Mission #24: Wie Community zum strategischen Kapital wird
Shownotes
Olaf Müller von der DSAG nimmt uns mit hinter die Kulissen von Deutschlands wichtigstem SAP-Community-Event. Im Gespräch mit Carolina Hinrichsen spricht er über den Aufbau des Kongresses, den Wandel von Eventformaten und warum echte Begegnungen heute wichtiger sind denn je. Eine Folge über Community, Wandel – und was Organisationen daraus lernen können.
Themen dieser Episode:
- 25 Jahre DSAG-Kongress: Vom ersten Event zum größten SAP-Community-Treffen
- Wie Olaf Müller Formate baut, die nicht nur informieren, sondern verbinden
- Community-Arbeit als strategisches Asset: Was Unternehmen davon lernen können
- Der Corona-Knick – und warum er ein Innovations-Turbo wurde
- Warum Events heute mehr kuratierter Raum als Bühne sein sollten
- Was es braucht, um Wandel über Jahre zu gestalten – und zu moderieren
Podcast #Leaders & Missions #Action Prompt Bibliothek #Strategie #Buch #LinkedIn #Clips
Transkript anzeigen
00:00:00: Leader Sandmissions.
00:00:02: Der Podcast für visionäre Gestalter und alle, die Wirtschaft, Gesellschaft und Innovation aktiv mitgestalten.
00:00:11: Wir sprechen mit Menschen, die uns dadurch inspirieren, was sie auf den Weg bringen.
00:00:18: Mit Machern, Kreativen und Liedern, die durch ihre Visionen und Missionen den Wandel vorantreiben.
00:00:29: Ich bin Karolina und heute spreche ich mit Olaf Müller.
00:00:34: Es gibt ganz viele Schulungen für wertschätzende Kommunikation und die können gut und schlecht sein.
00:00:41: Man kann das irgendwie sich antrainieren oder auswendig lernen oder gewisse Prozesse befolgen.
00:00:47: Ich denke, es muss authentisch sein.
00:00:48: Also man muss es fühlen und vielleicht auch sogar mitgegeben bekommen.
00:00:56: Ja, hallo Olaf, herzlich willkommen hier bei uns im Podcast.
00:01:01: Hallo.
00:01:01: Ich freue mich sehr, dass du heute hier bei mir bist.
00:01:03: Herzlich willkommen.
00:01:04: Ja, ich freue mich ebenfalls und vielen Dank für die Einladung.
00:01:07: Olaf, magst du dich vielleicht in zwei, drei Sätzen mal kurz vorstellen?
00:01:12: Wer bist du?
00:01:12: Was machst du?
00:01:13: Ja, Olaf Müller, Head of Major Events and Administration bei der deutschsprachigen SAP Anwendergruppe.
00:01:21: Was machen wir?
00:01:22: Wir kümmern uns um die Bedarfe der deutschsprachigen SAP Kunden.
00:01:25: Die treffen sich bei uns unter unserem Dach in verschiedenen Formaten.
00:01:29: Und bei diesem Unternehmen oder bei diesem Verein, der wir sind, da bin ich für die Groß-Events unter anderem verantwortlich.
00:01:37: Ja, bin schon seit einiger Zeit dabei, gehöre zum alten Eisenball der DSHG, aber das ist ja manchmal auch nicht so schlecht, solche Leute noch zu haben.
00:01:49: Ja, das steht ganz viel Wissen drin und Erfahrung.
00:01:52: Ja.
00:01:53: Auf jeden Fall.
00:01:54: Natürlich ist es wichtig, auch die junge Generation dazu zu holen und ein gutes Zusammenspiel zu schaffen, gerade auch, was eben neue Ideen, neue Technologien und sonstige Dinge anbelangt, die müssen alle miteinander verbunden werden.
00:02:10: Ich denke, die eine Generation kann nicht ohne die andere.
00:02:13: Es muss einen gesunden Übergang geben.
00:02:16: Absolut.
00:02:18: Olaf, was war denn dein persönliches Highlight auf dem diesjährigen DSAG-Jahreskongress?
00:02:25: Ja, ich habe ja eben so ein bisschen drum herumgedruckst, wie lange ich schon bei der DSHG bin.
00:02:29: Es war der fünfundzwanzigste Jahreskongress dieses Jahr.
00:02:32: Also im Jahr ist der erste gestartet in Düsseldorf.
00:02:35: Es war auch mein fünfundzwanzigster.
00:02:37: Also ich habe denn erst seit dem ersten Kongress habe ich quasi das Baby groß gemacht, habe ihm geholfen, erwachsen zu werden und habe geschaut, wie es größer wurde, sowohl von der Bedeutung her als auch von der Größe her, von der Anzahl der Teilnehmenden, der Aussteller.
00:02:53: der Mitwirkenden der Funktionsträger.
00:02:56: Ja, dann gab es natürlich die kleine Lücke.
00:02:58: Corona müssen wir auch mal kurz erwähnen.
00:03:00: Da haben wir dann umgestellt auf virtuell, aber haben waren ebenfalls erfolgreich auch mit dem Format.
00:03:06: Und sind jetzt quasi wieder bei der alten Stärke angelangt.
00:03:09: Also, Lina, du warst ja selbst mit vor Ort.
00:03:12: Das zweite Mal in Bremen.
00:03:14: Und wir haben über fünftausend Teilnehmende dort gehabt und er dachte, die Ausstelle.
00:03:18: Ja, ich finde es toll, dass wir es eben, durchziehen konnten, immer erfolgreich waren auf die eine oder andere Art, soweit wir es eben konnten.
00:03:29: Und dass ich dabei sein durfte.
00:03:30: Die ersten Jahre habe ich es begleitet und dann ab seit dem Jahr zwei Tausend Sieben leite ich die Veranstaltung.
00:03:37: Und später habe ich das ganze Kongress-Team übernommen.
00:03:40: Und ja, also meine Highlight war tatsächlich, dass ich meinen Jubiläum gemeinsam mit dem Kongress
00:03:44: schalte.
00:03:45: Das ist wirklich schön.
00:03:48: Ein Vierteljahrhundert, DS AG Jahreskongress.
00:03:51: Das ist schon gewaltig, ne?
00:03:53: Wenn man dann so vor Ort ist und darüber nachdenkt, kommt es einem irgendwie gar nicht so lange vor, weil auch viele Partner, viele Dienstleister und Mitwirkende haben wir auch schon seit sehr langer, langer Zeit dabei und deswegen irgendwie kommt es einem so alltäglich vor.
00:04:11: Man denkt gar nicht darüber nach, wie lange man das schon macht.
00:04:14: Andererseits denke ich manchmal darüber nach, wie war es denn beim ersten Mal, als wir zum Beispiel im Bremen waren?
00:04:19: Wie war da die Konstellation?
00:04:21: Da war ich auch schon an der Stelle gestanden.
00:04:22: Da war ja hier unser DSHG-Ausstellungsstand natürlich viel, viel kleiner.
00:04:27: Und wie sich das Ganze dann jetzt entwickelt hat und dass wir eben auch mittlerweile die komplette Messe in Bremen bespielen.
00:04:33: Ich bin ein Mensch, denke nicht darüber nach, wie viel Zeit es schon vergangen oder wie alt bin ich oder wie alt werde ich noch.
00:04:39: Sondern ich lebe ihm jetzt.
00:04:41: Aber es ist schon toll, wenn man eben so was so lange machen kann und wenn es erfolgreich ist und wenn es auch weiterhin Begehrt ist, wenn ich es mal so sagen darf.
00:04:49: Also man freut sich schon aufs nächste Mal, schon beim wenn es zu Ende ist, dann wird schon drauf hingeeifert.
00:04:55: Was machen wir nächstes Mal?
00:04:56: Das ist einfach toll.
