Mission #23: Was für ein Unternehmertum braucht Europa?
Shownotes
Was bedeutet es, Unternehmertum bewusst zu leben – in Zeiten von KI, Krisen und Komplexität? In dieser Folge sprechen Don Dahlmann und Carolina Marques über das Spannungsfeld von Technologie, Ethik und echter Wirkung. Ein Gespräch über Leadership, Verantwortung und warum „Conscious Business“ mehr ist als ein Buzzword. Unser neues Buch, vertieft genau diese Themen – ein Aufruf, Wirtschaft neu zu denken und Verantwortung neu zu definieren
Themen dieser Episode:
- Was Conscious Value vom klassischen Shareholder Value unterscheidet
- Warum Technologien wie KI uns mehr Zeit schenken können
- Was Unternehmen von der Next Gen über Sinn und Verantwortung lernen können
- Wie man angstfreie Räume für kreative Leistung schafft
- Persönliche Perspektiven auf Transformation, Wandel und Wirksamkeit- - - - - -
Link zur Folge: "Mittelstand Re:invested": https://www.amazon.de/dp/B0FYGMRY2V?ref=cmswrffobkcpuddp020BM6ZKJDZP2JF1CRTF&ref=cmswrffobkcpuddp020BM6ZKJDZP2JF1CRTF&socialshare=cmswrffobkcpuddp_020BM6ZKJDZP2JF1CRTF&bestFormat=true
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Transkript anzeigen
00:00:00: Lider Sandmissions.
00:00:02: Der Podcast für visionäre Gestalter und alle, die Wirtschaft, Gesellschaft und Innovation aktiv mitgestalten.
00:00:11: Wir sprechen mit Menschen, die uns dadurch inspirieren, was sie auf den Weg bringen.
00:00:18: Mit Machern, Kreativen und Lidern, die durch ihre Visionen und Missionen den Wandel vorantreiben.
00:00:30: Ich bin Karolina und heute spreche ich mit Don Dahlmann.
00:00:34: Wir leben in extrem transformativen Zeiten und nicht erst seit Covid.
00:00:39: Das war wie ein Katalysator, der das Ganze nur noch mal aufgedeckt und beschleunigt.
00:00:44: Diese Transformation hat eigentlich schon viel, viel früher angefangen.
00:00:47: Was er aber eben auch heißt, dass vieles, das kennen wir ja in Deutschland, in der Digitalisierung zum Beispiel liegen geblieben ist und was jetzt drückt und wo man jetzt handeln muss.
00:00:57: Und da sind wir uns einig sowohl mit der Innen- als auch der Außensicht, dass man eben Was verändern muss, aber wir sind uns auch einig.
00:01:05: Da hatten wir ja auch darüber gesprochen, dass die Zeit dafür die richtige ist.
00:01:10: Hallo Don.
00:01:11: Hallo Karolina, schön, dass ich hier sein kann.
00:01:14: Wie geht es dir?
00:01:15: Ja, mir geht es großartig.
00:01:17: Wie geht es dir?
00:01:18: Ich kann mich nicht beklagen, denn wir haben ja zusammen ein ganz tolles Projekt gestartet.
00:01:23: Vor einigen Monaten hatten wir die, ich hätte beinahe gedacht Schnaps-Idee, aber wir haben gar nicht getroffen dabei.
00:01:30: Wir waren völlig nüchtern und haben gedacht, wir schreiben ein Buch.
00:01:34: Denn wir glauben, dass neben den vielen tollen Büchern, die es schon gibt, eins fehlt.
00:01:40: Nämlich eins, was die Zukunft für Unternehmer, kleine und mittelständische Unternehmer angeht und wie diese Zukunft in Zeiten von Transformationen aussehen kann.
00:01:51: Und ja, das haben wir in den letzten Monaten bewerkstelligt und gemacht.
00:01:56: Das war eine ganze, ganze Menge Arbeit.
00:01:58: Aber herausgekommen ist ein Buch, auf das ich mich schon sehr freue, nicht nur weil wir es geschrieben haben, logisch, sondern auch weil ich glaube, dass wir wirklich einen Ton getroffen haben und einen Punkt getroffen haben, der in den sonstigen Büchern eben nicht da ist, weil sonst hätte man es auch nicht geschrieben.
00:02:18: Denn wir gucken oder versuchen so ein bisschen Transformation oder transformative Zeiten aufzugreifen.
00:02:27: Unternehmern ein Gesamtbild zu geben, von wo sie kommen, wo sie stehen und wie die Zukunft aussieht.
00:02:35: Deswegen heißt das Buch Mittelstand Reinvented, ein neues Unternehmertum für Europa.
00:02:41: Ja, und das hat noch einen dritten Subtitel.
00:02:44: ZappLine und zwar AI, New Work und Transformation.
00:02:49: Also wir versuchen immer einen Dreiklang hinzubekommen in diesem Buch und immer aus drei verschiedenen Achsen auf verschiedene Themen reinzuschauen.
00:02:57: Und das fand ich tatsächlich so spannend daran.
00:03:00: Ich habe ja vorhin noch nie ein Buch geschrieben.
00:03:02: Also ich bin ja auch keine Journalistin.
00:03:03: Ich schreibe viel grundsätzlich und stand auch schon viel auf Bühnen und in Panels und Podcasts sowieso.
00:03:11: Aber du hast mich wirklich dazu animiert ins zu sagen, ich gehe jetzt mit dir zusammen auf eine Mission, die da heißt, wir schreiben ein Buch.
00:03:20: Das ist unsere Mission.
00:03:22: Und ich muss sagen, ich habe viel gelernt dabei.
00:03:25: Gar nicht mal so viel mehr inhaltlich, weil im Prinzip haben wir viel zusammen das ausgespeichert, was eh schon in unseren Köpfen drin ist und schlummert und was wir so im stillen Kämmerlein für uns hindenken.
00:03:40: Aber ich habe sehr viel darüber gelernt, was die Methodik des Schreibens angeht und wie man sich nochmal auf eine andere Art und Weise an Dinge rantastet.
00:03:49: Und das habe ich dir zu verdanken.
00:03:51: Durch deinen journalistischen Background.
00:03:53: Wirklich.
00:03:53: Vielen Dank.
00:03:54: Ja, gerne.
00:03:55: Ja, das ist das Schöne, wenn man sich selbst mit Themen beschäftigt, die man eigentlich gut kennt oder vermeintlich gut kennt.
00:04:01: Klar, für ein Buch muss man nochmal sehr viel recherchieren.
00:04:03: Da muss man nochmal sehr viel nachlesen.
00:04:05: Und dann wird man... auch mit seinem eigenen Wissen und Halbwissen nochmal konfrontiert.
00:04:09: Und das Herausforderende beim Buch ist, dass man seine eigene Position neu überprüft.
00:04:14: Die kennt man zwar, die hat man herausgearbeitet, aber tatsächlich ist es ja so, dass... Man manchmal, oder manchmal glaubt man etwas, dass es so ist.
00:04:24: Und dann überprüft man das, dann guckt man nach Studien und so weiter, dann stellt man fest, vielleicht ist es doch ein bisschen anders.
00:04:30: Und dann hat sich häufig auch vielleicht noch mal die Datenlage geändert und andere Geschichten.
00:04:34: Und das kommt ja alles dazu.
00:04:36: Und das war eben auch das Tolle.
00:04:37: Jetzt bei dieser Geschichte noch mal, weil wir natürlich Probleme angehen, die bekannt sind oder über die häufig gesprochen wird.
00:04:45: Auf der einen Seite, auf der anderen Seite sind es aber auch neue Geschichten.
00:04:49: Und wie gesagt, Datenlagen ändern sich und so weiter.
00:04:51: Da lernt man eben auch nochmal und dann ist dann eben auf dem neuesten Stand.
00:04:55: Mich hat überrascht im ersten Teil des Buches, wo wir so ein bisschen über das von wo kommen wir eigentlich und wo stehen wir jetzt reden.
00:05:03: Das bestimmte Dinge, über die wir sprechen, Shareholder Value und all diese ganzen Sachen, dass die eigentlich schon seit den neunziger Jahren also fühlt.
00:05:14: seitdem sie so aufgekommen sind, auch innerhalb der Wirtschaft sehr kontrovers diskutiert werden.
00:05:19: Wir leben zwar noch in der Shareholder Value-Gesellschaft, vor allen Dingen bei großen Unternehmen oder auch bei sehr großen Mittelständlern, aber tatsächlich ist es so, dass die Denkweise des Shareholder Value schon längst in vielen Bereichen Adapter gelegt wurde, von Forschenden vor allen Dingen, weil sie festgestellt haben und lustigerweise auch von Leuten, die es erfunden haben.
00:05:42: also in den Achtzigern, die das lange gemacht haben.
00:05:45: Wir haben ein Beispiel von General Motors, einer der Abholigeten des Ganzen, wo wir halt gesagt haben, hey, später, nachdem er auch pensioniert war, das war der größte Quatsch, den ich jemals gemacht habe, weil es keine Nachhaltigkeit hat.
00:05:57: Und das ist dann der nächste Punkt.
00:05:59: Es geht ja im Unternehmertum, gerade im Familienunternehmen, um Nachhaltigkeit, um Langfristigkeit, um Planungssicherheit.
00:06:08: Und das ist etwas, was wir nochmal aufgegriffen haben.
