können durch... Wie gesagt, ein digital auch KI-gestützten Vertrieb in Zukunft, plus eine sehr schnellen Serienfertigung, bildt, glaube ich, schon die Chance, Wegbereiter zu sein, a, für Nachahmer, aber eben auch für einen neuen Standard, wie in Zukunft gebaut werden wird.

00:28:22: Und das ist genau das, was wir da sein wollen, die Speerspitze der Innovation sein, Dinge auszuprobieren und das in die Zukunft zu bringen.

00:28:30: Und da sehe ich auch das Unternehmen immer weiterentwickelnd, zahnt der Zeit, was Digitalisierung ... und die KI und so weiter angeht auf der ... Kunden und Convenienzeiten und auf der Produktzeit desgleichen.

00:28:43: Man darf auch da nicht stehen bleiben, immer weiterzuentwickeln, auch neue Produktkategorien zu denken, zu erfinden, die auch im Zweifel mal neu zu benennen, den anderen Namen zu geben und auch so eine Marke aufzubauen in der Bauwirtschaft.

00:28:55: Also nennen wir drei Marken, die du kennst im Bereich Hausbau.

00:28:59: So, actually doesn't exist.

00:29:02: So allein schon irgendwie ein interessanter Bereich.

00:29:04: Also ganz, ganz viele spannende Aspekte, die es ganz langfristig zu bearbeiten gilt.

00:29:09: Und wie gesagt, also ich denke so, das soll auch ein Vorbild vielleicht sein für dieses Nicht-Jedes-Geschäftsmodell, wenn man gründet, muss irgendwie Tech-High-Tech sein und schnell drehen und sofort irgendwie die massive Rendite abwerfen, sondern es ist auch ganz wichtig, im Sinne der Gesellschaft und des gesellschaftlichen Wandels Dinge zu tun, die länger dauern.

00:29:29: Das ist okay, da braucht man einen langen Atem.

00:29:30: Fehlen, glaube ich, auch so die Dickbrettbohrer, um die großen wichtigen Themen anzugehen.

00:29:36: Aber auf der Ebene wollen wir eben einer derjenigen sein, die das auch vormachen, auch wenn der Weg länger ist, vielleicht steiniger ist, härter ist.

00:29:43: Aber es geht darum, was zu schaffen, was bestand hat.

00:29:46: Danke dir dafür, dass wir mal so ein bisschen in deine Welt eintauchen durften heute.

00:29:51: Siehmann, zum Abschluss stelle ich jedem Lieder die Frage nach seinem persönlichen Hack.

00:29:59: Ein Ritual.

00:30:01: Irgendetwas was deinen ja und tooling was auch immer irgendetwas was deinen persönlichen arbeitsalltag oder alltag halt massiv positiv verändert hat.

00:30:12: ich gebe dir mal ein beispiel die range geht von tools über routinen bis hin zu einfach schlafen.

00:30:23: Also und es ist total spannend, weil jeder daraus halt was mitnehmen kann für sich selber.

00:30:28: Also ich wünsche mir am Ende des Podcasts.

00:30:32: ... der Podcast-Reihe.

00:30:35: Ein Buch, in dem all diese ... ... Erkenntnisse niedergeschrieben sind.

00:30:39: Ich wünsche mir ein Buch, ... ... ne, ... ... zwanzig, zwanzig, ... ... wünscht man sich da noch Bücher, ... ... keine Ahnung.

00:30:42: Also, ... ... ich habe da ganz, ganz viel ausprobiert ... ... und das ist für mich selber ... ... so ein ganz wichtiger Punkt, ... ... weil ich, ... ... ich muss ja up and running sein, ... ... ne, ich muss gesund bleiben ... ... und darf nicht, ... ... nicht zerbrechen, ... ... zur Grunde gehen.

00:30:53: ketzerische Stimmen, zitierend Burnout ist unprofessionell.

00:30:58: Also ist nicht so, es gibt viele unterschiedliche Umstände, aber so polemisch dargestellt ist es schon auch in der Aufgabe eines Lieders sich um sich selbst zu kümmern.

00:31:08: Und es auch auszustrahlen, um es auch weiterzugeben.

00:31:10: Ich glaube, da tut sich die Gesellschaft immer noch sehr, sehr schwer, das anzunehmen.

00:31:16: Es ist nicht der erste, der aufsperrt, der letzte, der geht und... ...fünfundzwanzig Stunden am Tag arbeitet, acht Tage die Woche.

00:31:23: Weil das bringt nichts, das wissen wir alle.

00:31:25: Das ist zwar schön, wenn man das irgendwie kann, aber die Frage ist, wie ist man besonders effizient und wie kann man es halt auch lange durchhalten.