00:04:57: Ich würde gerne an dieser Stelle eine Sache hervorheben, die wirklich beeindruckend war für mich, was ich so bin.
00:05:06: Ich bin ja auch schon viele Jahre in Kongressformaten unterwegs, auf Messen unterwegs.
00:05:13: Ganz am Anfang meiner beruflichen Karriere auf der Dienstleistungsseite, wenn man so will, dann als Veranstalter unterwegs, dann in die Corporate-Welt gewechselt, als Aussteller ganz, ganz viel und jetzt wieder in die andere Richtung gewechselt und kreere mit Unternehmen wie euch diese Bühnen und diese Formate, um die Community weiterzubilden.
00:05:36: Aber was mich wirklich beeindruckt hat, Olaf, ich kenne kein Format, kein Format, was seine Portale öffnet und danach zwei Minuten komplett ausverkauft ist.
00:05:49: Es ist wirklich beeindruckend.
00:05:51: Das muss man mal schaffen.
00:05:55: Ihr habt so eine magnetische Wirkung in dieser Community und das ist ein Zeichen dafür, dass dieses Ökosystem funktioniert.
00:06:04: Also das ist das, was eigentlich darunter liegt.
00:06:06: Also du sprichst die Situation der Partner.
00:06:09: Ausstellung an.
00:06:10: Wie gesagt, mit den Achtspartnern hatten wir vor Ort, wer hätte in zweieinhundertfünfzig haben können, also mit Warteliste könnten wir auch noch größer werden.
00:06:18: Aber auch hier sind wir bewusst oder gehen wir bewusst so vor, dass wir die Ausstellung nicht überstrapazieren, dass das Verhältnis Teilnehmer und Aussteller gesund bleibt, sag ich immer.
00:06:28: Sicher muss ich viel Schelde einfangen, wenn, wenn dann die eben nach zwei Minuten oder nach einer Minute vierzig, wenn ich dich kurz korrigieren darf.
00:06:36: Es ist also noch schneller.
00:06:40: Wenn es dann tatsächlich voll ist und die Warteliste geöffnet wird, dann müssen wir uns echt einiges anhören, wie das dann sein kann, technische Probleme, ihr System ist überlastet, whatever.
00:06:50: Und wenn ich dann aber erkläre, und das mache ich schon seit vielen Jahren, und mittlerweile wissen es auch viele, viele von unseren Partnern und Ausstellern, dass wir das aus einem gewissen Grund machen und dass die, die eben das schaffen, reinzukommen, dadurch den Vorteil haben und die, die eben dieses Jahr nicht reinkommen, kommen dann vielleicht auf den Technologietagen im Frühjahr, das ist ein kleinerer Kongress zum Zug.
00:07:10: oder halt nächstes Jahr auf dem Jahreskongress.
00:07:12: Also ich glaube, es regt jeder sein Häppchen ab.
00:07:15: Und ja, Sie können, wenn Sie es jetzt nicht geschafft haben, kommen Sie als Teilnehmer.
00:07:19: Das sind wir übrigens nie ausverkauft.
00:07:20: Also wir könnten endlos Tickets verkaufen.
00:07:24: Wir freuen uns aber eigentlich, wenn es so jetzt sich einpendelt.
00:07:26: Um die Fünftausend ist schon eine Nummer.
00:07:28: Also man muss da schon einiges vorsehen, um alle eben auch gut zu verköstigen und ja, um sie in den Themen auch unterzubringen.
00:07:37: Die Räumlichkeit ist natürlich auch nicht endlich.
00:07:40: Und ja, aber bei den Partnern, es ist tatsächlich so.
00:07:44: Und tatsächlich ist auch ein Win-Win-Szenario, also die Partner, die es dann schaffen, die sind dankbar, die freuen sich über die Kontakte vor Ort.
00:07:52: Es ist auch nicht diese rein kommerzielle Messe, wie wenn man jetzt irgendeine große Messe in dem Brütz kein Kongress angeschlossen ist, wo man sich einfach nur präsentiert, viele Gelder investiert.
00:08:02: Klar kostet es bei uns auch Geld.
00:08:04: Aber ich denke, es ist noch im Rahmen und das, was man ausgibt oder investiert, kommt in vielfacher Weise zurück.
00:08:10: Also die Sicherheit, auf einem DSHG-Kongress dabei zu sein, ist viel wert.
00:08:16: Und auch in der Community, weil die DSHG, der Vereine an sich, hat sechzigtausend Mitgliedspersonen.
00:08:22: Und natürlich wird innerhalb des Kongress-, innerhalb des Vereins der Kongress beworben, die Partner, die Sponsoren, aber auch außerhalb Social Media.
00:08:33: überall präsentieren wir unsere Partner und danken denen auch sehr, dass sie die Veranstaltung unterstützen.
00:08:39: Ja, und was man, glaube ich, nicht vergessen darf, das ist das, was ich vielen immer sage, die sagen, wir haben jetzt hier keinen Stand bekommen oder wir haben jetzt hier keine physische Präsenz.
00:08:51: Ich so, wieso denn?
00:08:53: Wieso denn?
00:08:54: Du kannst doch hingehen.
00:08:54: Du kannst doch einfach als Teilnehmer hingehen, weil du in Person bist der Hienig oder die Hienig, die sich vernetzt und verbindet mit anderen Menschen.
00:09:03: Die Möglichkeit besteht ja auch aber noch.
00:09:05: Du musst dich ja nicht an so einen Messerstand ketten.
00:09:08: Also selbst wenn man da nicht reinkommt, kann man ja teilnehmen.
00:09:11: Das ist richtig.
00:09:12: Und man kann sich auch super gut vernetzen.
00:09:14: Entweder kann man es von der Persönlichkeit her oder man kann es auch, meinetwegen, über die App.
00:09:19: Wir haben dort die Teilnehmerdaten, die ihre Daten freigeben.
00:09:21: Es sind unheimlich viele, die das tun.
00:09:24: Die DSHG ist ein Mitmachverein, also man muss sich hier vernetzen, um auch etwas rauszuholen.
00:09:30: Deswegen ist es auch bei der Veranstaltung so, dass sie in der App ihre Daten freigeben.
00:09:34: Man kann sich dann aber diesen Weg vernetzen.
00:09:37: Und auch bei den Partnern, das gibt auch andere Fälle, es gibt sogar auch Partner, auch große Unternehmen, die kaufen Partnerstände, Ausstellungsstände, machen da nichts draus.
00:09:48: Also auch da gibt es tatsächlich so schwarze Schäflein.
00:09:53: die dann überhaupt nicht attraktiv auftreten.
00:09:55: Und es ist so einfach mit den Teilnehmenden in Kontakt zu kommen.
00:09:59: Also es ist richtig, was du sagst, man kann auch, wenn man keinen Stand hat, kann man richtig viel aus dem Jahreskongress rausholen.
00:10:07: Jetzt bist du schon so, so viele Jahre dabei und hast es natürlich auch sehr geprägt.
00:10:11: Mein, deine Handschrift liegt in diesem Format drin.
00:10:14: Was macht es denn aus deiner Sicht zu einem wirklich besonderen Format?
00:10:19: Es ist eine Veranstaltung.
00:10:21: von Mitgliedern für Mitglieder.
00:10:23: Es ist kein, wie ich vorhin schon sagte, einfacher kommerzieller Kongress.
00:10:27: Sondern die Veranstaltung wird, das ist der Grundgedanke, der auch an alle übertragen wird, die mit dem Kongress zu tun haben, der Grundgedanke der DSHG.
00:10:37: Es ist alles von Mitgliedern für Mitglieder.
00:10:40: Die DSHG gäbe es nicht, wenn es keine Mitglieder gäbe.
00:10:43: Also es ist ein Verein, er wurde gegründet irgendwann, also in der Nacht, von acht Personen.