00:06:12: Und wo wir versuchen, neue Wege aufzuzeigen, neue Ideen aufzuzeigen, wie das geht.
00:06:20: Man wird die Welt nicht von heute... Wir auch nicht leider von heute auf morgen auf den Kopf stellen können, aber man kann langsam anfangen.
00:06:28: Und wir leben in transformativen Zeiten und das ist der nächste Punkt, um den es natürlich auch in dem Buch geht.
00:06:33: Und man muss mit diesen... oder in diesen Zeiten natürlich ganz besonders aufmerksam sein, wenn man für die Zukunft plant.
00:06:41: Also wie man schon hört, wir haben einen ganzen Blumstrauß, Wirtschaftsthemen und Unternehmsthemen da abgehandelt.
00:06:50: Deswegen ist das Buch, auch wenn es ein kleines Format ist, auch ganz schön dick geworden.
00:06:55: Das stimmt, das stimmt.
00:06:55: Und wir haben festgestellt, man kann nicht alles, was man an Wissen aufbaut oder Erkenntnissen gewinnt, in einem einzigen Buch.
00:07:03: Manifestieren.
00:07:04: Das funktioniert auch nicht.
00:07:06: Deswegen wird es bestimmt nicht das letzte Projekt gewesen sein, was wir gemacht haben.
00:07:10: Wir sind eigentlich schon wieder dabei, schon weiterzudenken.
00:07:16: Weil wir lieben es ja beide und das schätze ich wirklich auch an die, dass wir eintauchenden Thema und dann eine Schicht nach der nächsten aufrollen.
00:07:23: Also sehr systematisch und zu gucken, okay, wie kann man da von verschiedenen Blickwinkeln hineinsteigen?
00:07:30: Ich würde nicht sagen, wir sind immer auf der Suche nach der Wahrheit, weil die Wahrheit auch viele Gesichter und viele Wahrnehmungen am Ende des Tages, aber wir versuchen da sehr neutral ranzugehen.
00:07:42: In einer integralen Denkweise, ja bruschenunabhängig und das finde ich hat das Spannende daran, weil dadurch natürlich sehr viele Menschen.
00:07:52: in der Wirtschaft etwas davon mitnehmen können.
00:07:55: Und das ist das, was wir ja wollen.
00:07:56: Wir wollen Impulse setzen.
00:07:58: Ja, das.
00:07:59: Und das Tolle ist auch, um uns mal selber zu loben.
00:08:01: Wir müssen ein bisschen Werbung machen für das Buch.
00:08:07: Nein, aber das tolle ist, dass wir halt von zwei unterschiedlichen Seiten kommen.
00:08:11: Du bist Unternehmerin, du hast in einem großen Familienunternehmen gearbeitet.
00:08:15: Du bist die Abteilung durchgelaufen, du hast Abteilung geleitet.
00:08:19: Du kennst es aus der Familie heraus, wie es ist, ein Unternehmen zu führen.
00:08:23: Du kennst die Insights für mittelständische Unternehmer oder große mittelständische Unternehmer mit auch schon Milliarden umsetzen.
00:08:31: Und ich komme ja aus dem Journalismus, aus der Wirtschaft.
00:08:35: Ich bin lange bei Gründerszene und Business Insider und habe sehr viel zu tun mit Gründern, aber gucke natürlich von außen drauf und gucke auch so ein bisschen theoretisch natürlich auch drauf, weil ich ja keine eigene Firma habe.
00:08:48: Aber ich glaube, diese Kombination aus Insights, also... wissen, wie es innerhalb eines Unternehmens läuft, aber auch von außen wissen, wie eben auch eine Außendarstellung da ist oder wie Unternehmen auch noch außen wirken mit ihrer Politik und mit der Art und Weise, wie sie auftreten und was sie machen.
00:09:09: Diese Kombination und ein bisschen Geschichte dazu damals, hat mir lustigerweise nebenbei Geschichte studiert und habe ich damals ein Professor gefragt, was man eigentlich ... den Zukunft damit machen kann.
00:09:20: Ich wollte das unbedingt.
00:09:22: Und dann gesagt, ja, damit werden sie Taxifahrer oder Journalist.
00:09:25: Oder sie gehen in die Forschung.
00:09:27: Bin ein Journalist geworden.
00:09:28: Hab aber eine ganze Menge von meinem Professor gelernt, muss ich dazu sagen.
00:09:33: Auch der historische Hintergrund, den wir ... nehmen wir so ein bisschen im Buch auch mit drin haben, weil ich das wichtig fand, dass man eben eine Perspektive hat, wo man oder die Leute da abzuholen, wo wir im Moment eigentlich stehen.
00:09:44: Dafür braucht man eine historische Perspektive.
00:09:46: Ich glaube, dass diese Mischung tatsächlich eben sehr einzigartig ist.
00:09:51: Noch mal, um auf die Transformation zurückzukommen.
00:09:53: Wir reden und schreiben sehr viel über die Transformation, weil wir beide glauben oder das wissen alle.
00:10:02: Wir leben in extrem transformativen Zeiten.
00:10:05: Und nicht erst seit Covid.
00:10:07: Das war wie ein Katalysator, der das Ganze nur nochmal aufgedeckt und beschleunigt.
00:10:11: Diese Transformation hat eigentlich schon viel, viel früher angefangen.
00:10:15: Was er aber eben auch heißt, dass vieles, das kennen wir ja in Deutschland, in der Digitalisierung zum Beispiel liegen geblieben ist und was jetzt drückt und wo man jetzt handeln muss.
00:10:27: Und da sind wir uns einig sowohl mit der Innen- als auch der Außensicht, dass man eben was verändern muss, aber wir sind uns auch einig, da hatten wir auch darüber gesprochen, dass die Zeit dafür die richtige ist.
00:10:39: Weil diese Zeit etwas mit uns macht, sowohl im Innen- als auch im Außen.
00:10:43: Wir sind ja gerade in der Wirtschaft geraten wir in so einer Art Überlebensmodus.
00:10:49: Das heißt, in so einem Angstzustand, da gibt es nur zwei Möglichkeiten.
00:10:53: Entweder ich bin mutig genug, da weiter zu gehen, nicht auf Scherben stehen zu bleiben, um mal in einer bildlichen Sprache zu verweilen.
00:11:01: Und einfach in Bereiche mich hineinzutrauen, die vielleicht auch sehr unangenehm sind und sich nicht immer so gut anfühlen, aber da halt auch eine Chance dran zu sehen.
00:11:12: Und von daher, ja, du hast absolut recht, Covid war ein Katalysator, ein extremer Katalysator.
00:11:18: Dieser Prozess, der war auch schon nicht mehr aufzuhalten grundsätzlich und Covid hat es eigentlich nur beschleunigt.
00:11:23: Covid hat es nur beschleunigt, hat die Dinge, die fehlen innerhalb der Gesellschaft ganz generell aufgedeckt.
00:11:31: hat die Bruchlinien aufgezeigt, auch für Unternehmen.
00:11:34: Das hat eben auch dazu geführt, dass sehr viele Unternehmer eben sehr überrascht waren, was eigentlich nicht sein kann.
00:11:42: Wenn man langfristig denkt.
00:11:44: Wenn man langfristig denkt, also es ist halt tatsächlich, es ist halt tatsächlich natürlich nicht leicht für Unternehmer, weil sie von so vielen Seiten unter Druck genommen werden.
00:11:52: Aber es ist nicht das erste Mal in der Geschichte, dass wir in solchen Zeiten erleben.
00:11:56: Wir haben große, transformative Technologien oder Brüche gehabt in der Geschichte.
00:12:02: Das war der Buchdruck, Entwicklung der Dampfmaschine und viele, viele andere Dinge.
00:12:08: Und es gab ja schon mal, ich komme ja von, wie gesagt, arbeiten bei der Gründerzehne seit zehn Jahren.
00:12:13: Es gab ja schon mal eine Gründerzeit, kennen wir heute nur noch von den Möbeln, aber ... Tatsächlich gab es die schon mal in den Achtzehn-Siebzigern, also rund um die Reichsgründung, ein bisschen davor.
00:12:24: Da gab es ja schon mal eine Phase, wo ganz viele neue Unternehmen gegründet werden.
00:12:28: Denken wir an BRSF.
00:12:30: Wurde Achtzehnthundertsechzechzechzequetschte gegründet.
00:12:33: Denken wir an Stahl, Krupp.
00:12:35: Das sind alles Unternehmen, die genau in der Zeit gegründet wurden.
00:12:37: Das waren alles Erfinder, Tüftler.
00:12:41: Das waren mittelständische Unternehmen, kleine mittelständische Unternehmen, die da gegründet haben.
00:12:46: Gleichzeitig wurden aber alte Industrien komplett aufgelöst innerhalb von wenigen Jahren.
00:12:54: und ein gutes Beispiel, was ich immer nehme, sind die Kutschenhersteller.
00:12:58: Die hatten ja den Markt komplett im Griff.
00:13:01: Jeder brauchte irgendwie eine Kutsche zum Transport oder für zu Hause.
00:13:05: Der Trend zur Zweitkutsche war auch schon da.
00:13:08: Also man hat eine große, eine kleine.
00:13:09: Wir hatten gut zu tun.
00:13:10: Es gab hundertfünfzig, so um acht zu hundertsechzig.
00:13:13: Rom gab es noch hundertfünfzig Kutschenhersteller in Deutschland und Österreich.