00:31:31: In unserem Bereich sagen wir, wir sind keine Sprinter, wir sind Marathonläufer.

00:31:35: Auch wenn man halt auf den Pace gucken muss, dass man eben nicht langsamer wird oder eher trotzdem immer noch ein bisschen schneller.

00:31:42: Ich glaube meine Hex, die sich wirklich über die ja meine Zeit als Unternehmer durchgezogen haben, die sind ziemlich stumpf, weil die sind guter Kaffee und laufen gehen.

00:31:54: Also ich brauche diesen Flowzustand.

00:31:56: wo ich den Kopf leer bekomme.

00:31:58: Ich suche immer diesen Moment, wo ich eben nicht, wo die Maschine ausgeht.

00:32:02: Damit tue ich mich extrem schwer, also Maschine heißt das Gehirn, wo ich das auf null bekomme, weil das ist der Moment, den das Gehirn braucht, um leistungsfähig zu sein.

00:32:11: Das ist so meine Erkenntnis.

00:32:12: Und wer das überschlafen hinbekommt, der ist glücklich.

00:32:16: Also ich kann das nicht, weil mein Gehirn arbeitet.

00:32:18: ... und das Laufen, auch Schwimmen im Zweifel ... ... sind so Bereiche, die habe ich nur für mich, ... ... wo ich wirklich in so einen Flow-Zustand komme, ... ... bei dem ich wirklich mal komplette Ruhe im Kopf habe.

00:32:31: Und das genieße ich sehr ... ... und das brauche ich auch sehr.

00:32:35: Aber es ist dieses ... ... früher haben wir immer gesagt, wir versuchen so, also ... ... das On-Off-Konzept, ja, im Yoga, ... ... es ist eine Art mit Ausatmen und so, ja, dieser Rhythmus.

00:32:44: Aber ich glaube, man braucht einfach diese ... ... Momente, in denen man ... diese Lehre, dieses weiße Blatt irgendwie vor Augen hat, wo keine Stimme im Kopf tobt und so weiter und um dann von dort aus weiter zu machen und sich halt trotzdem mit allen Themen zu beschäftigen, die ich effizienter machen und dafür sorgen, dass du gesund bleibst.

00:33:04: Also wer da Routinen setzt, um sich herum hat, die das leisten ist, das allein ist schon eine ziemliche, das ist schon anzuerkennen.

00:33:12: Ja.

00:33:13: Ja und du sprichst etwas aus, was viele immer nur so am Rand so erwähnen und ich habe dem jetzt gerade auch mal diese fünf Minuten Raum gegeben.

00:33:22: Es ist so wichtig, dass wir als Motoren dieser Unternehmen im Balance bleiben.

00:33:27: Das ist so wichtig, weil wir halt Verantwortung für ganz viele Menschen tragen, für unsere eigenen Familien in der Regel, aber auch für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterinnen und die Idee, die wir tragen und im Zweifel noch Investoren.

00:33:39: Und da müssen wir gut funktionieren, aber so, dass es sich auch gut anfühlt.

00:33:43: Und ich kenne das.

00:33:44: Mein Kopf hört auch nie auf zu denken.

00:33:47: Ich weiß genau, von was du sprichst, Simon.

00:33:50: Absolut.

00:33:50: Klar ist ja, bei der Flut der Themen auch gegeben.

00:33:53: Von allen Seiten kommen ganz unterschiedliche Einflüsse.

00:33:55: Und das macht natürlich auch die Spannung im Zweifel aus.

00:33:58: Aber dafür ist es, glaube ich, extrem wichtig, diese Klarheit zu behalten.

00:34:03: Ja, und das ist ein Marathon.

00:34:04: wie du sagst.

00:34:05: Und ich glaube, die Kunst ist das, und das habe ich für mich festgestellt, dieses Sprint and Stop.

00:34:11: Also ich bin nicht mehr, früher bin ich so, Rennen, Rennen, Rennen, Rennen, schneller, Rennen, Rennen, Rennen und dann rennst du ja irgendwann gegen die Wand.

00:34:18: Also man kann es halt nicht.

00:34:19: Und ich bin so so einer Run and Stop, also wie so eine Marathon im Sprinten.

00:34:25: Also so, mal so.

00:34:27: Intervalltraining.

00:34:28: Aber ich brauche auch die Bewegung abzuschalten.

00:34:30: Und ich habe gelernt, diese Bewegung ein Stück weit zu verändern.

00:34:34: Früher habe ich Hardcore extrem an der Kante trainiert.

00:34:38: Und ich bin aber auch eher zu Marathonläufer geworden.

00:34:41: Also ich lauf kein Marathon.