00:10:49: Und die haben sich überlegt, Wir haben Probleme, wir kommen allein nicht weiter, das uns zusammenschließen.
00:10:55: Und daraus ist eben jetzt ein Riesencommunity entstanden.
00:10:59: Und dieser Grundgedanke, also das ist uns auch die Geschäftsstelle, die wir ja alle gehälter bekommen und davon leben, nicht gäbe, wenn es diesen idealistischen Gedanken dieser Gründung, dieser acht Gründungsväter nicht gegeben hätte.
00:11:13: Und das trägt sich einfach durch.
00:11:15: Wir haben auch jetzt unsere Gremien, auch der Kongress, alles wird von den Mitgliedern, von den SAP-Kunden getragen.
00:11:23: Sie bringen ihr Know-how, sie bringen ihre Arbeitszeit, sie kriegen von uns ja kein Geld, um ihre Vorträge zu halten, um sich vorzubereiten, um unsere Gremien zu leiten und solche Dinge.
00:11:34: Dafür gibt es kein Geld.
00:11:35: Wir bezahlen lediglich die Reisekosten und die Übernachtung.
00:11:39: Aber alles andere ist reine ehrenamtliche Tätigkeit.
00:11:42: Und dass wir uns glücklich schätzen können, eben in so einem Verein zu arbeiten und eben dafür Geld zu bekommen, das ist einfach super.
00:11:50: Und das übertragen wir auch auf alle Personen, die den Jahreskongress begleiten.
00:11:59: Und ich glaube auch, dass wir deshalb, das spreche ich die Dienstleister einfach mal an, unsere Technik-Dienstleister, Messebau etc.
00:12:07: dass die das auch spüren und mitbekommen.
00:12:09: Dieses Herzblut.
00:12:11: Wir machen das gerne.
00:12:12: Wir dienen gerne unseren Funktionsträgern und unseren Mitgliedern und machen das einfach gerne schön.
00:12:18: Und dazu kommt natürlich noch, dass der Kongress ein sehr schöner Kongress ist.
00:12:21: Also wir leisten uns den Luxus.
00:12:24: Jetzt schreit gleich jeder auf.
00:12:26: Was sagt die Umwelt dazu?
00:12:27: Wir leisten uns den Luxus, die komplette Ausstellung mit Teppichboden auszulegen.
00:12:31: Aber auch dieser Teppichboden ist natürlich recycelt und wird wieder in den Recycling zugeführt.
00:12:36: Aber es ist einfach ein Unterschied, wie Tag und Nacht, wenn man in diese Messerhalle reinkommt und ein Teppichboden legt in verschiedenen Farben, dem jährlich wechselnden Ki-Visual angepasst, auch vom Gehgefühl natürlich und vom Klanggefühl her in diese Messerhallen.
00:12:51: Es ist sehr heimelig und es geht über drei Tage.
00:12:53: Man hält sich da sehr lange auf und man arbeitet dort und spricht viel und dann muss das auf jeden Fall, finde ich, Und da kämpfe ich auch fast jedes Jahr wieder für, dass wir das machen.
00:13:04: Es eben auch schön ausstatten.
00:13:06: Dann das Mobiliar natürlich, das wird alles sehr schick gemacht.
00:13:09: Und auch das Catering.
00:13:11: Also, Catering ist A und O. Wenn hier was schief läuft oder was nicht so ganz so toll ist, dann haben wir relativ schnell verloren.
00:13:17: Dann müssen wir ganz schnell nachjustieren.
00:13:19: Und ja, es sind so diese ganz vielen Dinge, die diese Veranstaltung zu etwas ganz Besonderen macht, weil wir daraus einfach eine Wohlfühlveranstaltung machen, die aber trotzdem inhaltlich sehr, sehr dicht gepackt ist mit Programm.
00:13:39: Also wenn ich so beobachte, was da so passiert, ich bin jemand, ich setze mich gerne, habe ich früher schon als Kind gemacht, ich setze mich gerne in den Rand und schau erstmal, was denn da so genau passiert und dann geht irgendwann meine Mustererkennung hoch und dann fange ich an, Dinge zu begreifen und wenn man euch so beobachtet, in dem was ihr tut und wie ihr es tut.
00:13:59: Und das ist mir gerade eben erst klar geworden, wo du diesen Gründerspirit mal beschrieben hast.
00:14:05: Eigentlich ist es genau das, was er haltet oder er haltet ein Stück weit.
00:14:10: Also diese Inhalte, die wirklich tief gehen und die auch reiben.
00:14:14: Also da gibt es ja wirklich auch harte Diskussionen.
00:14:17: Aber nur durch so harte Diskussionen schafft man auch Ergebnisse.
00:14:21: Das heißt, Menschen nehmen was mit inhaltlich, aber auch vom Ambiente.
00:14:25: Ich meine, ihr macht eine unfassbar.
00:14:28: großartige Party an dem einen Abend.
00:14:33: Also, da gibt es ja eine Kultband inzwischen.
00:14:38: Und man sieht Menschen in Führungspositionen auf der Bühne mitsingen, was vorher nicht geplant ist.
00:14:45: Als ich das zum ersten Mal letztes Jahr erlebt habe, dachte ich, what?
00:14:49: Was passiert da?
00:14:51: Das erlebt man sonst nur auf Start-up oder Scala-Partys.
00:14:57: Und die Menschen sind aber deutlich älter und deutlich gesettelter und auch wesentlich konservativer, die da unterwegs sind.
00:15:03: Aber das ist so ein Spirit, den ihr da so durchtragt.
00:15:07: So diesen, wir wollen was gemeinsam schaffen.
00:15:12: Das stimmt.
00:15:12: Und die Party ist tatsächlich auch auch legendär jetzt dieses Jahr.
00:15:16: Also Bremen ist eigentlich immer der Standort, wo es noch am besten abgeht.
00:15:22: Aber... Es ist eigentlich eigentlich immer gut.
00:15:25: und ja die Band ist natürlich kult bei uns und sie wird auch wurde schon wieder neu gebucht.
00:15:30: Also die wird gleich in den Pausen dann gleich wieder gebucht fürs nächste Jahr.
00:15:38: Das funktioniert funktioniert wirklich gut.
00:15:40: Und es ist aber eben auch nicht inszeniert, sondern es ist einfach, es hat sich dahin entwickelt.
00:15:45: Also wir haben auch ein paar Bands ausprobiert und ein paar Formate ausprobiert, dass wir eben weniger machen, auch verschiedene Bühnen oder Tanzflächen tatsächlich.
00:15:54: Aber letzten Endes, gut, am Ende ist es sowieso immer voll, dann ist es irgendwann egal.
00:15:59: Ja, das so wie wir es jetzt momentan machen, funktioniert jetzt wirklich super gut.
00:16:03: Was aber auch sehr, sehr geschätzt wird, ist das Programm vorne weg.
00:16:07: Also wir machen ja bevor es dann zur Party geht.
00:16:09: Gibt es erst mal ein schönes Essen in Befehlform, auch denke ich wirklich ein tolles Angebot.
00:16:15: Und dann haben wir noch künstlerische Abbietungen, wo auch die Agentur sich wirklich sehr, sehr viel Mühe gibt und wie sich jedes Jahr was Neues einfallen lässt.
00:16:24: Also dieses Jahr war ich wieder komplett geflasht, bin danach hinter die Bühne zu den Künstlern, die sich da gerade auch gefeiert haben und habe dann gesagt, also es war echt der Hammer.
00:16:36: und es sind die Tränen gekommen.
00:16:39: Die haben das so toll rübergebracht.
00:16:44: Also wirklich fantastisch.
00:16:46: Und auch die Agentur, die Künstler, die machen ihren Job, aber sie machen natürlich gerne, tanzen gerne.