00:13:16: Also eine ganze Menge.
00:13:18: Und dann kam Gottlieb Daimler und hat den... Den Verbrenner entdeckt.
00:13:22: und dann hätten eigentlich findige Unternehmer sagen müssen, auch guck mal, der spart uns das Pferd ein, das nehme ich in Lizenz oder das kaufe ich dem ab.
00:13:30: Das hat aber keiner gemacht.
00:13:32: Tatsächlich waren aber Kutschenhersteller diejenigen, die das Ganze wissen hatten, die wussten wie man eine Karosserie baut, Karosse, das kommt aus einem Kutschen, Vukabular.
00:13:41: das Wort.
00:13:42: Die wussten, wie man eine gute Federung baut.
00:13:43: Die wussten, wie man eine Polsterung macht, also wie man die auch Innenausstattung macht, was Leute haben wollen und so weiter.
00:13:51: Die wussten, wie man eine Lenkung baut, wie man Bremsen baut.
00:13:54: Das alles wussten.
00:13:54: Die Gottlieb Daimler wusste nichts.
00:13:56: Der hatte nur den Motor.
00:13:57: Und deswegen ist auch der erste Motorwagen, den er gebaut hat, oder mit dem er der zweite, der auch im Gottlieb Daimler Museum steht, der ist auch nicht von ihm hergestellt.
00:14:06: Der ist von einem Stuttgarter Kutschenhersteller hergestellt, weil er da hingegangen ist.
00:14:10: Kannst du das für mich machen?
00:14:12: Und von der leitenden Industrie, die gar nicht so klein war, hat sich die Kutschenindustrie nach von dreißig Jahren zu einer Industrie gewechselt, die überhaupt nichts mehr zu sagen hatte.
00:14:21: Weil die Autohersteller, die dann auch so hoch popten in der Zeit, gab ja wahnsinnig viele Namen für Hersteller, die man heute gar nicht mehr kennt.
00:14:30: Die haben die ganzen Leute abgeworben.
00:14:32: Die sind zu den Kutschenherstellern gegangen und haben gesagt, hier, Polsterer kommt zu mir und macht und so.
00:14:36: Und die haben die Leute abgeworben und selber gebaut.
00:14:39: Und dann gab es tatsächlich innerhalb von wenigen Jahren ist die Zahl der Kutschner Städte so gesunken und so das ganze System ist zusammengebrochen.
00:14:48: Und wir erleben das ja jetzt wieder und lustigerweise ausgerechnet in der Autoindustrie.
00:14:52: die eben auch so unter dem Druck steht, weil sie auch plötzlich das Auto eben nicht mehr Alleinstellungsmerkmal hat, was es ihm hilft zu der König zu sein innerhalb der Branche, sondern es gibt Alternativen, es gibt Mobilitätsalternativen, Städte machen dicht und sagen, wir wollen gar nicht mehr so viele Autos, es ist zu viel geworden.
00:15:08: Und all diese Sachen, das heißt, Autohersteller müssen sich was überlegen, die Zulieferindustrie steht massiv unter Druck.
00:15:15: Das heißt, man muss sich jetzt überlegen, egal in welcher Branche man ist.
00:15:19: Vor allem im Hinblick auf künstliche Intelligenzen.
00:15:22: Das ist ja auch ein großes Thema im Buch.
00:15:25: Wir müssen uns oder Unternehmer müssen sich jetzt überlegen, wie sie mit künstlicher Intelligenz umgehen wollen.
00:15:30: Nicht erst jetz, aber besten gestern.
00:15:31: Denn wenn man jetzt sagt, das mache ich in drei bis fünf Jahren.
00:15:36: In drei bis fünf Jahren, wir wissen gar nicht, welche Markssituation wir in drei bis fünf Jahren haben.
00:15:42: Und in drei bis fünf Jahren habe ich dann plötzlich nicht nur mit den chinesischen Herstellern zu tun.
00:15:47: sondern ich habe auch noch mit indischen Herstellern zu tun, die massiv auf dem Markt kommen, die gerade ihre Gründerzeit erleben und zwar richtig Gründerzeit erleben.
00:15:58: Und das heißt, die Konkurrenz wächst.
00:16:01: Also ich muss mir jetzt was einfallen lassen, wenn ich was erreichen will.
00:16:05: Ja, und das ist ja nur ein Beispiel und das erlebst du halt in vielen verschiedenen Branchen.
00:16:11: Ich meine, du hast mich inzwischen auch ein bisschen besser kennengelernt.
00:16:14: Ich stelle ja gerne dann die unbequemen Fragen, vor allem gerne die Frage, was können wir daraus lernen, wenn das schon mal passiert ist?
00:16:21: Also was war denn eigentlich die Lernaufgabe, die wir verpasst haben?
00:16:25: Gerade in Hinblick auf die Automobilindustrie muss ich da ein bisschen schmunzeln, weil es ja schon mal passiert ist in eine gewisse Art und Weise.
00:16:31: Nur, dass die Situation heute noch viel komplexer geworden ist, weil die Märkte sich miteinander vernetzt haben, weil sie sich verschieben.
00:16:39: Nicht nur wirtschaftlich, sondern auch geopolitisch.
00:16:42: Und es wird halt immer komplexer.
00:16:44: Und die Reize von außen werden immer größer.
00:16:48: Und dann ist halt die Frage, was machen wir denn im Inneren?
00:16:51: damit wir dieses Gegengewicht halten können.
00:16:52: Und damit haben wir uns wirklich auch sehr intensiver auseinandergesetzt.
00:16:56: Und da halt auch wieder in verschiedene Ebenen und Achsen reingeschaut.
00:17:00: Was ich ganz schön finde, was wir getan haben, ist, dass wir gesagt haben, okay, das alte Dogma des Shareholder Value hat das ausgedient oder nicht.
00:17:07: Oder ist es vielmehr, dass wir jetzt in eine Art Dreiklang kommen müssen in das, was war, das, was heute ist und das, was in der Zukunft entstehen muss und haben so diese drei... Begriffe nochmal aufgefaltet, sag ich mal vom Shareholder Value auf der einen Seite, dann eine Customer Value, quasi der Reiz des Kunden von außen und dann dabei Integrity Value oder Conscious Value.
00:17:30: Wir wissen noch nicht genau, welchen Begriff man dafür nehmen kann, weil es gibt es noch nicht, aber es ist im Prinzip das Bewusstsein im Inneren einer Haltung Integrität, die natürlich auch viel durch familiäre Strukturen geprägt wird und wie die es braucht, damit man dieses diesen starke Säule im Inneren, dieses Vertrauen hat eben durch gute und schlechte Zeiten zu gehen und um Unternehmen Resilienz zu machen für die Zukunft.
00:17:56: Und das finde ich halt spannend, ohne dass man da einen esoterischen Touch ran hängt.
00:18:00: Wir haben versucht ein sehr realistisches Bild zu zeigen.
00:18:05: Ja, das auf jeden Fall.
00:18:07: Da kommt eben unser Vorteil eben, du mit der inneren Sicht, ich mit der äußeren Sicht, wir konnten das gut abgleichen und feststellen.
00:18:14: Da manchmal auch eine Diskrepanz besteht zwischen dem, wie ein Unternehmen sich selber sieht und ein Unternehmen, wie es von außen gesehen wird.
00:18:20: Tatsächlich ist, glaube ich, das ist der eine große Punkt, an dem wir versuchen anzusetzen, an dem wir, glaube ich, auch erkennen.
00:18:28: dass wir eben ein neues Unternehmertum brauchen, im Sinne von, dass wir neu denken müssen über Unternehmen und wie man Unternehmen führt.
00:18:38: Und Costumer Value, das ist ja etwas, wo jetzt viele was zu machen, lustigerweise.
00:18:45: So in den letzten Jahren ist mir das aufgefallen, dass also viel mehr Unternehmen anfangen, den Kunden wieder mehr in den... ... Vordergrund zu stellen.
00:18:54: Weil sie gemerkt haben, ... ... dass Schere oder Welle und diese Tendenz ... ... dann innerhalb von Unternehmen ... ... alles auf Effizienz zu trimmen, ... ... damit am Ende halt mehr Dividende rauskommt, ... ... auf Dauer nicht funktioniert, ... ... weil die Kunden das irgendwann merken.
00:19:06: Also wie mit ihnen umgegangen wird, ... ... und wie die Produkte, ... ... also die Qualität der Produkte ... ... und all diese ganzen Geschichten, ... ... das landet ja irgendwann beim Kunden.
00:19:13: Und der Kunde hat ja ein dickes Fell, sage ich mal, ... ... und ist bereit, viel zu verzeihen.
00:19:18: Kenne ich auch von mir.
00:19:19: Aber irgendwann sagt er sich, ... ... ne, das mache ich nicht mehr.
00:19:22: Das Schwierige ist ja, das wissen wir alle, Leads zu generieren, wird ja zu den schwierigsten Dingen überhaupt.
00:19:29: Und wenn du halt mal einen Kunden hattest, der sagt, das reicht mir, das nehme ich gerne.
00:19:34: Dieses Produkt, mit dem bin ich zufrieden.
00:19:37: Und du verlierst den.
00:19:40: Weil er mal überzeugt war, aber du ihn davon überzeugt hast, dass er nicht mehr überzeugt ist.