00:34:42: Stand heute.

00:34:44: Einer meiner Kompagnen hier will mich dazu überreden, dass wir auch mal Marathon laufen.

00:34:48: Mal gucken, ob ich das tatsächlich tue.

00:34:49: Nein, aber ich brauche auch die Bewegung, um abzuschalten.

00:34:52: Also ich kann beim Golfen wunderbar abschalten.

00:34:55: weil ich mich da auf was anderes und ich bin in Bewegung lange Zeit frische läuft, aber es ist alles was... das ist eigentlich nicht magic, aber da komme ich wirklich runter.

00:35:05: Und beim Kalten, also beim Wassersport, komme ich auch richtig runter.

00:35:10: Ja, weil da auch wenig technische Einflüsse von außen dann sind.

00:35:17: Eben, das ist alles was irgendwie naturnal Erfahrungen bietet, das sind eben diese Punkte.

00:35:21: Ich versuche einmal im Jahr irgendwie so eine... allein irgendwo hinzufahren, zu wandern.

00:35:26: und wirklich eine Woche für mich, ich weiß nicht, letztes Jahr war ich in Schweden, habe eine Woche im Wald verbracht.

00:35:31: Man würde es nicht glauben, aber ich habe noch nie, also in den letzten zehn Jahren nicht so gut geschlafen wie in dieser einen Woche auf dem Waldboden.

00:35:38: Du sagst, es ist no magic, aber irgendwie dann doch, also es fühlt sich an wie magic, aber es ist nur Natur.

00:35:45: Na ja, man muss sich das selber erlauben, sich diese Zeit zu nehmen, damit man halt hinterher wieder...

00:35:50: Genau.

00:35:51: Anfangs

00:35:51: kannst du sprinten.

00:35:53: Ja, aber das ist schwer.

00:35:54: Das ist nicht so ein Machhalt, sondern das ist schwer.

00:35:57: Aber ich glaube, genau das zeichnet gute Lieder aus.

00:36:02: Dieses Bewusstsein dafür zu haben.

00:36:04: Okay, jetzt muss ich mal kurz auf die Stopptaste drücken oder ich laufe mal drei Schritte.

00:36:09: Langsamer.

00:36:10: kann dann bessere Entscheidungen treffen.

00:36:12: Und es gibt heutzutage tolle Tools, wie Kaidi uns das möglich machen, diese Zeit uns rauszuarbeiten.

00:36:18: Ich glaube, das sollten wir annehmen.

00:36:21: Simon, ich danke dir.

00:36:23: Du hast mich auch ins Bild.

00:36:24: Vielleicht schreibe ich mal ein Buch über diese Ergebnisse.

00:36:26: Ja, eben, absolut.

00:36:27: Also wie gesagt, das würde mich brennt interessieren, was die unterschiedlichen Lieder da an Hacks und Tools für sich identifizieren.

00:36:35: Weil das ist genau das, was es ja auch braucht, auch diese Einflüsse.

00:36:38: Ach, das würde ich mal ausprobieren.

00:36:42: Und sagen, dann habe ich noch nicht gedacht.

00:36:43: Aber wenn du das so denkst und machst, dann würde ich es mal testen.

00:36:46: Weil die meisten Dinge sind ja bekannt.

00:36:48: So ist ja meistens kein Rocket-Sign, was jemand neu erfunden hat.

00:36:51: Sondern es ist wirklich einfach so, was ist die Routine und was funktioniert und was funktioniert nicht.

00:36:57: Genau.

00:36:57: Und manchmal kommt man halt nicht selbst auf die Idee und dieser Impulzer hilft einem dann, vielleicht was Neues auszuprobieren.

00:37:02: Vielleicht ist es ja das, was einem selber gut tut.

00:37:04: Ja.

00:37:06: Das war ein schöner Schluss.

00:37:07: Danke dir, Simon.

00:37:08: Danke

00:37:08: dir.

00:37:09: Das hat mir sehr viel Spaß gemacht.

00:37:10: So, und an alle da draußen, jeder, der gerade überlegt, ein Haus zu kaufen, zu bauen, wie auch immer, schaut euch es euch an.

00:37:18: Home One, das ist großartig, was ihr da tut.

00:37:22: Das war wieder eine Folge von Leaders and Missions.

00:37:28: Ich freue mich wirklich sehr, dass du eingeschaltet hast und hoffe, es hat dir gefallen.

00:37:33: Lass uns gerne eine Bewertung da und teile diese Folge auf Social Media oder in deinem Netzwerk.

00:37:39: Ich sag tschüss und bis zum nächsten Mal, wenn es wieder heißt – Leaders and Missions.

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