00:16:53: Aber die Agentur, die eben nur für diesen künstlerischen Part... zuständig ist.
00:16:58: Die freuen sich auch wie kleine Kinder, wenn wir uns dann freuen.
00:17:01: Also die machen das nicht einfach nur, okay, ich mache jetzt ihren Job, ich bin beauftragt, ich mache jetzt ihren Programm und dann geht es weiter.
00:17:07: Sondern die identifizieren sich damit und so ist es mit total vielen von unseren Dienstleistern, dass ich auch immer wieder höre, dass sie bewusst sagen, ich freue mich so auf den Jahreskonkreis, wenn wir wieder in die Planung gehen und wenn wir das und das und das.
00:17:22: Unbeschreiblich, aber es hat sich so entwickelt.
00:17:24: Ich würde gerne nochmal ganz kurz was zu diesen Künstlern sagen.
00:17:28: Also jeder, der noch nicht auf dem DSA-Gear des Kongresses weiß, also das ist ein Format.
00:17:36: Also dieses Jahr, wenn ich mal konkret auf dieses Jahr rein spiele, das ist wie ein Opening für einen Musik-Superstar, was da gemacht wird.
00:17:47: Also da seilen sich die Künstler von der Decke ab, das ist wie beim Cirque du Soleil, das ist ein Ambiente.
00:17:53: Das ist für Gänsehaut pur, einfach.
00:17:55: Und wenn man dann mittendrin, unten drin steht und um einen rum dieser ganze Zirkus passiert, da kann man nicht regungslos dabei stehen und denken, ja okay, ist jetzt nur noch Show.
00:18:07: Das ist halt viel mehr als nur eine Show.
00:18:10: Weil das halt auch in diesen Kontext eingebettet ist.
00:18:12: Ja, also dieses Jahr auch immer AI, ganz großes Thema.
00:18:16: Das war großartig, was sie gemacht haben.
00:18:18: Das war richtig gut, wirklich.
00:18:20: Und die Clouds aus dem Keyvisual übernommen mit den Ballons.
00:18:23: Also es waren ja nicht nur einfach Ballons, es waren ja eine Million Ballons.
00:18:27: Man glaubt gar nicht, wie viel Kleinklein da dazugehört und wie gut die auch alle zusammenarbeiten müssen.
00:18:33: Also die Technik, Licht, Ton etc.
00:18:35: ist wiederum eine Agentur und so weiter.
00:18:37: Du musst ja auch immer die Agenturen zusammenbringen und die Menschen.
00:18:41: Und dafür ist es halt total wichtig, dass jeder von denen das Gefühl auch hat, also ich bin Teil des Ganzen.
00:18:48: Also ich mache hier nicht nur meinen Job, sondern was ich hier mache, das wird gesehen.
00:18:54: Und wenn dann so einzelne Menschen jetzt zum Beispiel... der Patrick, der eben dann Licht macht, der steigert sich da so rein, also auch in Vortimien und so, der will das genau wissen und das genau wissen.
00:19:04: Wir hatten ja auch diese LED-Bänder dann noch an den Armen, wollten sie mit in die Show einbauen, mit dem Beatboxer zusammen.
00:19:10: Und wie funktioniert das?
00:19:11: Was macht man da und da und da und da?
00:19:13: Das ist jetzt nur ein Beispiel.
00:19:14: Und so gibt es ganz viel oder eigentlich eigentlich alle dieses Gefühl haben oder auf mir das Gefühl vermitteln.
00:19:21: Ich mache das so gerne für diese Veranstaltung, weil ich das Gefühl habe, ich bin Teil des Ganzen.
00:19:28: Mir persönlich, also ich Olaf, mir ist es auch wichtig, dass sie alle dieses Gefühl haben und dass sie auch das aussprechen, wenn sie irgendwie ein ungutes Gefühl haben oder wenn sie noch eine Idee und Top haben.
00:19:39: Ja, also es hat bei uns wirklich jeder das Recht mitzumachen, mit zu sprechen.
00:19:45: Wenn das nicht möchte, dann kann auch gerne natürlich Teil des ganzen Teams sein und da sein Bestes tun.
00:19:52: Aber.
00:19:53: Wenn man so viele Menschen einbezieht, dann kriegt man natürlich auch viel mehr mit, weil die sehen ja auch ganz viel, die sind ja auch dauernd unterwegs auf irgendwelchen Veranstaltungen, ja, auf Inszenierungen.
00:20:04: Und deswegen finde ich es wichtig, sich auszutauschen zu sprechen und ihnen auch die Zeit zu geben, sich mit dir zu unterhalten.
00:20:13: Also nicht so fern zu sein von dem Ganzen, sondern ich bin sehr, sehr nah am Team dran, auch während des Aufbaus dann jetzt bei der Abendveranstaltung natürlich auch beim Kongress.
00:20:23: Ich bin mit vom ersten Tag an da und arbeite dann dort mit meinem Laptop.
00:20:29: Aber wenn irgendwas ist, dann können die mich ansprechen, müssen sie aber nicht.
00:20:33: Und ich kontrolliere auch nicht.
00:20:34: Ich bin nicht zum Kontrollieren da.
00:20:36: Ich sitze dann da irgendwo in meinem Eckchen.
00:20:38: Und wenn sie irgendwas haben wollen oder irgendeine Entscheidung dann tatsächlich brauchen, dann bin ich eben da, kurze Wege.
00:20:47: Und ich interessiere mich dafür.
00:20:50: Und es wird gesehen.
00:20:51: Und auch die.
00:20:52: jetzt springe ich nochmal kurz zum Kongress.
00:20:54: Die ganzen Messebauer.
00:20:55: Wir haben da ja über hundert, die nur diese Stände aufbauen und so.
00:21:00: Ich habe auch mit, ich spreche mit denen jetzt nicht direkt, es gibt dann wieder Vorarbeiter.
00:21:05: Aber ich bin mit denen auch mit hinter Kantine.
00:21:07: Wir haben dann dort natürlich Group Catering und so.
00:21:09: Und ich glaube schon, dass das gut ankommt, dass sowohl ich als auch von unserer Event-Agentur, die Leute eben gleich mit vor Ort sind, und sehen, wie das Ganze entsteht.
00:21:22: Ja, und wenn ich mal so von außen drauf komme, ich finde es mal spannend.
00:21:27: zu sehen, gerade wenn Menschen in so Führungspositionen, so wie du, so ein Lieder unterwegs bist.
00:21:32: Wie führen die?
00:21:33: Wie machen die das?
00:21:34: Also gerade, wenn das so ein großes Team, was doch sehr komplex ist, weil es aus verschiedenen Unternehmen besteht und dann an einem Tag so geballte aufeinander kommen und natürlich auch noch die Partner und die Kunden und die Teilnehmer und alle sind da, so alles sind da plötzlich so zusammen.
00:21:49: Und dann läuft das so alles bei dir zusammen.
00:21:52: Auch wenn du eher so im Hintergrund bist.
00:21:54: Also ich finde es immer spannend, wie führt so jemand ein Team, das so ein großes Format mit ganz viel Herzblut trägt und bleibt dabei trotzdem nahbar und menschlich.
00:22:07: Wie geht das?
00:22:08: Wie hältst du dich, dass du dieser Fels da in der Mitte bist?
00:22:12: Ich glaube, das ist mein Naturell.
00:22:14: Also mir ist es ganz wichtig, dass sich jeder wohlfühlt in seiner Situation und wenn er das nicht tut, dann muss er das auch aussprechen.
00:22:20: Also ich finde es ganz wichtig, dass jeder zu Wort kommt, dass jeder die Möglichkeit hat, zu Wort zu kommen.
00:22:25: Es ruckelt.