00:19:45: Den neu zu kriegen ist extrem schwierig.
00:19:48: Und das haben viele gemerkt und machen jetzt eben so ein... machen eben jetzt relativ viel Costumer Value Geschichten.
00:19:55: Aber bei vielen Unternehmen habe ich dann das Gefühl, das ist so ein bisschen wie in der lustigen Werbung, wo sie dann sagen, wir machen das mit den Fähnchen.
00:20:02: Wir schreiben CSR drauf und Kundenbetreuung drauf, aber im Grunde genommen ist es so das Minimum, was wir machen müssen.
00:20:10: Aber wir machen nicht das Maximum.
00:20:12: Und das recht sich jetzt auch, weil Kunden gerade in Zeiten knapper Kassen ... noch sehr viel mehr überlegen, für was sie Geld ausgeben, was das dann das Produkt auch kosten darf.
00:20:27: Und das kommt ja noch dann eben hinzu.
00:20:31: Und dann kommt eine Wertschöpfungskette, die häufig auch außer Acht gelassen wird.
00:20:35: Immer intern in den Unternehmen, das sind die Mitarbeiter.
00:20:40: Und die Zufriedenheit der Mitarbeiter oder wie die Mitarbeiter auch zusammenarbeiten.
00:20:44: Das wird ja auch häufig außer Acht gelassen.
00:20:47: Und das ist ein ganz großes Thema bei uns im
00:20:49: Buch.
00:20:50: Das ist nicht so ganz einfach.
00:20:52: Fangen wir nochmal an, bei dem, mit dem Thema, mit dem du angefangen hast.
00:20:56: Es ist so schwierig, Leads zu gewinnen.
00:20:58: Wirklich, committed Leads.
00:21:00: Und da bin ich voll bei dir.
00:21:02: Sales and growth, das ist mein Thema seit meiner, an Beginn meiner Arbeit, wo ich angefangen habe, zu arbeiten.
00:21:10: Genau.
00:21:10: Und was viele machen, dass sie halt erst im Growth-Stadium darüber nachzudenken, wie sie Customer Value etablieren.
00:21:17: Aber... Die Wahrheit ist leider, man muss es bei zero to one schon anfangen.
00:21:22: Also wenn man quasi etwas überhaupt aufbaut.
00:21:24: Und dann muss man gleichzeitig das Gegengewicht setzen.
00:21:27: Sprich, es reicht nicht, wenn du den Kunden zum König machst, sondern du musst auch auf der anderen Seite einen Gegengewicht setzen.
00:21:34: Also denjenigen, der mit dem Kunden zu tun hat, der muss sich auch wohlfühlen, damit er in sein volles Potenzial reingeht, weil das spiegelt sich dann wieder nach außen.
00:21:45: Nur so kannst du eine Art Rotation erzeugen, die sich gegenseitig nach oben schraubt.
00:21:51: Das heißt, du brauchst den Shareholder Value nach wie vor, weil wenn das Unternehmen nicht profitabel ist, wird es es irgendwann auch nicht mehr geben.
00:21:58: Die Frage ist, wie kannst du den Shareholder Value heben, indem du den eigentlich die inneren Werte, also denjenigen, den Menschen, der es eigentlich ankugeln muss, dass du den als erstes zum König machst, damit das nach außen spiegelt und wie so ein Magnet wirkt.
00:22:12: So kannst du es gesund nach oben schrauben.
00:22:15: Das heißt, die Reihenfolge muss verändert werden.
00:22:18: Das ist eigentlich das, was wir sagen.
00:22:20: Man muss in transformativen Zeiten tatsächlich die Reihenfolge der Prozesse ändern, auch wenn es wehtut.
00:22:26: Und man muss alle drei Achsen oder alle drei Punkte quasi in ein gutes Gleichgewicht bringen, damit es funktioniert.
00:22:32: In einem Dreiklang, wenn man so will.
00:22:34: Genau, das ist absolut richtig.
00:22:38: Und das Lustige ist ja auch, jeder von uns ist ja auch Kunde irgendwo.
00:22:43: Also wir sind ja beide.
00:22:44: Wir können Unternehmer sein, aber wir sind aber auch Kunden.
00:22:48: Und das Interessante ist ja häufig, das kenne ich auch im Gespräch mit Unternehmern, auch von Unternehmen, die alt eingesessen sind, so genannte, also die es schon wirklich seit Generationen gibt.
00:22:58: Man vergisst manchmal, dass man ja selber auch irgendwo kunde ist.
00:23:02: Aber ich gehe mit dem Bewusstsein in meinen Unternehmen, sagt er, denn ich habe festgestellt, dass wir manchmal, weil wir in Unternehmen ... in unser eigenem Unternehmen denken, ... ... unsere eigene Unternehmensdenke haben, ... ... da denken wir natürlich darüber, ... ... was kann ich tun, ... ... damit es dem Unternehmen gut geht.
00:23:21: Und damit ich eben mehr Gewinn mache ... ... und so weiter und so weiter.
00:23:25: Aber wir denken gar nicht mehr darüber nach, ... ... wie sieht denn eigentlich der Kunde das?
00:23:30: Und ich bin ja selber Kunde.
00:23:31: Und den Anspruch, den ich selber ... ... an bestimmte Dinge habe, ... ... den muss ich ja transportieren können ... ... in das, was ich auch selber herstelle.
00:23:39: bzw.
00:23:40: auch selber verkaufen.
00:23:41: Das klingt irgendwie ganz banal, aber das ist tatsächlich so ein bisschen eine eigene Spagat, die man machen muss, eben weil Unternehmen heute so unter Druck stehen, sehr viel Geld abzuwerfen, gerade wenn sie viele Investoren haben.
00:23:57: Und da ist es nicht immer so leicht zu sagen, ja, aber der Kunde, weil die Investoren sagen, ja, aber mein Geld.
00:24:03: Und da ist es nicht so leicht, dieses das Ding da hoch zu halten.
00:24:07: Es gibt Unternehmen, die das können, die das machen.
00:24:11: Gerade im Mittelstand kann das.
00:24:13: Und da kommt das, was wir eben Integrity Value auch nennen.
00:24:16: Irgendwann brauchst du so eine Mischung.
00:24:18: Unternehmen ist ja nicht nur eine Geldmaschine oder eine Gelddruckmaschine.
00:24:22: Ein Unternehmen ist ja auch ein soziales Wesen in einem gewissen Sinne, weil es Teil einer Gemeinschaft ist.
00:24:29: Mittelständische Unternehmen sitzen meistens nicht irgendwo in einer Großstadt, sondern ein Stück weiter raus.
00:24:36: Die sind Teil von einer Kommune, von einer kleinen Stadt.
00:24:38: Die stellen Teil der Arbeitsplätze, die zahlen die Steuern usw.
00:24:43: Also die sind ja Teil einer großen Gemeinschaft und so müssen sie sich auch verstehen.
00:24:49: Und eine Gemeinschaft kann nur funktionieren, wenn alle Teile auch zusammenarbeiten und dazu gehört auch ein Unternehmen.
00:24:55: Und diese Integrität, die man haben muss sowohl im Sozialen für seine Mitarbeiter, aber natürlich auch für das Unternehmen, das ist ja wichtig, das ist dass es vernünftig läuft und Geld abwirft.
00:25:06: Diese Integrität muss man aufbauen.
00:25:08: Und da kann, das ist ja das nächste große Thema, KI sehr gut helfen.
00:25:13: Ich war ganz begeistert bzw.
00:25:15: auch ein bisschen überrascht, dass du so begeistert warst von künstlicher Intelligenz und dem Einsatz in Unternehmen.
00:25:20: Aber das hat ja auch eine Historie.
00:25:23: Du hast damit ja schon in deinem Unternehmen schon sehr früh mit angefangen.
00:25:28: Ja, also wir sind ja ein Tech-Unternehmen gewesen, quasi so ein Hidden-Champion-Bereich, Mobilität und Starterentwicklung und Retail.
00:25:38: Wir haben uns sehr früh mit den Fragen beschäftigt.
00:25:41: Wer bewegt sich wie, warum und können Daten und Sensor und Städte retten?
00:25:45: und wie können oberane Strukturen weiterentwickelt werden bis hin zur Last-Mile-Erschließung?
00:25:50: Also dieses ganze Thema, wie bringt mein Leben und der Arbeit vernünftig zusammen?
00:25:55: Daten gesteuert, das war schon immer mein Thema.
00:25:58: Und wir haben natürlich auch viel im Bereich Maschinenlearning gemacht.
00:26:02: Noch nicht im Large Language Model, aber wir haben uns sehr früh damals im familiären Konzern damit beschäftigt, wie kann man mit künstlicher Intelligenz, mit Datenmodellen schneller Muster erkennen, hocharbeiten.
00:26:16: Das hat mich schon immer fasziniert.
00:26:18: offen gestanden und mir noch ein bisschen Tech-Affine, Tech-Affine ist Kind gewesen und von daher habe ich da sehr früh meine Nase immer reingesteckt.
00:26:28: Das heißt, meine Barriere oder meine Berufungsängste waren grundsätzlich schon geringer.
00:26:32: Mit der Entwicklung der Large Language Models, glaube ich, haben wir eine oder habe ich zumindest die riesen Chance dran gesehen, dass drei Silos in Unternehmen, die maßgeblich dafür entscheidend sind, dass Wachstum überhaupt entstehen kann.
00:26:47: Erst mal zero to one, go to market und dann Wachstum im zweiten Schritt in die Lage versetzt werden, eine gemeinsame Sprache zu entwickeln, indem man AI Agents als neutrale Schnittstellen benutzt.
00:26:59: Weil wenn du es mal ganz einfach unterprägst, was passiert denn?
00:27:03: Gerade im mittelständischen Unternehmen, egal ob in kleineren oder größeren Teams oder auch in Konzernstrukturen.
00:27:08: Marketing vermarktet etwas.
00:27:12: was dem Markt entspricht, was das Produkt nicht kann und Vertrieb verspricht etwas, was das Produkt nicht kann und Produkt erwartet, dass Marketing und Vertrieb das schon richtig machen.
00:27:26: Und damit funktioniert das nicht.
00:27:29: Das ist eine der größten Themen, auch wenn wir es nicht wahrhaben wollen, in diesen drei Silos.
00:27:35: Und wir haben damals früh im Konzern angefangen, genau diese drei Abteilungen zusammenzulegen.
00:27:39: Es waren Riesentransformationsprozesse und dann hinterher nochmal zwei Silos aufgelöst.
00:27:44: Also ich habe sehr, sehr viel gelernt über Menschen und zwischenmenschliche Beziehungen, was das angeht.
00:27:49: Aber im Kern ist es genau da, dass diese drei Elemente eigentlich eine gemeinsame Sprache sprechen, was von Natur aus nicht so einfach ist.
00:27:58: Marketing ist sehr kommunikativ, bauen gerne Brands auf.
00:28:02: Sehr viele Emotionen sind eher kundenorientiert und verstehen oft die Themen, die Markt sind.
00:28:07: Aber das Match im Zweifel vielleicht gar nicht mit dem Produkt, was entsteht, so ein Vertrieb, hat natürlich eigene Treiber in sich, ist schon etwas technischer oft orientiert, aber auch... Produkt und Vertrieb spricht ganz oft nicht eine Sprache.
00:28:24: Und dann ist dann gezwungen, dadurch, dass der Kunde gewisse Erwartungshaltung hat, das dann reinzudrücken.
00:28:29: Und das sorgt für ganz viel Reibung.
00:28:32: Und wir wissen selbst, wenn Reibung entsteht, dann kommt man nicht mehr so richtig vorwärts.
00:28:37: Und ich glaube, daran liegt wirklich die Chance, dass man es schafft, ich sage mal, so neutrale Schnittstellen zu bilden, um ein bisschen weniger Reibung zu erzeugen und auch mehr Verständnis auf beiden Seiten.
00:28:50: Wenn, wie gesagt, diese drei Silos eine gemeinsame Sprache sprechen, ist schon viel geholfen.
00:28:56: Es ist noch nicht alles gelöst, das will ich nicht sagen.
00:28:59: Wir befinden uns trotzdem in großen Transformationsprozessen, die wie Neugrundungen sind.
00:29:03: Du hast es vorhin gesagt, drei bis fünf Jahre, ich würde sogar sagen, manchmal sogar sieben Jahre.
00:29:08: Bis sich gewisse Muster wirklich erst gefestigt und etabliert haben und man nicht nach nur so einem zwei, drei Wochen Coaching wieder zurückfällt in irgendeine alte Verhaltenstruktur, Verhaltensmuster, weil dann ist er auch nicht damit geholfen.
00:29:22: Es ist eine Neugründung.
00:29:24: Das müssen wir uns bewusst sein.
00:29:26: Und egal, ob man das im KMO, im Scale-Up-Format oder in der zweiten oder dritten Generation im mittelständischen Konzern macht, wir stehen alle vor den gleichen Herausforderungen.
00:29:36: Und das ist aber auch ganz gut so, weil wir da auch in die Lage versetzt sind, voneinander zu lernen.
00:29:42: Und das sind ja diese Formate, die wir ja auch aufmachen mit unserem Podcast, wo wir live mit Unternehmern sprechen, um genau diese Themen öffentlich auch ein Stück weit zu diskutieren und zu platzieren, ohne dass da eine mediale Werbung dran hängt, sondern sagen, wir machen diesen Raum auf, um wirklich Dinge zu diskutieren, wertfrei.
00:30:03: Genau, wir haben ja mit dem Buch auch ein Event und genau da geht es, bei diesem Event geht es eben.
00:30:11: Darum, dass man eben diese Themen anspricht.
00:30:13: Das ist die eine Seite.
00:30:14: Die andere Seite ist ja, dass wir jetzt mit künstlicher oder überkünstlicher Intelligenz reden.
00:30:21: Und das denkt man natürlich auch, mein Gott, schon wieder ein Buch über künstliche Intelligenz und was ja alles kann und so weiter.
00:30:26: Darum geht es gar nicht.
00:30:28: Es geht auch darum, was künstliche Intelligenz kann, das ist klar.
00:30:31: Aber es geht vor allen Dingen um die Frage, wie sehe ich künstliche Intelligenz im Unternehmen und wozu kann ich sie nutzen.
00:30:37: Und viele sehen künstliche Intelligenz vor allen Dingen aus dem, wie ich nenne es mal, Bereich der Effizienz.
00:30:44: Also wie kann ich Prozesse verschlanken, kann ich Leute entlassen, sind überflüssig und spare ich Geld damit.
00:30:51: Das ist aber meiner Meinung nach, also das spielt eine große Rolle gerade in Unternehmen, die sehr share- oder value-konzentriert sind.
00:30:59: Das wird sicherlich auch der Fall sein.
00:31:01: Aber darum geht es bei künstlicher Intelligenz nicht.
00:31:03: Bei künstlicher Intelligenz geht es meiner Meinung nach, ich glaube, das stimmt mir auch zu.
00:31:07: Darum nicht die Dinge zu verkürzen oder effizienter, also schon effizienter zu gestalten, aber nicht zu verkürzen und nicht Leute rauszuschmeißen, sondern genau das Gegenteil.
00:31:16: Eigentlich das Wissen und die Erfahrung von Menschen, die bei mir im Unternehmen arbeiten, diesen Wissenschaft zu heben.
00:31:24: Denn viel geht ja unter ein Unternehmen, einfach weil, gerade wenn sie auch größer sind, weil zu viel eben in den Du hast es angesprochen, sie losgedacht wird.
00:31:35: Und dann... Hast du eine gute Idee in Meeting A?
00:31:38: Marketing denkt darüber nach, was können wir damit machen?
00:31:41: Und da passiert da aber nichts mehr mit.
00:31:44: Und so ein KI-Agent, wenn man den im Unternehmen im Hintergrund einfach einsetzt, der quasi mitschreibt in einem Meeting, nur als Beispiel, der mitschreibt in einem Meeting und sich dann mit anderen KI-Agenten, die in anderen Abteilungen sitzen, zusammenschließt und sagt, guck mal, die Marketing haben... diesen Bulletpoint gefunden und gesagt, das sollte man nochmal machen.
00:32:06: Und dann sagt der andere KL gehen, Moment mal vor drei Monaten haben sie im PR was Ähnliches gesagt.
00:32:11: Da gucke ich doch nochmal nach und das Zusammenschmeiß.
00:32:14: Also das heißt, das was wir ja schon jetzt tun, wenn wir mit KI arbeiten, dass wir irgendwelche Proms reingeben und sagen, ich habe die und die Idee, findest du da was zu?
00:32:24: KI macht ja nichts anderes.
00:32:25: Das findet ja ein Unternehmen auch statt.
00:32:27: Da wird ja permanent Wissen produziert.
00:32:30: Und die Frage ist, wie kann ich diesen Wissensschatz heben?
00:32:33: Und das kann KI.
00:32:35: Und deswegen ist KI aus unserem Blickwinkel heraus nicht nur ein Effizienztreiber, das wäre nämlich viel zu kurz gegriffen, sondern es ist ein Innovationstreiber.
00:32:49: und es hat auch eine soziale Komponente.
00:32:51: überraschenderweise, weil es Menschen dazu bringt, zusammenzuarbeiten, weil sie eben aus verschiedenen Abteilungen kommen und sich nie sehen.
00:33:00: Und nie miteinander reden und einfach nur wissen, auch das ist der oder die aus dem Marketing, wenn man sich mal in der Küche trifft oder irgendwie sowas.
00:33:08: Diese soziale Komponente spielt ja dann auch eine Rolle, wenn KI dazu in der Lage ist zu sagen, XY hat die Idee, sollten sich vielleicht mal zusammensetzen.
00:33:16: Ja, im Prinzip ist es genau das, was so Menschen wie ich in Unternehmen gemacht haben.
00:33:21: Ich sage nicht alle, aber viele Führungskräfte, gerade im Tech-Umfeld, haben eine Mustererkennung, liegen auf dem Spektrum.
00:33:29: Und was machen wir, wenn wir in Konzernen arbeiten, in Konzernstrukturen?
00:33:33: Wir versuchen uns mit so vielen Menschen wie möglich auszutauschen.
00:33:36: Warum?
00:33:37: Damit wir als Inputmaschinen unsere Mustererkennung anschmeißen können.
00:33:41: Genau deswegen machen wir das, weil wir plötzlich Datenpunkte finden, die zusammen passen.
00:33:48: Und jetzt musst du mal überlegen, was passiert, wenn man ein Unternehmen öffnet.