00:22:27: immer mal auch dieses jahr hatten wir beim aufbauen ruckeln also es gibt auch immer mal vorfällig die kamen einfach nicht vorplanen.
00:22:35: Das fängt zum beispiel an der fahren ja sich trailer vor und da geht es dann manchmal schon los.
00:22:42: das war da irgendwelche staus oder sonst irgendwas haben also auch auf dem gelände.
00:22:46: Und dann zieht sich alles andere auch nach hinten, der Aufbau, etc.
00:22:50: Dann kann an irgendeiner Stelle ein Gewerk nicht weiter machen, wenn das Erste nicht fertig ist.
00:22:56: Also sprich, wenn der Messebau nicht so und so weit ist, dann kann die Technik nicht anfangen, die Technik einzubringen.
00:23:01: Oder so geht das immer weiter.
00:23:03: Oder fangen wir ganz am Anfang an.
00:23:04: Wenn der Teppichleger nicht fertig ist, dann können wir überhaupt nichts machen.
00:23:10: Da ist es dann halt tatsächlich wichtig, dass die nicht untereinander sich dann so anfeinden, sondern das muss dann offen ausgesprochen werden.
00:23:17: Oder wir müssen dann auch sofort erst mal eine Lösung auf die Schnelle finden und dann aber auch im Nachhinein nochmal darüber sprechen und dann müssen auch allein einen Tisch.
00:23:27: Also ich spreche dann nicht nur mit einer Partei und damit der nächsten Partei.
00:23:30: Das ist dann so ein bisschen Mediator in Arbeit.
00:23:34: Aber... Ich finde es so wichtig, dass halt jeder zu Wort kommt und das auch jeder sagt, warum hat er jetzt in dem Moment so reagiert?
00:23:40: Es will jeder sein Bestes tun, aber letzten Endes funktioniert es nur, wenn alle gemeinsam agieren und dafür ist tatsächlich die Kommunikation der Schlüssel.
00:23:51: und eben auch da zu sein, also dass ich bzw.
00:23:56: auch unsere Agentur, das gibt ja dann verschiedene Ansprechpartner, Den versuche ich das auch zu vermitteln, dass sie auf jeden Fall immer reingehen, wenn sie merken, irgendwo knirscht.
00:24:08: Weil das ballt sich dann und es wird nichts Gutes draus, wenn jemand dann mit Frust an etwas arbeitet oder es vielleicht dann auch nicht mehr so gut macht und nicht mehr so gern macht.
00:24:20: Eigentlich geht es mir ums Gernmachen.
00:24:22: Ja, ich glaube, das ist tatsächlich oder das ist meine Einstellung.
00:24:27: eine Grundeinstellung.
00:24:29: Jeder soll gehört werden, jeder soll sprechen können und jeder soll sich somit auch einbringen können.
00:24:34: Das heißt, im Guten oder auch mal im Schlechten, dass er eben dann sagen kann, das war jetzt nicht in Ordnung und warum war es für dich nicht in Ordnung und was hat dazu geführt?
00:24:43: und wie kann man das wieder beheben?
00:24:47: Ja, das ist schön.
00:24:48: Du sagst, der Schlüssel ist die wertschätzende Kommunikation.
00:24:51: Ja.
00:24:52: Richtig.
00:24:53: Ja.
00:24:54: Und es muss authentisch sein.
00:24:56: Also... Sicher gibt es ganz viele Schulungen für wertschätzende Kommunikation und die können gut und schlecht sein.
00:25:04: Man kann das irgendwie sich antrainieren oder auswendig lernen oder oder gewisse Prozesse befolgen.
00:25:10: Ich denke, es muss authentisch sein.
00:25:12: Also man muss es fühlen und vielleicht auch sogar mitgegeben bekommen.
00:25:18: Ich weiß gar nicht, ob man das so gut lernen kann.
00:25:21: Es bedarf gutem Training und einem sensiblen Charakter, um es zu lernen.
00:25:28: Besser ist es, wenn man es gleich mitbekommt.
00:25:30: Also vermittelt bekommt von seinem Umfeld.
00:25:33: Ja, aber ich glaube, ich glaube, ich weiß, was du sagen willst.
00:25:37: Korrigier mich, wenn das jetzt nicht in die Richtung geht, in die du denkst.
00:25:43: Aber ich glaube auch, man kann ein Stück weit Dinge lernen, auch wertschätzende Kommunikation.
00:25:48: Aber wenn man nicht ein gewisses Mindestmaß, ein emotionaler Intelligenz in die Wiege gelegt bekommen hat, dann ist es schwierig.
00:25:57: Das hast du sehr schön gesagt.
00:26:00: Da brauche ich nichts zu korrigieren, das unterstreiche ich.
00:26:03: Ja, und das sind sensible Menschen, sowie du und ich auch.
00:26:06: Wir sind sehr sensibel.
00:26:07: Wir müssen nicht laut werden, um Dinge zu bewegen, sondern es geht oft ums Zuhören.
00:26:13: Zuhören ist keine Einbahnstraße und Lösungsorientiert weiterzugehen.
00:26:17: Was geht nicht um Schulzuweisung am Ende des Tages?
00:26:20: Nein,
00:26:20: man muss auch taktisch dann vorgehen.
00:26:23: Wen hole ich an den Tisch?
00:26:26: Mit wem muss ich jetzt in dem Moment sprechen?
00:26:29: Wen muss ich zusammenbringen?
00:26:31: Wer hat wen missverstanden?
00:26:33: Das ist ja auch ganz oft.
00:26:34: Also Missverständnis ist so oft der Fall der Fälle, weil es auch viele sind natürlich Nerds in ihrem Bereich.
00:26:43: Und da muss man dann, da manchmal muss man auch übersetzen.
00:26:47: Also ich spreche jetzt bewusst keine Abteilungen in den Unternehmen und nichts an.
00:26:52: Manchmal, also man muss ganz oft versetzen und da geht es jetzt nicht um eine Fremdsprache.
00:26:58: Der eine meint einfach was anderes und der anderen sagt, ja.
00:27:02: Ja, und ich meine, wir sind alle, glaube ich, Nerds in unseren Fachgebieten und nehmen Dinge als selbstverständlich.
00:27:09: Und wenn man dann so ein bisschen unter Stress gerät, dann kommt man in so einen Tunnel und dann meint man Dinge nicht so.
00:27:15: Dann passiert halt diese Reibung.
00:27:18: Wichtig ist, dass es immer einen oder zwei gibt, die es schaffen, dann in solchen Momenten auszusteigen und eben zu navigieren.
00:27:24: Und das machst du.
00:27:25: Das machst du ganz großartig.
00:27:28: Mir macht das sehr viel Freude, weil ich sowas sehe, wie du das da so umsetzt.
00:27:32: Das ist schon eine Wahnsinnsleistung.
00:27:34: Ich würde mich gerne ein bisschen... tiefer mit dir um das Thema Werte und Bewusstseinsfragen in der Führung, weil wir natürlich auch im Leaders and Missions Podcast sind, unterhalten.
00:27:46: Was braucht es in deiner Meinung nach damit Führung nicht nur Effizienz, sondern auch bewusst und bestärkend wirkt?
00:27:52: Neben dem Thema emotionale Intelligenz und wertschätzender Kommunikation.
00:27:58: Ja, da ist tatsächlich wieder das Thema mit dem Zuhören und zu Wortkommen lassen.
00:28:03: Also, ich finde gerade in Teams, es ist wichtig, dass man die Mitarbeitenden versucht, gleichwertig zu Wortkommen zu lassen, sage ich jetzt mal so.
00:28:14: Also, es gibt laute Menschen und es gibt leise Menschen.
00:28:18: Und die Leisen sind aber keinesfalls schlechter.
00:28:22: Sie können sich nur, sie haben nur weniger Selbstbewusstsein manchmal oder sie sagen koppen.
00:28:27: Ich sag da jetzt mal nix dazu, das läuft schon.
00:28:30: Und ich finde, es ist sehr wichtig, gerade auch die lauten Menschen hört man sowieso.
00:28:36: Also sie sagen, was sie denken.
00:28:38: Und es ist sehr wichtig, finde ich, die Leisentöne auch zu hören.
00:28:42: Und versuche dann die Personen auch direkt anzusprechen.
00:28:46: Natürlich ist es manchmal, kann es schwierig sein, wenn die dann in dem Moment in den Mittelpunkt oben werden.
00:28:53: Aber ich frage dann einfach nur in die Runde, wie denkt ihr darüber?
00:28:56: Und dann muss ja jeder irgendwie mal so seine Meinung dazu äußern.
00:29:01: Und ich denke, dass man dadurch relativ schnell auch von allen die Meinung hört und auch jeder zufrieden ist.
00:29:09: Also das spielt alles ein bisschen ineinander ein.
00:29:12: Effizienz, aber auch eben diese Wertschätzung.
00:29:14: Also ich versuche so alles zusammen zu packen.
00:29:18: Manchmal bin ich da vielleicht ein bisschen zu weich.
00:29:22: Aber ich denke schon, dass das das Ziel für uns der ist.
00:29:25: Also das habe ich für mich so herausgefunden.
00:29:29: Also im Prinzip so eine reflektierte, empathische Führung, wie eine Struktur setzt, Stück weit?
00:29:35: Richtig.
00:29:36: Meinst du das?
00:29:36: Also quasi so einen Rahmen setzt, damit alle gehört werden, so einen Raum aufmacht, damit alle da gehört werden können.
00:29:43: Und das Ganze halt aber auch mit White Black, weil das ist ja im Prinzip die Leadershipaufgabe in allem.
00:29:49: Das ist korrekt, genau.
00:29:50: Und... Noch so ein Aspekt ist auch, dass ich mich jetzt in der Führungsrolle in meinem Team weniger als letztendlicher Engeiter sehe, sondern eher als Berater.
00:30:03: Also, wenn Sie irgendwelche Fragen haben oder zu mir kommen und sagen, ich habe das Problem, wie soll ich das machen, dann sage ich nicht, wie Sie es machen sollen.
00:30:14: Ich frage erst mal, wie würdest du es denn machen?
00:30:15: Oder was ist denn dein Plan?
00:30:19: Und wenn sie dann sagen, ich würde so und so machen oder wenn sie sagen, ich weiß es wirklich nicht, dann sage ich, okay, also ich in deiner Situation würde es vielleicht so machen oder so.
00:30:29: Aber das ist jetzt einfach nur, wie ich es machen würde.
00:30:31: Du musst für dich deinen eigenen Weg finden.
00:30:33: Und deswegen sehe ich mich eher als Berater und nicht als Führungskraft, also als Führer oder als Entscheider.
00:30:41: Ich glaube, das ist wichtig, dass die Mitarbeiter dann nicht wie eine Marionette agieren, sondern wirklich so agieren.
00:30:48: wie sie es selber auch vertreten können.
00:30:52: Wir haben ja auch ganz oft, dass wir eben Kommunikation beantworten müssen bezüglich Veranstaltungen oder da können natürlich Reglamationen sein, das kann natürlich auch Lob sein, Lob ist einfacher zu beantworten, aber Reglamation in jeglicher Art.
00:31:06: Und ich mache das eigentlich ganz gerne, muss ich sagen.
00:31:10: Also ich holte gerne Leute wieder ab und ins Boot und will dann auch wiederum wissen, was kann ich denn tun, damit es dir in der Situation dann besser geht.
00:31:18: Und da kommen meine Mitarbeiter dann auch zu mir und sagen, oh, was soll ich denn dem jetzt antworten?
00:31:24: Und dann erarbeiten wir das gemeinsam, weil wenn ich ihnen den Text vorschreibe, dann ist es ja auch wiederum für die Person nicht authentisch.
00:31:33: Und also ich versuche tatsächlich, beraten zur Seite zu stehen und damit sie dann beim nächsten Mal mich nicht mehr fragen müssen, sondern schon wissen, okay, ich habe das damals Ich persönlich habe das so gelöst damals, habe es gelöst bekommen.
00:31:47: Und ich kann das diesmal auch alleine und habe etwas gelernt aus dem Ganzen.
00:31:53: Also diese beratende Rolle, die ist es, meine sehr achtens, die einen Lieder ausmacht, weil wenn man jedem die Entscheidung vorwegnimmt und die Lösungen vorspielt oder vorgibt, dann lernen sie nicht selber laufen.
00:32:14: Ja, es kommt gerade, ich muss gerade zu schmunzeln, es kommt gerade so ein Bild, da kann ich mal als Anekdote kurz einfließen lassen.
00:32:21: Das ist schon mehrere Jahre her mit der weiteren Kollegin bei mir im Team, die auch sehr kommunikativ ist bis heute.
00:32:29: Und ich habe immer hier so eine, ich weiß nicht ob du das auch machst, ich habe hier so eine Open-Door-Policy, hatte ich früher im Konzern.
00:32:35: Jeder konnte rein, raus.
00:32:36: Ich habe ganz oft auch ganz bewusst in den Teams gesessen, hatte keinen festen Arbeitsplatz eine Zeit lang.
00:32:41: Und die hatte so eine Angewohnheit und da musste ich schon immer schmunzeln.
00:32:45: Die kamen dann immer schon rein und war am Reden und am Fragen und hat mich dann angeguckt.
00:32:50: und dann hat sie sich ihre Fragen selber beantwortet.
00:32:53: Und dann hat sie den Raum verlassen, in dem sie gesagt, danke.
00:32:57: Und ich habe im Prinzip gar nichts zu sagen.
00:33:01: Das wird gestärkt.
00:33:02: Ja, aber sie wusste ja ganz genau, dass ich ihr Gegenfragen stelle.
00:33:05: Und sie hat sich die Fragen dann eigentlich laut selber gestellt.
00:33:08: Aber ihr hatt es geholfen, einfach mal die Schleife durch meinen Raum zu laufen.
00:33:12: Weißt du, dass sich das dann so abgeholt hat?
00:33:16: Das war ganz witzig.
00:33:18: Ich hab's gelebt.
00:33:19: Weißt du was, was ich glaube?
00:33:22: Also, zum einen das, was du beschrieben hast, ist der Unterschied zwischen dem Boss und dem wirklichem Lieder.
00:33:29: Und es hat einen ganz entscheidenden Mehrwert für jede Organisation, in der man in irgendeiner Art und Weise verflanscht ist.
00:33:39: Weil was passiert, wenn du mal ausfällst?
00:33:41: Die sind alle in der Lage, selber Entscheidungen zu treffen.
00:33:44: Und das ist so wichtig und du weißt selber im Eventkontext.
00:33:49: Also wir hoffen das nicht, aber so eine Traverse kann immer mal runterfallen oder man kann halt mal kurz...
00:33:55: Gleich eine Traverse, okay?
00:33:56: Ja, das ist
00:33:58: ja magisch,
00:33:59: ja.
00:33:59: Aber
00:34:01: im Prinzip kannst du über irgendwas stolpern, was auf dem Boden liegt und dann bist du einfach mal ein paar Stunden nicht da und dann kann der Laden ja nicht stehen bleiben.
00:34:07: Das funktioniert ja nicht.
00:34:08: Du
00:34:09: darfst dich eben nicht unersetzbar machen und das ist auf dein eigenes Wohlbefinden wichtig.
00:34:14: Dass du nicht untersetzbar bist.
00:34:15: und eben sie sollen ja auch das oder sie müssen das Gefühl haben und meine Leute haben auch das Gefühl, wenn ich überzeugt, dass sie selber laufen können.