00:33:52: mit dem Wissenschaft und dann eine Maschine, die nur auf Mustererkennung getrimmt ist, die rechnet und rechnet und rechnet mit einer Geschwindigkeit, was da ein Potenzial gehoben werden kann auf neutralem Level.
00:34:06: Und wenn dann sowohl Führungskräfte als auch Mitarbeiter in der Lage sind, das für sich zu nutzen und umzusetzen, sei es in Themen wie Sozialstrukturen oder in Bereich Produktentwicklung oder, oder, oder, das ist Das ist ein zusätzliches Potenzial, was man heben kann.
00:34:25: Neben dem Thema, dass man in eine angstfreie Kommunikation reingehen kann, weil man neutralischen Schnittstellen braucht.
00:34:34: Da sehe ich das eigentliche Potenzialen.
00:34:36: Wir haben das hier in unserem Mini-Format.
00:34:39: Wir sind unter zehn Mitarbeiter bei mir in meinem Unternehmen.
00:34:44: quasi wir sind ja kein Start-up mehr, wir sind ja ein Scala-Up.
00:34:46: Allein wir nutzen aktuell siebenundzwanzig Agenten, die mit uns arbeiten, die an uns rangeflanscht sind.
00:34:53: Was wir in unserer eigenen Power, also wenn wir auf den einzelnen Schauen schon an Potenzial gehoben haben und unsere eigene Power multipliziert haben dadurch, das ist Wahnsinn.
00:35:04: Und wenn ich überlege, dass man das in eine Großstruktur reinbringen kann.
00:35:09: Das ist schon irre.
00:35:11: Also wir haben unsere eigene Produktivität mit über vierzig Prozent gesteigert, ohne jetzt uns zu überarbeiten.
00:35:18: Also wir haben jetzt nicht angefangen, längere Arbeitszeiten, wir haben uns potenziale Freigeschafft und sind in der Lage, halt auch mehr um die Ecke zu denken als vorher.
00:35:28: Und wir haben schon einige bei uns, die Mustererkennung haben in diesem Team.
00:35:32: Also es ist jetzt nicht so, dass ich da als Einziger rumlaufe.
00:35:35: Wir finden uns ja untereinander.
00:35:37: Ich meine, du hast ja auch eine Mustererkennung.
00:35:40: Und wenn man mal von dem Blickwinkel welche Potenziale haben, die Menschen, die im Unternehmen sind, einsteigt.
00:35:47: Ja, weil das ist das der größte Schatz.
00:35:49: Und wie kann man das sozusagen in eine gute, organische Struktur und ein gutes Miteinander bringen?
00:35:55: Wertschätzend.
00:35:57: Und mit Respekt.
00:35:59: Dann... wird vertrauen wirklich ein stabiles Fundament und dann werden solche Unternehmen und Strukturen wirklich resilient, auch in schlechten Zeiten.
00:36:09: Genau, und darum geht es ja auch in dem ganzen Buch also aufzuzeigen, noch mal woher wir kommen, wo wir stehen, dass der Transformationsprozess schon angefangen hat, aber dass eben KI eine große Rolle dabei spielt, wie wir uns in Zukunft aufstellen werden.
00:36:23: Es wird kein Weg um KI geben für Unternehmen, wird nicht funktionieren, man kann das nicht ignorieren.
00:36:30: Sie wird ein integraler Bestandteil von Unternehmen sein.
00:36:32: Die Frage ist, wie wir KI einsetzen.
00:36:34: und wie.
00:36:34: mit allen Technologien ist immer das Problem.
00:36:38: Da gibt es ja immer unterschiedliche Arten und Weisen, wie man KI dann am Ende benutzt.
00:36:45: Und er hat jetzt eine große Chance, die Grundlagen in seinem Unternehmen zu legen und KI so einzusetzen, dass sie zu diesem Integrity Value passt und dass sie das unterstützt.
00:36:58: und dass sie vor allen Dingen
00:37:00: auch
00:37:02: Effizienzenschaft bzw.
00:37:06: dass sie es schafft, dass Wissen und neue Einnahmemöglichkeiten auch entstehen im Unternehmen, weil sie die Mitarbeiter auch so ein bisschen befreit.
00:37:17: Weil sie auch dabei hilft, dass eben Ideen gesammelt werden.
00:37:20: Weil sie dabei hilft, dass man Daten natürlich früher kennt.
00:37:24: Das kann eine KI natürlich besser als alles andere.
00:37:28: Aber ich finde, KI darf nicht Angst machen.
00:37:32: KI muss eigentlich genau das Gegenteil sein.
00:37:35: KI muss einen Spaß machen, muss einen beflügeln und sagen, mir ist das aufgefallen.
00:37:41: Was sagt denn die KI dazu?
00:37:43: Und einem dabei helfen, das Unternehmen zu führen, besser zu führen, vizienter zu führen, Mitarbeiter zu befreien, Mitarbeiter auch miteinander zu verknüpfen.
00:37:54: Du sprichst den Buch von einem Human Touch, den natürlich immer in einem Unternehmen hast.
00:38:00: Und das gehört ja dazu.
00:38:01: Und das ist ja auch enorm wichtig und dass dieser Human Touch eben auch durch eine KI so paradox, das klingt auch nochmal verstärkt wird.
00:38:09: Einfach, weil es unterschiedliche Mitarbeiter aus unterschiedlichen Sektionen oder unterschiedliche Abteilungen, die normalerweise nie was miteinander zu tun hätten, weil KI es schaffen kann, dass man diese Mitarbeiter zusammenbekommt.
00:38:23: Und da entstehen ja ganz neue Dynamiken und ganz neue Möglichkeiten auch für das Unternehmen.
00:38:29: Deswegen muss man das eben so einsetzen.
00:38:32: KI ist ein unfassbar, also die Large-Language-Models, sagen wir mal ganz konkret, ein unfassbar großartiges Übersetzungstool.
00:38:42: obwohl sie nicht als Übersetzungstool entwickelt worden sind.
00:38:45: Aber es ist ein unfassbar tolles Übersetzungstool zwischen Technologie und menschlicher Kommunikation.
00:38:53: Je technischer und komplexer Produkte sind, desto mehr sind die Entwickler auf dieser Tech-Kommunikation und desto mehr sind die Marketings auf der menschlichen Kommunikationsebene.
00:39:05: Alleine das zusammenzubringen mit einem klaren Übersetzer, das wirklich das war es Technik.
00:39:11: entwickelt und kommuniziert, auch da drüben ankommt, damit das vom Marketing auch in den Markt reinkommt.
00:39:20: Das ist essentiell und plötzlich verstehen sich Menschen.
00:39:23: Und du weißt, was Menschen eigentlich wollen.
00:39:25: Im Grunde wollen wir alle nur verstanden werden.
00:39:29: Wir wollen alle nur verstanden werden.
00:39:31: Und wenn man im täglichen Arbeitsumfeld verstanden wird plötzlich, dann schafft das Vertrauen und schafft so einen angstfreien Raum.
00:39:37: Und man schafft vielleicht dann auch nicht nur die eine Richtung, wir haben das entwickelt, das muss jetzt da rein, sondern man schafft auch diese andere Richtung.
00:39:44: Also zuhören geht ja immer in zwei, ist ja keine einbahnstraße, geht ja in zwei Richtungen.
00:39:49: Und dann können plötzlich neue Dinge entstehen.
00:39:52: Dass diejenigen, die draußen sind, können was nach innen reintragen.
00:39:56: Und man fängt wirklich an, an Themen zu arbeiten, die ein Kunde braucht.
00:40:03: Und dann kann man nochmal einen anderen Customer Value entwickeln und da auch nochmal Potenzial heben.
00:40:08: Deswegen sage ich, das befeuert sich alles so gegenseitig.
00:40:11: Und das ist nicht einfach.
00:40:13: Das ist total komplex.
00:40:15: Das ist natürlich etwas, was wir natürlich auch sagen müssen, wenn man anfängt, KI-Unternehmen einzusetzen, wenn man so neutrale KI-Agenten einsetzt, zum Beispiel zur Meetingzusammenfassung, zur Verfolgung von Mustern.
00:40:25: Dann kann man natürlich auch feststellen, dass die Sache vielleicht nicht so gut läuft intern.
00:40:31: Also man findet natürlich auch die Bruchlinien so ein bisschen.
00:40:35: Aber das gehört ja dazu, wir wollen ja besser werden.
00:40:37: Und nochmal, ich finde, KI darf nicht dafür eingesetzt werden, dass man Leuten Angst macht.
00:40:44: dass sie ihren Job verlieren oder sonstiges, sondern KI muss dafür eingesetzt werden, dass sie die Kreativität der Mitarbeiter beflügelt, dass sie die Kreativität der Führungskräfte befreit auch, dass die weniger damit zu tun haben, in Meetings zu setzen, sondern vielleicht mehr damit zu tun haben, neue Ideen zu entwickeln.
00:41:01: und das große oder kleine sind später keine Rolle, aber einfach die Transformation lebt ja davon von neuen Ideen und wir brauchen sehr, sehr vielen und Unternehmen brauchen sehr, sehr viele neue Ideen in transformativen Zeiten.
00:41:12: Und dementsprechend geht es ja darum, genau das zu tun.
00:41:15: Und da kann KI halt extrem helfen und wir hoffen, dass wir da ein bisschen was aufgezeigt haben in dem Buch, wo sich Leute daran entlanghangeln können.