00:34:23: Und wenn sie mal gar nicht weiterkommen, dann können sie auch untereinander.
00:34:28: Siehst du das auch so als seine persönliche Mission in deiner Rolle bei der DS AG, dass du derjenige bist, der quasi Impulse setzt, beratend im Leadership bist?
00:34:38: oder geht das noch weiter?
00:34:40: Im Grunde geht es schon.
00:34:41: Darum also, wie du ja schon gehört hast, mache ich das Ganze sehr lange und auch schon sehr lange im gleichen Unternehmen und habe dadurch auch viel Erfahrung.
00:34:48: Aber es ist natürlich meine Mission, meine derzeitigen Mitarbeitenden bestmöglich zu beraten und sie voranzubringen, aber auch künftige.
00:35:01: Also ich werde ja wohl auch noch ein bisschen weiter im Unternehmen sein und das Ganze machen dürfen.
00:35:09: Wünsche mir das dann da auch eben noch gerade noch jüngere Generationen.
00:35:12: natürlich brauchen wir auch.
00:35:13: Wir müssen das Ganze durchmischen.
00:35:15: Die kommen dann teilweise vom Studium oder sie kommen gleich von der Schule, kann natürlich auch sein, habe ich damals auch gemacht.
00:35:21: Also es muss nicht unbedingt das Studium sein.
00:35:25: Und dann möchte ich Ihnen auch möglichst viel Erfahrung mitgeben, aber es ist eben extrem wichtig, auch gerade bei den jungen Leuten, dass man ihnen nicht seinen eigenen Stempel aufdrückt.
00:35:34: Weil wir wollen ja, dass gerade dieses neue Potenzial, das junge Potenzial, das muss man ja rauskitzeln.
00:35:41: und auch die Ideen.
00:35:42: Und die wachsen ja auch ganz anders auf, ganz andere Technologien, viel Affiner.
00:35:48: Und das Ganze muss natürlich auch aufgesogen, umgesetzt und eben auch in unsere Veranstaltungen implementiert werden.
00:35:56: Weil dort fällt die Technik ja auch nach, also geht die Technik ja auch weiter.
00:35:59: der technische Wandel, den müssen wir ja auch anpassen.
00:36:02: Also jetzt ein ganz banales Beispiel mit stiller Beschallung.
00:36:07: Vor ein paar Jahren war es undenkbar, dass wir in unseren Räumlichkeiten stille Beschallung anbieten, also dass wir offene Foren machen, was schon viele Konzerne früher gemacht haben, offene Foren, stille Beschallung.
00:36:20: Und das war hip, war modern, man konnte sich auf dem ganzen Kongress bewegen und trotzdem den Vortrag lauschen.
00:36:25: Das war bei uns undenkbar.
00:36:26: So gibt es mittlerweile viele andere Technologien, die wir einsetzen, die jetzt einfach selbstverständlich sind.
00:36:31: Sicher hat uns da auch wiederum Corona geholfen, wie wir auch mit... Team-Sessions und so weiter, jetzt viel lockerer umgehen.
00:36:39: Das ist für uns taktäglich.
00:36:41: Aber wir brauchen auch das junge Blut, das uns dann eben diese Ideen bringt.
00:36:47: Und manchmal auch sagt Olaf, das ist ja alles Schnee von gestern, was du da machst, komm, wieso versuchen wir es nicht mal so.
00:36:55: Und da musste dann halt auch tatsächlich dazu stehen und sagen, ja stimmt, da bin ich nicht drauf gekommen.
00:37:01: Da bin ich halt fernab davon.
00:37:04: Das darf man nicht abtun, sondern man muss es auf jeden Fall annehmen, umsetzen, ausprobieren.
00:37:09: auch, weil vielleicht ist es auch noch, vielleicht ist es noch zu früh für unsere Klientel auf der Veranstaltung, weil da fragen wir natürlich auch immer ab, all das Kategorie.
00:37:18: Da haben wir noch nicht so viel das, wo wir dann nach unten gehen.
00:37:22: Also es ist schon noch relativ mittelall, das sage ich mal, was wir da auf dem Kongress haben.
00:37:29: Man muss das neue einfach versuchen, reinzunehmen.
00:37:32: Jetzt
00:37:33: stelle ich einfach mal eine ganz neugierige Frage.
00:37:35: Wenn du morgen etwas wirklich sofort umsetzen könntest, mit garantierter Wirkung, was wäre das?
00:37:43: Ich würde den Rente gehen, glaube ich.
00:37:48: Natürlich würde ich an viele andere Sachen machen.
00:37:54: Ich glaube, es geht in Richtung wieder der jungen Generation.
00:37:57: Das ist halt extrem schwer, die bei uns reinzubringen, weil wir auch irgendwie so als dieser alte Verein gesehen werden und noch nicht diesen Switch dahin bekommen haben.
00:38:07: Ja, ich glaube, da würde ich irgendwie versuchen, was weiß ich, ein Drittel, also jetzt nicht auszutauschen unserer Crew, sowohl fest angestellt als auch Dienstleister und Ehrenamtliche, sondern vielleicht einfach noch ein Drittel dazu zu bekommen, um da schneller frischen Wind reinzubekommen.
00:38:27: Das klingt jetzt so, als wären wir altbacken und würden die neuen Dinge verschlafen.
00:38:31: Aber es wird dann so viel leichter, wenn die junge Generation mit dabei ist.
00:38:36: Für beide Seiten.
00:38:38: Ja, das kann ich sehr gut nachempfinden.
00:38:40: Also bei uns ist tatsächlich auch die Hälfte des Teams ist unter twenty-fünf.
00:38:44: Und das macht was.
00:38:45: Das ist eine Generation, die hochdigitalisiert aufgewachsen ist.
00:38:49: Dem fehlen andere Dinge.
00:38:51: Aber die wertschätzen das halt auch, dass was wir mit Mittevierzig Anfang Fünfzig halt gelernt haben und ja einfach vor anderes verankert sind.
00:39:01: Ja und ich weiß ganz genau, was du meinst, weil zusammen kann man so ein Speedboot werden.
00:39:06: Richtig, ja.
00:39:08: Weil ansonsten muss man einfach, ja ich glaube, man kann sich das gar nicht so aneignen, wenn man nicht eine große Gruppe einfach mit im Boot hat.
00:39:16: Weil wie du sagst, sie werden schon in der Schule oder schon... oder schon im Kindergarten, fangen die mit ganz anderen Technologien an.
00:39:24: Das ist einfach das Natürlichste von der Welt, dass sie dann ihre Fähigkeiten integrieren.
00:39:31: Und das wird dann mit unseren, die wir noch haben, eben und mit unseren Erfahrungen gekoppelt.
00:39:36: Und daraus kann was echt supertolles, gesundes werden.
00:39:39: Und man kann, wie gesagt, man muss es dann eben ausprobieren.
00:39:43: Funktioniert, funktioniert nicht.
00:39:45: verändert man das vielleicht wieder oder wie passt man das an, aber man man schafft es dann gemeinsam und eben in dieser tollen Schnittmenge aus jung und älteren.
00:39:56: Ich sage jetzt mal nicht alt.
00:39:57: Danke.
00:40:01: Du bist doch auch noch ein junger Hütfer.
00:40:05: Durchschnittlich gehe
00:40:06: aus Straight Up die Fünfzig zu.
00:40:10: Also von daher, ich weiß aber genau, was du meinst, weil ich fühle das hier jeden Tag bei uns.
00:40:15: Das macht wirklich was aus.
00:40:17: Wenn eine kritische Masse bei uns ist, ist tatsächlich fünfzig, fünfzig.
00:40:21: Da achten wir bewusst darauf.
00:40:24: Und das tut
00:40:24: gut.