00:41:23: Denn wir haben auch das Buches voller Beispiele.
00:41:26: Also von anderen Unternehmen.
00:41:28: Wir haben sehr darauf geachtet, dass wir sehr viele Praxisbeispiele haben.
00:41:31: Nicht, dass es eben zu theoretisch wird.
00:41:33: Und vielleicht gibt es da so ein paar Dinge, wo die Leute sich inspirieren lassen können.
00:41:40: Denn es gibt keine One-Size-Fits-All-Solution, sondern es gibt nur Ideen, die man nehmen kann und die man dann adaptieren kann auf sein Unternehmen oder auf seine Abteilung.
00:41:53: Ich würde ganz gerne noch was Praktisches an diesem Buch hervorheben.
00:41:56: Ich bin als Unternehmerin und zweifacher Mutter.
00:42:00: auch sehr praktisch orientiert.
00:42:02: Dinge müssen ja irgendwie gut funktionieren.
00:42:04: Wir haben eine Sache und da mich auch sehr dankbar dafür, dass wir das tatsächlich dann auch so umgesetzt haben, umgesetzt, die mir sehr wichtig war, dass jedes Kapitel auch für sich alleine stehen kann auf der einen Seite und auf der anderen Seite, dass es so eine Art Summary am Anfang gibt, wenn man keine Zeit hat.
00:42:21: Also für die berufstätigen Mütter und Väter, die gleichzeitig noch... Familienunternehmen, KMU, Scalabs steuern müssen.
00:42:30: So eine Art Shorttrack.
00:42:32: Was nicht heißt, dass es nicht sehr viel Sinn macht, das ganze Buch um kompletten zu lesen.
00:42:35: Also da plädiere ich auch für.
00:42:37: Aber man ist in der Lage, sich das auch häppchenweise sozusagen aufzubereiten.
00:42:42: Also es ist ein bisschen snackable.
00:42:44: Auch wenn es mit fast drei Hundert Seiten doch sehr mächtig ist, aber man kann es sich gut aufteilen.
00:42:51: Und das ist wirklich eine schöne Sache.
00:42:55: War uns wichtig, war auch mir wichtig, weil mich nervt das auch immer, dass dann irgendwie ein Buch, dann im ehesten Kapitel erstmal, man muss ja manchmal auch aus, weil man selber schön findet, muss man ehrlich dazu sagen, so eine schöne Einleitung schreibt.
00:43:09: Aber Leute wollen dann zum Pudelskern, wie man früher gesagt hat, und wollen eben wissen, was sind jetzt die eigentlich Sachen?
00:43:16: Und deswegen haben wir diese kurze Zusammenfassung, drei Bullet Points am Anfang von jedem Kapitel, in dem steht, was es in dem Kapitel geht, was die Leute da erwarten können bzw.
00:43:26: wenn es Informationen gibt.
00:43:28: Und dann kann man da ganz gut durchscannen.
00:43:30: Wir haben auch darauf geachtet, dass wir jetzt nicht seitenweise keine Absätze haben und so weiter.
00:43:34: Es ist sehr lesbar, man kann das in den Bullet Points dann auch quasi in den Kapiteln lesen, weil ich auch weiß, dass Unternehmer wenig Zeit haben.
00:43:43: Und dass man manchmal keine Lust hat, jetzt irgendwie auch noch sich drei Stunden mit dem Buch zu beschäftigen.
00:43:49: Weil man vielleicht auch die Zeit lieber und effizienter mit den Kindern, der Familie, den Partner, der Partnerin oder sonst was verbringen möchte.
00:43:56: Manchmal machen die auch Leute Sport, weil sie nicht nachvollziehen kann, aber okay.
00:44:01: So wie ich.
00:44:04: Hieb von der Seite.
00:44:05: Nein, ich mach sehr viel Sport.
00:44:06: Mach ich ja
00:44:06: auch so sehr nicht.
00:44:08: Aber ... bisschen zumindest.
00:44:10: Aber nein, aber natürlich hat man noch ein paar andere Dinge im Leben als noch ein Buch zu lesen.
00:44:15: Aber deswegen haben wir das so zusammengefasst und deswegen haben wir diese einerseits eine relativ große Bandbreite drin, die uns wichtig war, dass wir das Thema sehr ausfächern, weil wir, glaube ich, alle nochmal überlegen müssen, wo wir eigentlich herkommen und wo wir stehen.
00:44:29: Das nochmal zu vergegenwärtigen tut uns allen ganz gut.
00:44:33: Das ist ja manchmal, wenn man so eine transformativen, eigenen transformativen Prozessen steckt, dann macht man ja auch mal so ein bisschen, früher nannte man das auch, glaube ich, groß reinemachen oder so ein inneres.
00:44:43: Das macht man ja dann auch.
00:44:44: Also das heißt mal überlegt genau, wo bin ich eigentlich?
00:44:47: Wie bin ich hier eigentlich hingekommen?
00:44:50: Was wollte ich eigentlich mal?
00:44:52: Und was muss ich jetzt tun?
00:44:54: Und diese Fragen versuchen oder die Fragen stellen sich natürlich auch in Unternehmen und deswegen haben wir ein bisschen... Hier und da ein bisschen weiter ausgeholt, aber das war, glaube ich, auch wichtig.
00:45:03: Ja.
00:45:03: Machen wir noch einen Hörbuch?
00:45:05: Machen wir noch einen Hörbuch, ja.
00:45:07: Mir wird ja nachgesagt, dass ich eine ganz angenehme Stimme
00:45:10: habe, also von
00:45:11: deinen.
00:45:13: Könnte man das mal überlegen, dass man das macht.
00:45:16: Ja, genau.
00:45:17: Ich meine, wir beide als Podcaster sind eigentlich dafür prädestiniert, irgendwie genauso was zu tun.
00:45:23: Wir sind ja jetzt auch Unternehmer.
00:45:25: Ja.
00:45:26: Im Grunde genommen ist das ja auch ein Unternehmen, was wir hier machen mit dem Buch.
00:45:32: Das
00:45:33: stimmt.
00:45:34: Das ist ja, wenn man jetzt so bedenkt, wir haben das Buch geschrieben.
00:45:37: Wir machen jetzt den Podcast dazu.
00:45:39: Wenn man noch ein Hörbuch draus macht, wenn man überlegt schon, kann man das nächste Buch schreiben und was könnte das Thema sein?
00:45:44: und so weiter.
00:45:46: Wir wissen es ja schon so ungefähr.
00:45:49: Man muss Erwerbung dafür machen, man muss Marketing machen, man muss PA machen.
00:45:53: Man muss sich um den Vertrieb kümmern und all
00:45:54: die Sachen.
00:45:56: Ja, im Grunde genommen ist so ein Buch mittlerweile wie so ein Unternehmensgründung.
00:46:00: Ja,
00:46:00: so ein bisschen, ja.
00:46:03: Mal gucken, wo ich bin.
00:46:03: Aber
00:46:04: ich bin sehr froh, dass wir es gemacht haben.
00:46:06: Ich bin sehr froh, dass wir das zusammengemacht haben.
00:46:09: Ich könnte mir niemand anderen vorstellen, mit dem ich das hätte machen können.
00:46:14: ... in unsere Innensicht auf der einen Seite, ... ... unsere Außensicht auf der anderen Seite, ... ... das trifft sich wirklich fantastisch.
00:46:25: Und da wir uns dann auch persönlich gut verstehen, ... ... das hilft natürlich auch beim
00:46:29: Arbeiten.
00:46:29: Das stimmt genau.
00:46:30: Wir werfen uns nicht gegenseitig, ... ... wir fassen den Kopf rein.
00:46:35: Nein, und ich danke auch unseren Partnern beide, also meinem Mann und deiner Partnerin, dass sie das so ertragen haben mit uns, weil wir natürlich auch privat sehr viel über dieses Thema geredet haben.
00:46:44: Ja.
00:46:45: Dann haben wir noch zwei weitere Experten im Hintergrund, die quasi mitgeschrieben haben.
00:46:52: Don, ich stelle jeden Gast in meinem Podcast die Frage, ob es etwas gibt, was deinen.
00:47:03: Alltag massiv positiv beeinflusst hat.
00:47:06: Irgendetwas, was du gerne mit der Community teilen kannst.
00:47:11: Ich bin ein wahnsinnig fauler Mensch.
00:47:13: Ich versuche Dinge immer so einfach wie möglich zu halten.
00:47:16: Deswegen, was auch mir sehr gut hilft im Leben.
00:47:21: Aber weil ich so ein fauler Mensch bin, musste ich mich früh dran gewöhnen, dass ich Disziplin habe.
00:47:27: Disziplin ist tatsächlich etwas, was ... was mir sehr hilft, um durchleben und die Arbeit und alles Mögliche zu kommen.
00:47:35: Das ist aber jetzt nicht so einem Armee-Disziplin, wo man morgens um fünf oder dreißig aufsteht und falten freie Sachen anzieht und so weiter und so weiter.
00:47:46: Also ich meine nicht diese Disziplin.
00:47:48: Meine Disziplin ist eine andere.
00:47:49: Meine Disziplin hat ein bisschen was mit Ritualen zu tun.
00:47:53: ... und ein Beispiel zu nennen.
00:47:55: Ich arbeite als Freiberufler schon immer, ... ... mein ganzes Leben.