00:40:25: So dreißig Prozent wäre schon mal gut bei uns.
00:40:26: Das war da eben Anfang.
00:40:29: Klar kommen Apel, junge Leute dazu.
00:40:34: Aber es ist halt auch nicht so.
00:40:35: das Sexy Business für die jungen Leute gerade, wenn man jetzt sagt.
00:40:40: Also wenn unsere Geschäftsstelle arbeiten, die ist ja jetzt immer hier in mehreren Bereichen tätig, aber wenn ihr zum Beispiel Eventmanagement anschaut, dann gibt es auch Moresexy Möglichkeiten zu arbeiten, jetzt dass man in irgendein tolles Kongresszentrum oder sonst irgendwas geht und dort viele, viele Events jeden Tag wechselnd oder also zwei Tage wechselnd was hat oder man geht in eine Agentur.
00:41:02: Bei uns ist es schön, aber nicht immer so Spannend und schnell vielleicht.
00:41:07: Ah, ich würde schon sagen, spannend.
00:41:08: Jetzt muss ich meine Krone für euch brechen.
00:41:10: Also alle, die jetzt zuhören, auch wenn es zum Ende das Podcast ist.
00:41:14: Ihr stellt tolle Formate auf die Beine im BtoB-Feld.
00:41:18: Und was man bei euch vor allem lernen kann, ist mitzugestalten.
00:41:25: Und das hat man weder in einem großen Kongresszentrum noch in einer Agentur heutzutage.
00:41:29: wenn man da sehr fremdbestimmt arbeitet.
00:41:31: Von daher, das ist ein wirklicher USP, den ihr euch auf die Fahnen schreiben könnt und ihr arbeitet in einem Team, in dem jeder gehört wird.
00:41:41: Das ist auch ein USP.
00:41:43: So, möchtest du noch einen dritten Punkt, das wir jetzt überhören?
00:41:45: Es sprudelt.
00:41:50: Wirklich, was ihr da erschaffen habt?
00:41:53: Es ist eine funktionierende Community, ein funktionierendes Ökosystem über viele Jahre, was weiter wächst, was weiterentwickelt wird und wo euch sehr viel daran gelegen ist diesen Spirit zu erhalten.
00:42:06: Und das macht euch sowohl als Partner als Arbeitgeber wirklich attraktiv.
00:42:11: Zum Abschluss würde ich dir gerne eine Frage stellen, lieber Olaf, die ich jedem stelle in meinem Podcast, weil wir versuchen ja als Führungskräfte auch alle voneinander ein bisschen was zu lernen.
00:42:22: Und zwar die Frage nach deinem persönlichen Heck oder eine kleine Gewohnheit, ein Ritual, das deinen Alltag als Führungskraft massiv positiv beeinflusst hat.
00:42:31: Gibt es so etwas?
00:42:33: Geht wieder in die Richtung, jeder darf zu Wort kommen, jederzeit vor allem.
00:42:38: Also ich habe mir auch vielleicht unbewusst oder eigentlich bewusst, weil es fällt mir bei anderen unheimlich negativ auf, wenn man sich seinen Kalender so voll haut.
00:42:49: Und ich lasse bewusst Lücken im Kalender, also da steht dann auch nichts drinnen, nicht Blocker oder sonst irgendwas, sondern meine Leute können sich jederzeit in meinen Kalender einbuchen oder wenn es ganz dringend ist, rufen sie einfach, also sie rufen auch so einfach an über Teams und ich bin eigentlich fast immer erreichbar gefühlt.
00:43:09: Das klingt jetzt so wie, dass sie mich dauernd kontaktieren würden, das ist nicht der Fall, aber ich war mal auf einer Fortbildung, da ging es auch um Wertschätzung und Kommunikation.
00:43:20: Und dann hat eine, zwei Personen waren da von einem Team und die haben gesagt, ja, also meine Chefin hat in der Woche einen Termin in ihrem Kalender drin, der ist eine halbe Stunde.
00:43:32: Und da dürfen wir uns einbuchen, wenn wir was mit ihr besprechen möchten.
00:43:37: Das ganze Team, eine halbe Stunde in der Woche.
00:43:40: Und dann habe ich gesagt, das darf nicht wahr sein.
00:43:42: Also das ist ja so eine Art Audienz, die dann die Führungskraft an der Stelle gibt.
00:43:48: Das darf nicht sein.
00:43:49: Also ich denke, eine gute Führungskraft ist gefühlt für einen da und dann, wenn er ihn braucht und hat die Möglichkeit an ihn heranzutreten.
00:44:04: Ja, und dafür lasse ich.
00:44:05: Das ist meine Makke.
00:44:07: Also, mein Kalender ist nie von morgens bis abends komplett gefüllt.
00:44:10: Und dann bleiben schön brav Lücken drin.
00:44:12: Und dann kann man sich dahin quetschen und mit mir sprechen.
00:44:17: Ja, das finde ich schön.
00:44:20: Jan, du sprichst da mit einem wichtigen Punkt an.
00:44:23: Und das, was du beschreibst, sowas Ähnliches, das habe ich auch mal erlebt.
00:44:27: Dass ich eine Führungskraft, also, als ich selber noch quasi meinem Berufsanfang war.
00:44:34: Einzig persönliche Gespräch, was ich geführt habe, war mein Mitarbeitergespräch einmal im Jahr.
00:44:40: Und zu der Zeit habe ich mir geschworen, wenn ich irgendwann mal Teams oder Menschen habe, mit denen ich gemeinsam Dinge erarbeite, dann darf das nicht so sein.
00:44:50: Also im Prinzip darf es eigentlich Mitarbeitergespräche, die sind auch wichtig, ja, also vielleicht auch um bestimmte Dinge zu lösen, aber eigentlich... darf es die nicht geben dürfen.
00:45:00: Wenn du deine Führungsaufgabe richtig gemacht hast, dann darf es weder Audienzen noch Mitarbeitergespräche, die festgeschrieben sind, geben.
00:45:08: Das
00:45:08: ist wie einer guten Ehre, die funktioniert doch, wenn nicht drüber gesprochen werden muss.
00:45:12: Ja, genau, genau, genau.
00:45:15: Ja, weil am Ende sind es Beziehungen, die man aufbaut.
00:45:18: Funktionierende Beziehungen in unterschiedlichen Kontexten.
00:45:22: Lieber Olaf, ich danke dir.
00:45:24: Das war ein ganz inner-deep-dive gerade.
00:45:26: Wir werden euch verlinken.
00:45:27: Alle diejenigen, die euch nicht kennen, sollten einfach mal einen Blick drauf werben.
00:45:31: Gerade wenn sie in der SAP-Welt unterwegs sind, ist die DSAG ein Mast, definitiv.
00:45:39: Ich bin sehr gespannt darauf, was wir noch so an Formaten gemeinsam oder ihr für euch entwickeln werdet.
00:45:45: Ich finde es großartig, was du da tust und leistest jeden Tag und mit welchem Herz ... Du da drin steckst und Dinge vorantreibst, ohne zu treiben, wohlgemerkt.
00:45:57: Und ja, und ich wünsche dir weiterhin alles Gute.
00:46:02: und euch allen da draußen wünsche ich bei allen Aufgaben, die ihr so täglich bewältigen wollt, dass ihr reflektiert und empathisch in die Führung geht.
00:46:14: Es hat total Spaß gemacht.
00:46:18: Das war wieder eine Folge von Leaders and Missions.
00:46:23: Ich freue mich wirklich sehr, dass du eingeschaltet hast und hoffe, es hat dir gefallen.
00:46:29: Lass uns gerne eine Bewertung da und teile diese Folge auf Social Media oder in deinem Netzwerk.
00:46:35: Ich sag tschüss und bis zum nächsten Mal, wenn es wieder heißt Leaders and Missions.
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