00:47:59: Ich habe zweit auch in Unternehmen gearbeitet, ... ... immer mal wieder, aber im größten, ... ... großem Ganzleben als Freiberufler.
00:48:06: Und jeder, der als Freiberufler anfängt, ... ... kennt das Problem und auch die Frage, ... ... wie motiviere ich mich, ... ... eigentlich morgens aus dem Bett zu kommen ... ... und was ich machen muss und so weiter.
00:48:15: Und ich habe immer gesagt, das ist, müsst euch gar nicht motivieren.
00:48:17: Aber eine ganz wichtige Sache ist, ihr müsst morgens Rituale finden, die euch reinbringt.
00:48:22: Und mein Ritual ist, dass ich ganz normal aufstehe und was man halt morgens so macht und dann wirklich so ein Ritual habe, als wenn ich das Haus verlassen würde, als wenn ich zu einer Arbeit gehen würde, als wenn ich irgendwo hin müsste und ein bisschen repräsentiv auch sein muss von aus.
00:48:41: Und deswegen dieses ganze Ritual morgens und dann setze ich mich an den Rechner.
00:48:46: Ich arbeite nicht aus dem Bett raus, außer ich bin krank oder sonstiges, weil wir arbeiten jemals als Freiprofler.
00:48:53: Leider.
00:48:54: Ich arbeite nicht aus dem Bett raus oder sonstiges.
00:48:56: Ich setze auch selten in Cafés nur wenigen Ausnahmen.
00:49:00: Ich habe tatsächlich einen schreibtischen Arbeitsplatz an dem ich sitze und an dem arbeite.
00:49:05: Aber diese Disziplin und das meine ich mit Disziplin, die hat mir sehr geholfen.
00:49:10: durch Leben zu kommen bzw.
00:49:12: auch durch mein Arbeitsleben vor allen Dingen zu kommen.
00:49:14: Wie gesagt, weil ich ein wahnsinnig fauler Mensch bin, muss ich mich leider so ein bisschen, muss ich mir leider so Rituale geben, die mir mittlerweile auch sehr lieb gewonnen habe.
00:49:24: Was mir auch gebracht hat, tatsächlich flexibler dann auch wieder zu sein, weil ich weiß, ich hab mein Ritual, ich kann mich da immer wieder dran festhalten.
00:49:34: Und mir hilft das in guten wie in schlechten Zeiten, wie man so schön sagt.
00:49:37: Aber vor allen Dingen in schlechten Zeiten hilft es.
00:49:39: Weil da ist es ja meistens, da ist Disziplin ja meistens gefragt, weil da muss ich ja was Neues machen.
00:49:45: Vielen Dank, dass du das mit uns geteilt hast.
00:49:47: Rituale finde ich schön.
00:49:48: Ich habe auch meine Rituale morgens.
00:49:50: Ich glaube, jeder hat das.
00:49:52: oder jeder, der motiviert durch den Tag gehen möchte.
00:49:55: Und ja, und ich finde es auch mal ganz gut, wenn man die noch mal so ein bisschen durchdenkt und überlegt, irgendwie gibt es noch was, was man ergänzen möchte oder nicht.
00:50:03: Also das mache ich zum Beispiel für mich, ob es noch passt oder nicht.
00:50:07: Also meine Rituale heute sind auch ganz anders als die vor zwanzig Jahren noch.
00:50:10: Was ich gelernt habe, man hat mir auch einen natürlichen Rhythmus.
00:50:13: Und wenn man natürlichen Rhythmus hat, dann soll man dem auch eigentlich folgen.
00:50:17: Meine Partnerin ist eine wahnsinnige Frühaufsteherin, die steht wirklich so zwischen sechs und sieben auf, ob sie jetzt arbeiten muss oder nicht.
00:50:25: Ich bin genau das Gegenteil, logischerweise.
00:50:29: Und ich kann auch gerne bis neun im Bett liegen, wenn es sein muss.
00:50:33: Man hat eben so diese unterschiedlichen Rhythmen und man soll nicht gegen seinen Rhythmus arbeiten, wenn es irgendwie möglich ist.
00:50:40: Natürlich, wenn man angestellt ist, muss man morgens um acht oder neun in dem Unternehmen sein, dann geht es nicht anders.
00:50:45: Aber wenn ich die Möglichkeit habe, dann sollte man nicht dagegen arbeiten.
00:50:48: Das habe ich auch gelernt, nicht gegen den eigenen Rhythmus zu arbeiten, sondern den Rhythmus zu akzeptieren, so wie er ist und sich daran auch wohlzufühlen, weil den hat man dann halt und dann auch auszunutzen.
00:51:01: Und tatsächlich schaffe ich es, ich sitze eigentlich jeden Morgen auch um neun am Rechner.
00:51:06: Gut, ich hab's doch nicht so weit, weil ich von zu Hause aus arbeite, also muss ich noch.
00:51:10: Aber ich brauch morgens auch anderthalb Stunden Warmlaufzeit, bis mein Gehirn einigermaßen wach ist.
00:51:15: Also muss ich auch wieder früher aufstehen.
00:51:17: Aber wenn ich dann mal länger schlafe, ist es aber auch nicht schlimm.
00:51:21: Und man muss sich auch dann ein bisschen den Raum geben, auch mal die Dinge ein bisschen lockerer.
00:51:27: ... anzugehen und zu sagen, ist nicht so schlimm.
00:51:29: So lange ich das schaffe, ... ... was ich mir für den Tag vorgenommen habe, ... ... ist mir das immer wurscht.
00:51:34: Deswegen, ... ... als ich im Unternehmen gearbeitet habe ... ... und Abteilungen geleitet habe, ... ... mir war das immer egal, ... ... wann die Leute gekommen sind.
00:51:41: Ist es völlig wurscht gewesen, ... ... ob Leute um sieben Uhr da sitzen ... ... oder ob Leute um zehn Uhr da sitzen, ... ... außer wir hatten Meeting oder so, ... ... was das was anderes.
00:51:48: Aber ansonsten war mir das immer völlig wurscht, ... ... wenn man gesagt, du kommst, ... ... wann du irgendwie willst, ... ... aber deine Arbeit muss dann fertig sein.
00:51:56: wenn sie fertig sein soll.
00:51:58: Genau, das haben wir hier auch.
00:51:59: Wir haben Vertrauensarbeitszeit, wenn du so willst und die Ergebnisse müssen halt stoppen.
00:52:04: Die Arbeit muss zustande kommen und sie muss vernünftig sein natürlich.
00:52:07: Also das muss das bestmögliche, erwarte ich auch von mir selber, das bestmögliche Ergebnis dann am Ende bei rauskommen.
00:52:14: Und wenn das gegeben ist, ist mir das egal, ob jemand morgens um... um sieben im Büro sitzt oder ob jemand erst um zehn um elf eintrudelt.
00:52:22: Ja, gerade bei kreativer Arbeit ist das total wichtig.
00:52:25: Die Leute brauchen da diesen Freiraum.
00:52:27: Kann ich absolut unterstützen, nur so funktioniert das hier seit knapp fünf Jahren.
00:52:32: Genau.
00:52:33: Ich danke dir dafür, dass wir so ein kleines Wrap-up gemacht haben.
00:52:38: Danke dir.
00:52:41: Ja, ich freue mich auf jeden Leser und jede Leserin, die Lust hat, mit uns in den Dialog zu gehen.
00:52:47: Man erreicht uns auf den Socials.
00:52:50: Wir sind beide sehr aktiv auf LinkedIn und auf anderen Kanälen.
00:52:55: Demnächst auch auf YouTube.
00:52:57: Und ja, ich freue mich über jeden, der kommt und mit uns diskutieren möchte und auch über den Live-Podcast hinaus.
00:53:06: Genau.
00:53:07: Ja, ich bedanke mich auch schon mal bei den Zuhörern und Zuhörerinnen und hoffe... dass das Buch Spaß macht.
00:53:13: Und wenn Fragen sind, wie gesagt, man erreicht uns Social Media.
00:53:17: LinkedIn ist ein sehr guter Platz, um uns anzusprechen.
00:53:20: Auch mich anzusprechen.
00:53:22: Ich bin da, hängt da auch fast täglich rum.
00:53:25: Und eine Nachricht schicken, die wird auf jeden Fall beantwortet.
00:53:28: Genau.
00:53:28: Wir managen, das ist auch eine gute Nachricht.
00:53:29: Wir managen unsere Accounts selber.
00:53:31: Das macht niemand für uns.
00:53:33: Das ist auch nochmal eine wichtige Statement, was ich hier abgebe.
00:53:36: Man sollte die wichtigen Dinge nicht außerhand geben.
00:53:39: Exakt.
00:53:40: Nee, ich mach das auch alles selber.
00:53:42: Sehr schön.
00:53:44: In diesem Sinne, viel Spaß beim Lesen und wir hören uns in der nächsten Show.
00:53:52: Das war wieder eine Folge von Leaders
00:53:54: and Missions.
00:53:57: Ich freue mich wirklich sehr, dass du eingeschaltet hast und hoffe, es hat dir gefallen.
00:54:02: Lass uns gerne eine Bewertung da und teile diese Folge auf Social Media oder in deinem Netzwerk.
00:54:09: Ich sag tschüss und bis zum nächsten Mal, wenn es wieder heißt, Leaders and Missions.
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